Sturm Abenteuer.. und eine neue Reise…


Beim Porto Gateas habe ich es ganze 6 Nächte ausgehalten, es war trotz stürmischem Abenteuer schön.
Wir waren auch ein nettes Grüppchen, besonders mit zwei jungen Schweizer Pärchen,da gab’s leckeren Ankäzüpfe und Kuchen. Mit Martina und Klaus durfte ich längere Spaziergänge machen, das traue ich mir manchmal alleine nicht. Von Distanz konnte ich dabei auch die „Drachenhöhle“ sehen und den „wilden Drachen“ fauchen hören 😂👍, das Video davon hat mir Klaus zur Verfügung gestellt, danke!

Es stürmte, der sonst ruhige Pool, das kleine Hafenbecken brodelte und schäumte nur so. Die immer grösser werdenden Wellen schlugen hart an die felsige Küste an und liessen die weisse Gischt hoch über die Küste fliegen. Es war eindrücklich, dieses gewaltige Naturschauspiel zu beobachten. Eigentlich hatten wir keine Angst hier oben, beim Strässchen und Lagerplatz der Fischerboote, nass zu werden. Da es ja sehr früh dunkel wird und zwar anfangs Nacht stockdunkel, war es doch immer ein bisschen unheimlich das Gedonner und Gedröhne vom aufgewirbelten Meer zu hören.
Dann in der zweit letzten Nacht schlugen die Hunde an und bellten fest, liessen sich nicht beruhigen. Ich hatte auch ein Scheppern und Rumpfeln gehört. Also schaute ich zum Fenster raus … und traute meinen Augen nicht, sah gerade noch neben der Monschterburg, die weisse Wasser- Schaummasse den Weg zurück, runter ins Hafenbecken fliessen.
Am Morgen als es hell wurde die böse Überraschung , grossen Steinbrocken und Felsstücke lagen auf der Strasse, von der Terrasse der Taverne war ein grossen Stück der Stützmauer und der Terrassenboden abgestürzt, das Gras war bis über den Weg runter gedrückt und mit Dreck überhäuft. Die Männer vom Dorf oben kamen runter, brachten ihre Boote in Sicherheit, waren auch überrascht, begutachteten den Schaden und sagten mir ich solle mich auch weiter oben hin stellen.

Am Mittwoch zog es mich dann weiter, obschon es mir dort gut gefällt, der Kühlschrank bot mir aber nur noch gähnende Leere.. Einkauf war angesagt. Wieder mal zum Sauriereierstrand?! … von oben runter seh ich nur den leeren Strand.. komisch das ist auch selten. Als ich unten war seh ich den Grund.. auch hier hat der Sturm gewütet und dabei hat’s hier keine schützende, hohe Steinküste. Der ganze grosse Parkplatz war dicht mit grossen weissen Steinen übersät und nicht befahrbar.


Also fahre ich weiter bis zum Schiffs Wrack von Glifada/ Gythio, es wird bald Dunkel und ich werde die Bucht bei Fokiano nicht mehr erreichen. Also bleib ich diese Nacht da, lustig wen sehe ich.. Martin ist auch wieder da und ich lerne wieder andere Womo fahrende kennen. Heike erzählt mir, dass sie die Mittwochfähre nach Kreta, wegen Sturm, nicht nehmen konnten und die Fähre dafür wohl Donnerstag fahre. Ich hab schon oft damit geliebäugelt, auch mal Kreta zu besuchen.
Tja und dann Donnerstag Morgen.. mein Geburtstag.. in der Bucht Fokiano höchst wahrscheinlich alleine sein?
NEIN… kurz entschlossen fahr ich zurück zum Hafen von Gythio, erkundige mich ob ich noch einen Platz auf der Fähre bekommen kann und wie es mit Hunden an Bord sei. Die Hunde dürfen mit auf Deck draussen und auch in einem Teil drinnen. Also hat das Schicksal für mich entschieden und ich schenke mir mein Geburtstagsgeschenk selber..

EINE REISE NACH KRETA.. EIN NEUES ABENTEUER!


Rucksack gepackt, Islandpulli, warme Decke, Wasser und Essen für Hundi und mich. Castello bleibt im Womo.
Auch da treffen wieder mal einige Womofahrer/innen zusammen, die einen habe ich schon getroffen auf Peloponnes. Die Überfahrt war zum Glück nur leicht schaukelnd, wir blieben bis zum Schluss draussen und es war nicht mal so kalt. Müde kamen wir ca. 21 Uhr bei Kissamos an und konnten gleich auf dem Hafengelände übernachten. Schon jetzt angenehm überrascht.. die Leute sehr freundlich und hilfsbereit, die Umgebung erstaunlich sauber und es war angenehm ruhig !
Als erstes schlug ich den Weg zur blauen Lagune ein, dem Balos Beach ein.. erst durchs kleine enge Dorf Kaliviani, wo es eigentlich eine Umfahrungsstrasse hat, ich aber erst danach merkte und dann ca. 8,5 km Schotterpiste an der Steilküste nach. Eine wundervolle Gegend und sooo viele Ziegen und Schafe, auf der Strasse liegend oder in den Hängen rum kletternd. Vom Parkplatz aus eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt über der blauen Lagune.


So wunderbar .. ich bin begeistert und froh mich für Kreta entschlossen zu haben.
Die nächste Nacht verbringe ich mutterseelenallein an einer kleinen Bucht mit, wie könnte es anders sein.. geschlossener Taverne. Am Morgen muss ich erst mal eine Strassenkarte von Kreta kaufen damit ich eine richtige Übersicht habe. Fahre dann über die Berge.. rauf und runter, kleine Dörfer. Archer Politik Falassarna.. „alte Steine“ gucken, Immer noch Regen, den Wegweisern nach, der Weg wird immer plotschiger mit grösseren Wasserflächen. Links und rechts Zäune, dahinter Ziegen und Olivenbäume. Am Wegrand ein steiniger, einsamer Thron und in der Wiese und Hügel etwas alte Mauern.. ich verzichte auf eine weitere Besichtigung zu Fuss🤣!


Spätermal eine Stichstrasse zum Strand runter, wobei ich einmal in die Klemme kam. Hab die falsche Strasse erwischt die eng durch Häuser, unter Baum neben Brunnen und dann… Endstation.. auf eine Terrasse eines Hauses führte. Keine Wendemöglichkeit! Rückwärtsgang, Blick in Seitenspiegel und Navi.. alles stark verwässert vom heftigen Regen. Ich befürchte das steile Stück durch die Häuser mit Kurven schaff ich nicht rückwärts. Also aussteigen und zu Fuss eine Möglichkeit zum Wenden suchen. Auf einem kleinen Schotter/Erde Plätzchen neben einem halbzerfallenen Haus schaff ich’s dann mit X mal vor und zurück zu drehen, und hab ausgeschnauft als ich oben ankam.

Die Strassen sind eigentlich sehr gut, viele neu, fast keine Schlaglöcher und keine von Monstern abgebissene Strassenränder, sogar die auf Peloponnes meist wilde Bepflanzung am Strassenrand, oder eben auch mehr über die Strasse, war hier bestens zurück gestutzt.
Aber es lagen so einige Felsbrocken, Steine und Geröll auf der Strasse.. vom Regen runter gespült. Dann ein Arbeiter mit Warnweste stoppte mich, da war ein Erdrutsch über die Strasse und wurde gerade mit Bagger weg geräumt.


Ich war nicht unglücklich als ich dann ans Ziel kam und die Berge hinter mir liess, war wohl nicht die beste Idee diese Strecke bei dem Unwetter zu machen.
Und nun freue ich mich sehr auf dem wunderbaren fast leeren Platz beim Elafonissi Strand gelandet zu sein.
Da wo im Sommer die Hölle los ist, geniesse ich ein traumhaftes Plätzchen bei Bäumen (Hängesessel🥰😴), eine sagenhafte Ruhe, das Rauschen des Meeres im Hintergrund. Tolle Wege zum Spazieren, lustige Felsgebilde.Traumhafter Strand. Offiziell erlaubt, riesiges Free Parking Gelände, leider ist das Wasser im Winter abgestellt, sonst hat es Duschen und Toilettenhäuschen, Tavernen etc. ein Kiteboarder Paradies.. heute waren grad mal zwei da!
Und noch was Gutes… Internet und TV funktionieren tipptopp, könnte sogar weiter beim Surferstrand, deren Free WLAN benutzen.
Ich bleibe noch paar Nächte!


Liebi Grüessli us de Monschterburg 😘

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