Eine unglaublich, schöne Reise mit unzähligen Eindrücken und Erfahrungen… so wunderschön das Leben und Reisen in der Monschterburg 😍👍

Bosnien Herzegowina – Montenegro – Kosovo -Albanien…Nordmazadonien

verwandte Länder und so verschieden…

Am Montag, nach fünf erholsamen und wunderschönen Tagen im Autocamp River Blagaj. Wieder mal ganz tolle Menschen kennen gelernt, gefühlvolle, intensive Gespräche… sicher werden wir uns irgendwann wieder treffen.

Von Allen herzlich verabschiedet fuhren wir, das ☘️, unserem Abenteuer entgegen. Gespannt ob ich es schaffe. Die Monschterburg frisch mit Wasser, Gas, Diesel, Luft und Motorenöl versorgt, kletterte brav die Bergstrassen hoch . Erst mal gings an bekannter Strecke vorbei, bis auf die „heisse“ Pause von fast mal zwei Stunden, wo erst keiner wusste was los war, immer wieder kam mal ein Grüppchen Gegenverkehr, doch unsere Kolonne liess der Wachmann nie durch. Einige wurden wütend, ungeduldig  und drückten einfach vorbei. Ich machte mir derweilen ein Kaffe, liess Andra und Castello an der Leine spazieren und schnitt mir eine Wassermelone auf. Da ich ja im Nicht EU Land kein Internet habe, konnte ich die Zeit nicht mal nutzen um für meine Fahrt zu googlen… und sooo viele Fragen kamen gerade jetzt auf☹️.

 

Teilweise waren die Strassen ganz neu. Als es endlich weiterging führte es uns an Grossbaustelle vorbei, an Baumaschinen, gerade frisch geteerten Strecken und über holperige Schotterstücke.

Nach Niksić fuhr ich wieder ein Camp an um wenigstens Wifi zu haben, im Garten Restaurant am Bach , genoss ich ein leckeres Nachtessen, Castello streunte wieder mal glücklich rum und sogar Andra freundete sich gleich mit einem Hund vom Camp an.

 

Am Morgen dann weiter über Montenegros Berge, am Durmitor vorbei zur Taraschlucht. Und dann merkte ich auch, dass dies die Strecke war, die wir im Frühling wegen dem Schnee nicht fahren konnten.

Es war eine prächtige Strecke und schön zu fahren, aber nicht so abenteuerlich wie ich es mir vorgestellt hatte. Auch die Strassen waren in einem sehr guten Zustand.

Auch über die Tara Brücke… ja Höhenangst darf man da keine haben, aber es war auch keine Mutprobe.  Natürlich war es auch sehr touristisch. Unten in der Schlucht konnte man “ winzige“ Schlauchboote beim Riverrafting beobachten und oben an der Zipline die jauchzenden Menschen die am Stahlseil über die Schlucht schwebten oder sausten.

 

Weiter am Fluss nach, der sich tief unten durch die Schlucht schlängelte. Am Stellplatz wo wir im März eingeschneit wurden vorbei. Bis nach Kosovo, dort über die Grenze, das erste Mal wollten sie die Papiere genauer sehen und ich musste nochmals wenden und ans Schalterhäuschen von der Grenzpolizei fahren, dort durfte ich dann „grosszügigerweise“ nur 15€ abladen weil der grüne Versicherungsausweis in Kosovo nicht gültig sei.  Später wurde ich auf der Strasse von einer Polizeipatroulie angehalten, kontrolliert und immer wieder gefragt… wieviel Personen?

Die Bevölkerungsdichte ist in Kosovo viel dichter als bisher, grosse, überfüllte Städte, dichter Verkehr und Smog. Kein einladendes Land, keine fröhlich winkenden Menschen… kam mir ungastlich vor und so zog ich es vor, nur gerade mal die Transitstrecke zu benutzen und mir einen Schlafplatz in Albanien zu suchen.

Zu guter letzt fuhr ich dann bis zum Ferry Terminal der Berhisa, wo ich mir einen leckeren Salat servieren liess, das Wifi kurz nutzte und dann müde am Anleger übernachtete.

Am Morgen hatte ich noch jede Menge Zeit, musste erst um 12 Uhr zum Verladen bereit sein, das Ticket konnte ich beim Wirt im Restaurant kaufen, nachdem er sich telefonisch beim Kapitän erkundigt hatte ob es noch Platz hat.

Langsam gesellten sich noch andere Camper, PKW und Motorräder dazu.

Es wurde Zeit Castello zu rufen… nur der Frechdachs hat nach der gestrigen  „Marathonfahrt“ Freiheitsdrang und sich im unwegsamen Hang in Felsen, Holz und Gestrüpp versteckt. Er liess mich lange rufen und suchen, mich hochklettern um dann bei 2 Meter Abstand schnurrend sein Leckerstängeli zu erbetteln. Natürlich hab ich blitzschnell zugegriffen und den Kerl angeleint!

Nun war die Monschterburg komplett und fahrbereit, das Verladen zog sich aber in die Länge, erst kamen die Motorräder und Kleinwagen eingeparkt, dann weitere Autos reingequetscht und zu guter letzt setzte sich ein Fährmann ans Steuer der Monschterburg und rangierte mein Womo gekonnt ganz eng rein, dann noch ein weiteres Womo. Und nach der ganzen Aufregung schaffte es der Kapitän denoch pünktlich um 13 Uhr los zu legen.

Und diese Reise war ihre Euronen wert, einfach herrlich, traumhaft, wunderbar!

Zwei Stunden lang ein Naturschauspiel durch die teilweise enge Schlucht, an steilen hohen Felswänden, Wälder und Nebenarmevorbei. Meist total unberührt, nur ganz wenige Häuser „klebten“ mal am Hang, ein kleiner Fussweg, vielleicht auch für ein Materialkarren konnte man entdecken und am Ufer ein festgemachtes Boot.

Am Hafen war schnell entladen, Platz zum Parken war keiner so fuhren wir bis zum Cafe nach der Brücke um erst mal mit Wifi die Karte und App über Weiterfahrt und Nachtplatz zu befragen.

Astrid, meine Womonachbarin auf der Fähre und auch Alleinfahrerin und ich entschlossen uns ein Stück gemeinsam zu fahren. Beim einen Platz wo ich im März schon war gefiel es uns gut und wir beschlossen zu bleiben.

Die positiven Erfahrungen die Astrid in Albanien und ich in Bosnien erleben durften wurden leider von einem jungen Bauernsohn sehr enttäuscht. Er erklärte grosszügig und nett, dass dies sein Land sei, wir aber gerne hier übernachten dürfen. Auf sein Verkaufsangebot von Käse und Eier gingen wir gerne ein und er holte dies bei seiner Mutter ab… leider wollte er uns „reiche Touristen “ melken und meinte die übertriebenen Preise seien eben Bio und darum teurer. 1Ei 1€!

Tja lange Diskussionen über Google Übersetzer, in der Mitte geeinigt und wir enttäuscht und einer Erfahrung reicher☹️.

Den schönen Morgen und Frühstück genossen wir trotzdem am schönen Platz aber zogen es vor weiter zu fahren. Die Strassen sind hier wieder wie ich Albanien von vorher kenne, Alles im Womo rumpelt und quitscht, die abgebrochene Strasse ist mit Steinmännchen abgesichert und für die 20 km zum nächsten idyllischen Plätzchen, am gurgelnden Flüsschen brauchen wir fast eine Stunde.

Aber es hat sich gelohnt. Der Platz ist schön, Kuhglocken bimmeln am gegenüberliegenden Hang, eine hübsche kleine Kuh ist an uns vorbei spaziert, die vorbei fahrenden Einheimischen winken fröhlich … und ein passendes „Haustierchen“ für die Monschterburg wohnt auch gleich im Busch daneben…

Der kurze Regen hat aufgehört, dafür pfeifft der Wind und Andra darf nun endlich zum Fluss.

Die Nacht war heftig, so geschaukelt hatte die Monschterburg schon lange nicht mehr, der Sturm wütete und der Wind drehte in alle Richtungen, am Morgen war es wieder friedlich. Noch bis vor Shkodër fuhren wir noch gemeinsam, doch da trennten sich unsere Fahrtrichtungen.

Danke Astrid, guteFahrt und irgendwann sehen wir uns wieder!

Meine Route, erst auf bekannten Strassen von den letzten Reisen, dann zweigte ich ab über die prächtigen Berge Albaniens. Manchmal Strassen auf dem Berggrat dann durch die Hochebenen undTäler. An Füssen und Stauseen entlang… eine traumhafte Landschaft! … bis um Bulqize.. ein Schlag auf das Auge.. die schöne Gegend verschandelt durch Strassenbau, grässlichen Wohnblocks

Insustrie und deren Ruinen und ein Abbaugebiet von ??

Langsam kam ich ans Limit mit fahren , wär schön einen geeigneten Platz zu finden.

Und dann stand ich plötzlich unerwartet an der Grenze zu Nord Mazedonien. Na ja was solls, fahr ich da hin.

So nette, freundlicheGrenzpolizei und Zöllner hab ich schon lange nicht mehr erlebt!

dieP4N App leitete mich am kleinen Ufersträsschen dem Lake Ohrid nach. Obschon ich ja Lost Place Plätzchen mag… dieser verlotterte, vewahrloste, düster und dreckig, mit Scherben, Feuchttüchlein und Gummis übersääte Patz war nicht einladend. Ich zog es vor weiter zufahren, paar komische Typen und Päärchen ohne eigene Wohnung guckten mich schon seltsam an.

Also wieder zurück, das Navi hatte noch ein Platz auf Lager… und schwupps.. war ich wieder am Zoll. Was solls, schon in der Autoschlange drin, folge ich halt Tante Garmin, es wurde schon dunkel und ich wollte kein Risiko eingehen.

Und wiedermal war mir das Glück hold… ich las die Ortstafel Lin, meine Erinnerung von Astrids Emfehlung kam mir in den Sinn und schon fuhr ich dem Camping mit einladend winkendem Platzwart entgegen… um direkt davor, den verdatterten Mann nicht beachtend( auf Astrids Rat) links abzubiegen,

Nun steh ich an einem süssen Strändchen, direkt am Wasser, neben einer traditioneller Fisch Taverne. Ein netter Wirt/Besitzer , leckeres Fischgericht, schönes Plätzchen und… WIFI 🤗🤣👍Wasser kann ich auch grad bunkern und für solche die es brauchen ist auch Strom und Sanitär dabei.

Eine ruhige, dunkle Nacht mit strahlendem Sternenhimmel.

Es gefällt mir und den Fellnasen so gut, dass ich noch 1-2 Tage beibe!

Werde mal meinen E Scooter ausladen und das Städtchen erforschen.

Meine nächste Route steht noch in den Sternen… schön.. ich kann mich ja spontan entscheiden 🤗

Liebi Grüessli aus der Monschterburg 😘😘

Kommentar verfassen