Zweite Heimat Peloponnes… und Hundebaby‘s

Nun sind wir schon wieder einige Zeit auf Peloponnes. Als wir die Brücke vom Isthmus überfuhren, war es so wie nach Hause kommen. Obwohl es uns immer wieder freut Neues zu entdecken und Griechenland und überhaupt jedes Land so viele wunderschöne Fleckchen bietet… unser Herz hängt am Peloponnes!
Einen interessanten, ruhigen Übernachtungsplatz fanden wir auf der Korintherseite des Kanals im Schatten von Eukaliptusbäumen. Toll so nah die Schiffe vorbei gleiten zu sehen… die grösseren von Schleppern gezogen.

Am Sonntag morgen dann ein lustiges Schauspiel… 400 Teilnehmer padelten mit SUF’s, Kanus und Paddelbooten den Isthmus hoch, alle mit pinken T’Shirts.. eine fröhliche Schar Menschen von jung bis alt.
Später suchten wir uns den nächsten Platz, wir wollten auch schwimmen gehen. Bei den Ausgrabungsstätten beim Archeio Limani am Strand vor Korinth, ein herrlich langer „Hundestrand“ mit einem einzigen Schattenbäumchen, genau für uns. Obwohl Sonntag, verirrten sich nur vereinzelte Schwimmer oder Fischer am Strand und verschwanden auch immer nach kurzer Zeit.
Der Sturm Sorbas hat seine Spuren hinterlassen, der ganze Strand ist mit massenweise Schwemmgut(Plastik), Holz und Müll übersät. Die Nacht auch recht laut mit Strassenlärm und Hintergrundgeräuschen einer Disco ;-(( !
Montag dann zur Wäscherei, die kannte uns noch vom letzten Frühling. 4 Waschmaschinen voll Dreckwäsche und am andern Tag konnten wir alles frisch und in Säcke zusammen gelegt abholen, für 40 Euro. Dann besuchten wir noch eine Fiatwerkstatt, die Monschterburg macht zwischendurch komische Geräusche. Wir dachten an Bremsen oder Radlager.. der Chef meinte nach Probefahrt und Untersuch es sei alles ok, 10’000 km machen die Bremsen noch. Er kennt aber nicht unseren Fahrstil und die „Strassen“ die wir fahren 😉 und meinte es sei wohl etwas viel Dreck an den Belägen und überhaupt!

Wir wünschen uns eine ruhige Nacht und fahren wieder mal zu einem altbekannten und gerne besuchten Platz, dem Leuchtturm nach Loutraki.
Darauf folgt eine recht stürmische Nacht auf Akrokorinthos, wo wir sogar mitten in der Nacht den Platz bei der Burg mit dem Parkplatz bei der Taverne tauschten, der Wind drehte und wir schaukelten wie ein Schiff im Sturm!

Nun gehts aber wieder in die Berge… Xylokastro-Trikala um die grosse Ziria. Traumhafte Landschaften, Berge und Felsformationen. Am Limni Dasiou, 1485 M.ü.Meer, stellen wir uns halb auf dem Weg ab und laufen mit den Hunden bis ans Wegende, hinten treffen wir auf ein nettes Griechenpaar mit dickem Jeep auf Ferienfahrt.
Wieder mal eine vollkommen ruhige Nacht ohne Lichter… nur Mond und Sterne. Es ist hier oben schon empfindlich kühl und hatte am Morgen schon Bodenfrost. Daher musste Rulo mal wieder im Womo schlafen.
Weiter auf Schotter/Geröllpisten um die Ziria, steil rauf und runter, fanden wir beim Limni Tsivlou einen paradiesischen Stellplatz, nur wie dort runter kommen, wo wir zwar einen Bulli entdeckten, aber keine Zufahrt? Sigi erkundete wieder mal zu Fuss die steilen Wege, nachdem wir schon einmal oberhalb des Sees rundum gefahren sind und ausser der weggebrochenen, verschütteten Strasse keine andere Zufahrt fanden. Sie meinte die Monschterburg und ich schaffen das schon.. hihi. Ja runter sicher!
Es war wirklich ein reizendes Plätzchen mit Picknick-Pavillon und einem klar grünblauen See direkt vor dem Womo, zugegeben wir hatten schon gerader gestanden und vor allem gelegen, zum Schlafen brauchte ich fast Sicherungsgurte oder Steigeisen um ins Bett zu klettern… schön wars trotzdem.
Das deutsche Paar mit dem Bulli war morgens früh weg, sogar er mit dem leichten Büsli liess die Räder durch drehen und Geröll verspritzen.. das kann ja schön werden. Erst mal liessen wir Frischwasser ab, leerten die Kanister aus und Tisch, Stühle und Hundefutter wurden aus der Garage geräumt. Sigi und die Hunde warteten unten bis ich letztendlich beim dritten Anlauf die Kurven richtig anfahren konnte und mit dem letzten Pfupff auf die ebenere Strecke kam. Sigi stampfte dann vier Mal mit Hunden und Material hoch und dann nochmal runter für ein erfrischendes Bad im kühlen See.
Wieder einmal haben wir uns vorgenommen, etwas vorsichtiger zu sein und weniger gewagte Experimente zu versuchen. Tja im nächsten Leben betimmt…. ein Allrad und Blechkiste! Schnorchel, Seilwinde, Sandbleche, Offroadreifen und…und..und wären auch nicht schlecht!!
Und wieder Bergtour: Agridi-Peristera, an dem Ski-Center Helmos und Kalavrita vorbei. Beim Skicenter war es bissige 7 Grad kalt.
Beim Cap Araxos stellten wir uns neben eine Betonplatte (im Sommer wohl eine Strandtaverne) neben hohem Schilf und dem Strand. Dahinter hat es paar kleine Fischer- oder Ferienhäuschen … alles leer und verlassen!
Hier wollten wir letzten Frühling schon hin, jedoch war alles überschwemmt. Nun sah man nur noch Spuren vom Sturm. Ein idealer Platz um gemütliche Strandtage zu machen… dachten wir! Am frühen Morgen… welch ein Geschrei, wir wunderten uns was das wohl sei, es war noch dunkel, für Möwen eher zu früh, vielleicht eine hungernde Katze? Als es hell war fütterte ich die Hunde und zog mit einem Becher Katzenfutter und einer aufgeschnittenen Petflasche mit Wasser los zum Strand, um die Katze zu füttern. Doch was sah ich beim Näherkommen… zwei winzige Fellknäuel torkelten mir winselnd und mit dem ganzen Körper wedelnd entgegen.
Die lagen unter einem schräggestellten Autoreifen. Der Typ, der die hilflosen Hundebabys dort aussetzte, wusste sicher genau, dass die Camper mit dem Womo nicht an den armen Geschöpfen vorbei gehen können. Er wird sie kurz bevor wir das Geschrei hörten, absichtlich in unserer Nähe ausgesetzt haben.
Im Nachherein wissen wir auch von Tierhilfe Organisationen, dass dies Gang und Gäbe ist!
Fast eine Woche waren wir nun eingespannt, in der Nacht mehrere Male aufstehen, Futter und Milchwasser wärmen und die hungrigen Mäulchen stopfen, paar Schritte mit ihnen laufen zum Versäubern, ein Gürpsli (Bäuerchen) abwarten, kuscheln und wieder ins improvisierte (Strandgut Gemüsekistchen) Hundenest legen.

Auf FB bekamen wir einige Reaktionen und kurz bevor wir sie an eine durch www.patras-hunde.de (Hunderettungs Organisation) Pflegestelle geben wollten, erreichte mich ein Kommentar von Barbara… sie würden gerne einen Welpen übernehmen. Zum Glück waren Barbara und Hans sofort bereit auch beide Hundchen zu nehmen, wir hätten sie nicht gerne getrennt, mussten sie doch viel zu früh ohne Mutter sein. Sie waren ja erst ca. 4-6 Wochen alt.
Am liebsten hätten wir die Süssen ja behalten, sie wachsen einem ja sofort ans Herz. Leider ist unsere Monschterburg aber kein LKW und mit unseren 5 Vier🐾🐾🐾🐾 schon voll ausgelastet!

Am Freitag durften wir „unsere zwei Findelkinder“ nun in ihr neues Zuhause begleiten.
Auf der Fahrt nach Drepano, fuhren wir erst dem Golf von Korinth entlang und dann durch Olivenhaine, später durch Rebbaugebiet, da kommen die Korintherli her!
Das Navi führte uns ab der Hauptstrecke durch wunderschöne Landschaften, leider auch mit grossen Sturmschäden! Bei einigen Brücken schluckte sogar ich erst ein bisschen, bevor ich mit Schwung drüber fuhr 😂😋.

Eine wahre Freude, den Süssen zuzusehen, wie sie die neue Umgebung, den paradisischen, grossen Garten und das kuschelige Sofa im hübschen Haus erforschten. Da werden sie es gut haben! Ende gut, alles gut… und so sind alle glücklich und zufrieden. Wir übernachteten noch auf dem PP vor dem Grundstück und zogen beruhigt weiter… bestimmt werden wir von Zeit zu Zeit Fotos und Berichte erhalten und irgendwann, wenn uns der Weg in die Nähe führt, besuchen wir die lieben Zwei- und Vierbeiner wieder!

Zum zweiten Mal fuhren wir nun den Kondili Strand an, doch wieder, wie auch im Frühling, war er uns zu voll und es gab keinen Schattenplatz, wir entschlossen uns weiter zu fahren, genossen wieder einmal mehr die traumhafte Aussicht der Fahrt und stehen zum X. Mal wieder am Strand bei der Franchthi Höhle… ruhig und einsam, zwischendurch paar blöckende Schafe, Glöcklein bimmeln und Wellen plätschern. Das Wasser hat immer noch angenehme 24 Grad und ist herrlich zum Schwimmen.
Am Strand stehen Tamarisken, da hängt mein grüner Hängesessel wieder.
Olivenbäume, Eukalyptus und Tamarisken… wir lieben diese Bäume!

Wir hoffen auf baldigen Bescheid von DHL und Ioannis, dass unsere bestellten Sachen aus Deutschland den Camperstop beim Cafe en Plo bei Aigio erreicht haben!
Dann werde ich mich dran machen und hoffe den Elektro Scooter fertig montieren zu können!

Übrigens … erfreuliche Berichte von Klein Lisi, wie die Fotos zeigen, ist sie glücklich und voll zu Hause bei ihrer Familie! Danke Susanne und Michael mit Nelly und Nero👍🤗

Wir grüssen herzlich in die Heimat🇨🇭🇩🇪… und natürlich auch Reisende🇬🇷🇪🇺
…die Monschterburgerli’s

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