Manchmal läuft einiges schief…

Die Freude am neuen Flitzer währte nur kurz: nach dem Batterieversagen vom ersten Ausflug hab ich den Akku gut gefüllt und wir starteten zur Erkundungstour, nach dem ersten km ein lauter Knall und an Sigi’s E-Bike platzte der Hinterreifen, sie lief zu Fuss zurück während ich noch 2 km weiter auf Entdeckungstour fuhr.
Dann war auch meine Freude am Roller vorbei, der Akku wollte nicht nehr und beim Hinterrad quietschte es grausam.
Garantiert nicht das Geräusch von neuen Bremsen, wie der Verkäufer uns beim Kauf sagte.
Und ich hatte mich so gefreut… nun standen wir 350 km von Klaipeda weg und wollten eigentlich nach Riga… da soll es ein Self Wash Salon und ein IPhone Reparaturshop haben.
Tja und nun sind wir wieder in Klaipeda im Einkaufcenter, zum Glück nahmen sie, dank Sigis ausdruckskräftiger Reklamation, den Roller zurück und zahlten mir den Betrag zurück. Nun steh ich halt ohne Fahrzeug für Citytour etc. da … vielleicht ist mir das Glück ja hold und ich find unterwegs was Zuverlässigeres!

Wir hatten aber auch nettes erlebt… standen beim „Designer“Aussichtsturm bei den Karstseen von Kirkilai. Der sah aus wie eine Riesen Miesmuschel, die sich öffnet, diesmal mit 168 Treppenstufen, wenn man von drunter hoch sah, erblickte man winzige Menschen die sich wie Spinnen auf der Gitterplattform, weit oben, bewegten. Die Aussicht über die Seenlandschaft war toll.
Eigentlich hätten wir noch das Dorf mit seinen mehreren Bierbrauereien besichtigen wollen, na ja .. ein kleines Sortiment des exzelenten Gebräus haben wir ja schon mal erstanden.
Wir betrachteten den Hügel der Kreuze mit seinen inzwischen über 50000 Kreuzen (nicht so mein Ding😝), dafür freute ich mich immer wieder an den vielen Storchennestern und den reizenden, kleinen Holzhäuschen.
Auch einen HippieCampingplatz haben wir auf der Rückfahrt nach Klaipeda an der A12 entdeckt und dort Wasser getankt und fein zu Mittag gegessen.


Nun sitzen wir im Café, zwei leckere Spezialkaffee vor uns, und nutzen das Free Wifi, starten aber gleich nach Riga. Wieder Strecken für Sigi, hier ist eindeutig nicht mein Land… nach 50 km krieg ich die Kriese und meine Augendeckel werden tonnenschwer… ich vermisse die engen, verwinkelten Dorfsträsschen, die steilen, schmalen Serpertinen und die gelassene, hilfsbereite und fröhliche Art der Griechen auf Peloponnes!

Kommentar verfassen