Nun sind wir nur noch DREI …

 

Die einen werden es schon von FB wissen…

R.I.P. Andra Amica de Paltinis

Korinthos/Isthmus am Ufer vom Kanal von Korinth

Am 7.2.20 um 13 Uhr 08 hat Andra den letzten Atemzug, in meinen Armen, gemacht, sie hat den Kampf aufgegeben.
Ich bin traurig und vermisse sie, bin aber dankbar für die intensive, innige Zeit mit ihr. Sie war so sehr tapfer, vertrauensvoll und geduldig.
Nun ist sie über die Regenbogenbrücke, an einem schönen Ort, mit ihren voraus gegangenen Freunden und ohne Schmerzen. In meinem Herzen wird sie ewig bleiben ❤️.

Paralia Chrysi Akti,  Andravida, Killini
Schon 10 Tage ohne Andra, die Monschterburg ist viel zu gross und leer und Akina vermisst ihre grosse Freundin und ich meine Knutschkugel.
Das letzte Mal als ich an dem Traumstrand war spazierte sie noch mit!

Nun mache ich mit Akina lange Strandspaziergänge, gestern 4km,  zur Platte und zurück und heute in die andere Richtung 3,5 km. Traurige Funde: ein halb verwestes Schaf und zwei Überreste von Riesen Wasserschildkröten, die armen Tiere kommen oft in SchiffsschraubenAnsonsten ist der Sand platt und hart somit angenehm zum laufen und ungewöhnlich sauber. Gestern hatte ich eine nette Überraschung… zwei Womo‘s und zwei Paare waren auf der Platte..ich ging Hallo sagen und wiedermal war Peloponnes ein „Dorf“.

Das eine Paar, Eva und Martin empfingen mich mit: Hallo Lisi  wir kennen dich und verfolgen deinen Blog. Hildtrud und Ingold hatten Kaffe und Kuchen aufgetischt und so verbrachte ich einen netten Plaudernachmittag mit den Vieren. Es gab ja so viele Anekdoten zu erzählen, wobei Eva und Martin, als aufmerksame Leser das meiste schon wussten. Sie waren sogar noch die FB Gruppenmitglieder, welche mir mit einem Ersatzrad aushelfen wollten als ich Plattfuss hatte.

Die Nacht war wieder ganz nach meinem Sinn…erholsam ruhig,  schwarz wie der Kaffe .. nur ein prächtiger Sternenhimmel und der Mond leuchteten🤗👍

Vorher war ich vier Tage bei Uschi zu Besuch, auch Rosmarie war noch da, wir haben bei einer  Taverne, „über die Gasse“ leckere Speisen geholt, Kaffe und Kuchen genossen und Rummikub gespielt. Mit Sam und Akina spazieren, die Kleine war überglücklich und ich hielt es sage und schreibe vier Nächte aus, bevor ich die „Flucht“ aus dem lauten, hell beleuchteten Kuschelcamp ergriff!

Wenn Alles klappt, werden wir drei Frauen den Heimweg gemeinsam, im Dreierkonvoi, unter die Räder nehmen, nebst den heiss ersehnten heissen Quellen einige andere schöne Plätze und Sehenswürdigkeiten entdecken und über Serbien in Ungarn Maria und Koardel besuchen. Danach werden sich auch beste Wege trennen, Uschi bleibt an der Österreichisch/Slowenischen Grenze  und Rosmarie  ins Nürnbergische, die Monschterburg wird gemütlich dem Bodensee entgegen tuckerln .. wo mein Heimat/Familie und Freunde Besuchsurlaub beginnt. Natürlich freue ich mich schon sehr euch Alle wieder zu sehen!

Weniger erfreulich … der Monschterburg steht das Vorführen beim Strassenverkehrsamt bevor.

Ja dann.. bis bald!

 

 

 

 

 

 

Abschied Zeit..

Nach einer Woche Paralia Astros Paliochano, am 27.1.20 fahren wir weiter, zum Kondyli Strand, ein wunderbarer Strand… im Winter wenn er menschenleer ist.. alle Strandbars, Sonnenschirme, Liegestühle weggeräumt sind und der traumhafte, lange, jetzt sehr saubere Strand fast für uns alleine ist!

 

Hier kann es Andra auch schön haben, das Wetter ist fantastisch, frühlingshaft und in der Sonne angenehm warm.

Akina kann mit den zwei quirrligen Freunden rumbalgen und wir Frauen schwimmen. Während Fred unermüdlich mit den Fischerruten am Ufer sitzt und Würmer badet. Zum Glück sind wir keine gestrandeten Schiffsbrüchigen, sonst müssten wir kläglich verhungern.

Einmal hat er ein grässliches „Monster“ aus den Tiefen des Meeres gezogen, zum Glück befinden diese sich nur am Grund… (wie mir Fred und Gabi beruhigend versichern) ein bläuliches-rotes, stachliges Riesenwurmding, giftig, schmerzhaft und eklig! Beinahe hätte ich auf mein herrliches Bad verzichtet!   Link Wikipedia

Gaby, ich und das 12 beinige, weisse Hundetrio machten einen Spaziergang ans Strandende, ich bis zur Kapelle. Dabei musste ich das letzte Stück durchs Wasser waten, Gaby blieb mit den Hunden zurück… falsches Schuhwerk und wasserscheuer Theo 😜🐶! Andra blieb derweilen als schlafender Wachhund auf ihremLager vor dem Womo, natürlich im Blickwinkel vom angelnden Fred.

Am nächsten Tag wollteAndra nicht raus, sie war zu müde,erschöpft und murrte wenn ich sie aufheben wollte, jedoch wollte sie auch nicht drinnen Pippi machen.

Der andere Morgen brachte mir dafür eine Putzorgie ein. Morgens.. es war noch düster, bin ich mit den Haussocken in eine üble Pfütze getreten. Die armeAndra war „ausgelaufen“.. natürlich über die Betteinlagen raus. Es war ihr so gar nicht recht und ich redete ihr tröstend zu, dass sie nicht traurig sein muss und das kranken Menschen auch passiert.

Ja es ist eine traurige, anstrengende Zeit, aber auch eine intensive und tiefgehende! Auch zu beobachten wie die junge Akina es gelernt hat zu begreifen, dass sie nun nicht mehr mit Andra spielen kann, oft kuschelt sie sich an ihre Seite oder leckt sie lieb über das Gesicht, sie weiss inzwischen, dass unter den Decken am Boden Andra liegt und passt auf nicht auf sie zu treten. Andra kann nicht mehr auf ihrem gewohnten Bett( Sitzbank) schlafen. da sie zweimal nachts runter gefallen ist.

Und trotzdem zeigtAndra immer noch Lebenswille und -Freude, kann noch nicht loslassen… oder wollte sie wirklich bis zum Salantistrand, will bei Janosch(Asche) und Mickys Grab, ihre letzte Ruhe finden?! Es sind noch 3 Nächte bis zu Micky’s Sterbetag vor einem Jahr?! Zweimal hab ich schon ein Grab an schönen Stellen gegraben und dann doch weiter gefahren, jetzt werde ich warten bis es soweit ist… unglaublich  wie lange ein Hund ohne Fressen und nur wenig Wasser leben kann, erschreckend wie so ein kräftiges Wesen abmagert, aber ihre treuen Augen noch interessiert beobachten und ihr Fell noch samt und glänzend ist. Auch verrückt wie eine träge Masse von ca.35 kg so viel schwerer zu tragen ist, als ein gleich schwerer starrer Stein!

Nun diese Phase des Abschied nehmen hat mich gelernt(gezwungen) ruhiger, gelassener zu werden und es auch paar Tage länger an einem Ort aus zu halten!

Ich geniesse den weiten, idyllischen, wunderschönen Strand mit Salzwiesen und Tamarisken… eine herrliche Ruhe.. nur in der Ferne das anheimelnde Gebimmel der Schaf-und Ziegenherden und das sanfte Rauschen des Meeres.

Das Wetter ist wunderbar, die Tage werden endlich wieder länger und heller, die Tage geniesse ich, entdecke überall mehr bunter Frühling, farbig leuchtende Blumen, Gräser in allen Variationen und spriessende Büsche in vielen verschiedenen Grüntönen.

Nur die dunklen, stillen Abende, wenn meine tierischen Freunde schlafen und mich nur das Plappern des TV berieselt, dann überkommt mich manchmal ein Gefühl der Einsamkeit.

So jetzt geh ich Schwimmen.. euch wünsch ich einen schönen Sonntag!

Sonnige Grüsse Lisi und Vierpfoter