Hurra … wir sind pünktlich angekommen und haben 14 45 Uhr Peloponnes betreten 😃

Wieder on Tour…

Die Reise zur Überwinterung nach Peloponnes hat am 28.September leider traurig begonnen.
An diesem Morgen, wir standen noch bei Tom und Denise, ging es Castello ganz schlecht, er zeigte mir, dass er nun nicht mehr kann. So fuhren wir schweren Herzens zu der Tierärztin von Denise, die mir versicherte die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie war sehr einfühlsam und liebevoll mit Castello, er der sich nie etwas gefallen lassen wollte und kratzen und beissen konnte wie ein Tiger, war ganz ruhig und vertrauensvoll.
Friedlich und ich glaube zufrieden durfte er in meinen Armen einschlafen.
Er fehlt uns fest, immer wieder ertappe ich mich beim Wegfahren von einem Platz wie ich mich suchend in der Monschterburg umsehe, ob alle an Bord sind und mir dann wieder bewusst wird, dass wir nur noch zu Dritt sind.

Eigentlich hatte ich mir eine Übernachtung auf dem Gotthard eingeplant. Die Fahrt über den Pass war schön und fast keine Autos. Die Hunde genossen es im Schnee rum zu tollen. Es war aber noch zu früh für ein Übernachtungsplatz und zum Verweilen zu unfreundliches Wetter. Also weiter… und immer weiter. Irgendwie fand ich kein passendes Örtchen, sodass ich wieder mal den Fehler machte und in die Dunkelheit fuhr und dann in meiner Not einen Parkplatz an der Nachts kaum befahrenen Strasse benutzte. Da bin ich bei Tag schon vorbei gefahren, über ganz enge Strassen durch Dörfchen am See. Zum Glück war ein Linienbus vor mir, der mir schön den Weg „ frei pfadete“ … wenn der durchkommt schafft das die Monschterburg ja wohl auch. Bei einem anderen Bergsträsschen musste ich aber leider kapitulieren, so enge steile Spitzkehren zwischen Mäuerchen durch… ich hatte alle Mühe uns wieder aus der brenzligen Situation raus zu manövrieren.
Die App Park4Night wird leider immer unbraubarer, zu viele meinen, Plätze veröffentlichen zu müssen, verletzen dabei aber alle Regeln. Setzen Fotos online die von der besten Position aufgenommen sind und oft über verbotene Strässchen erreicht werden müssten.
Geschlafen hab ich aber ganz prima dort.
Die Fahrt am nächsten Tag brachte mich auch wieder schnell weiter, irgendwie nicht so mein Gebiet und so landete ich am Abend wieder auf einem .. na ja nicht eben idyllischen Parkplatz bei Crema. Leider mit viel Strassenlampenlicht und mit Tausenden Kerzenlichtern vom nebenan liegenden mega riesigen Friedhof. Sowas habe ich noch nie gesehen. Beim Hundespaziergang hab ich mich auch voll verlaufen, die Strasse endete im Hintersten Teil des Friedhofes und ich fand keinen Ausgang. So mussten wir nun im Friedhof um die ganzen Mauern und Gitterzäune bis zum einzigen Haupteingang. Ausgerechnet ich wo keine Friedhöfe mag und dann erst noch so einen unschönen.. ein Grab wie das andere.. hat ausgesehen wie Schubladen in mächtigen Betonblocks, jede Schublade mit Foto und Aufschrift und Kerze ..brrr! Dafür lernte ich ein nettes italienisches Paar kennen, die auch im (bunten) Womo leben. Cristina und Andrea. Cristina spricht sehr gut Deutsch und so hatten wir gute Gespräche und wir verstanden uns prima. Wir werden uns sicher wieder mal sehen!
Sie hat ihr süsses altes Womo selber bemalt und sie haben auch Hunde dabei.

Für die nächste Nacht versprach ich meinen zwei Wauzis einen Monschterburgmässigen Rastplatz.. bei Crotta d‘Adda am Flussufer fand ich ihn auch.. leider mit Regen.. dafür mit OHNE Internet.
So verliessen wir den netten Platz auch am nächsten Tag schon wieder.
Eigentlich müsste es doch auch in Italien einladende Plätzchen geben.. fand dann ein mit paar lustig bemalten Hausbooten, die das Wasser wohl schon länger nicht mehr sehen und einer Gruppe feiernden Italiener (Dauercamper!?)


Bei Boretto einem kleinen Hafen am Po (ja da stand ich dann Nachts wirklich am A…
Eigentlich wärs ganz nett, eine Wiese neben einem Schotterparkplatz, mit Sicht auf den Po (Fluss), das Lokal weiter vorne war (noch!) geschlossen und es waren nur wenige Menschen am spazieren. Doch das änderte sich gegen Abend, immer mehr Autos kamen an, bildeten am Schiffssteg eine grosse, fröhliche Gruppe. Dann ertönte Musik, ein geschmücktes Cabrio brauste heran woraus ein glückliches Brautpaar ausstieg und mit Herzkonfetti, Klatschen und Hurra begrüsst wurde und zum Hochzeitsmarsch den Steg zum Schiff runter schritten. Musik, Gelächter und Geplauder.. dann wurde es stiller, nehme an das Aperobuffet wurde eröffnet,danach war eine Zeit Stille… bis die Hochzeitsgesellschaft von der Ausfahrt zurück waren. Später ein knallendes Feuerwerk und dann für eine Zeit war der Platz ruhig. Aber dann ging’s los, die geschlossenen Lokale hinten entpuppten sich zum Nachtclub für die junge Bevölkerung und das Getöse vom Lärm das die Jugend Musik nennt geht los… bis Vier Uhr dröhnten die Lautsprecher!
Also verlasse ich auch diesen Platz ohne Bedauern! Fahre weiter ein Stück einen Hügel hoch und erreiche eine Agricultura, hab da einen Hundespaziergang gemacht, es war ein botanischer Lehrgang mit alten, vergessenen Früchten, einige Weiden mit Kleinvieh, Geflügel, Pferden und Kühen. Paar hundert Meter ein Museum von irgend was. Zwei ältere Männer hocken plaudernd vor dem Eingang und der eine spricht mich nett an, er kann Französisch und wir unterhalten uns etwas, ich frage ihn gleich ob ich über Nacht parkieren darf. Super …bis kurz vor 4 Uhr hab ich gut geschlafen, ausser einem zwischendurch zu hörendem alten Ventilator beim unbewohnten Gebäude neben an und einem bellendem Hund von einem weit entferntem Hof war kein Laut zu hören. .. bis ich dann von einem monotonem „Telefonklingeln“ mit regelmässigem Echo, aus dem Wald geweckt wurde. Da kommunizierten wohl paar verliebte Vögel🤣.
Frisch und ausgeschlafen fahren wir weiter … irgendwann kommen wir ans Meer, nein auch das ist nicht meins! Ich weiss zwar wo das Meer wäre komme aber mit dem Womo lange nicht hin, alles voller Hotels und Ferienwohnungen. Menschenmengen sind noch unterwegs. Durch Rimini und immer weiter dann zwing ich das Tante Garmin zur Ruhe, ich hab mich von ihrer Ansage getrennt denn sie war pikelhart mit wiederholen : Bitte Wenden! Ich hatte nämlich einen Wegweiser mit Panoramastrasse entdeckt… rauf und runter der Küste nach.. endlich wieder was für mein Gemüt. Nur ein hübsches Plätzchen zum Übernachten war auch hier nicht zu finden, bin halt schon etwas verwöhnt!
Später von der Hauptstrasse aus, erblicke ich am Strand, auf der anderen Seite der Bahnlinie 3 Womos bei einer Taverne, das ist es.. mein Übernachtungsplatz, ein feines Nachtessen und mit Hunden am Strand spielen!! … doch wie komm ich dahin?! 3x hab ich verkehrswidrig gewendet, falsch wieder in den Verkehr eingefahren doch nicht rausgefunden wie zum Kuckuck die drei Womos dort hin gelangten. Die Unterführungen der Bahnlinie waren mit 2M10 Höhe markiert, ohne Hilfe einer Beifahrerin kann ich kein Risiko eingehen.. Schade wär so schön gewesen, so fahre ich halt einen P4N Parkplatz oberhalb Ancona an, auf einer Seite vielbefahrene Hauptstrasse und andere Seite schöner Park mit toller Meersicht. Leider auch wieder lärmig.


Nun hab ich genug von dieser Seite Italiens, fahre kurz entschlossen zum Hafen und versuche mein Glück.. und JAAA ich kann mein Ticket für die heutige Fähre.. eine Woche früher als gebucht, umbuchen! Juppyeeee .. ich bin auf dem Seeweg Richtung Patras. Zwar wieder mal ohne Internet, Telefon und TV.. dafür mit Zeit um den Blogbeitrag zu schreiben und dann auf festem Boden mit Fotos zu bestücken und dem Internet zu übergeben.
Rundum sind alle Womos auf „Schlafmodus“ schön brav die Rollos zu.. ich werd mich nie dran gewöhnen und fühl mich gleich eingesperrt.
Eigentlich wollte ich oben was essen gehen, bin dann mal mit den Hunden „spazieren“ gegangen, beim zurück gehen, obwohl ich mir brav die Nr. des Decks gemerkt habe, verlaufen und lange kein Mensch der mir helfen konnte. Ich mit Hunden im Schlepptau Treppe hoch und runter, die verflixten Türen zu den Garagen wollten sich nicht öffnen lassen.. bis mir endlich jemand sagte ich könne nur die hinterste Treppe runter und diese Türe öffnen, ein Mädchen fragte mich ob mir das bunte Womo gehört und sie zeigte mir dann den Weg durchs „Labyrinth“.
Gute Nacht in die Heimat.. nur noch ca. 18 Stunden und ich bin auf Hellas🇬🇷😍 festem Boden. Ich freue mich auf Peloponnes und meine Freunde und Bekannten! … und auf die idyllischen Plätzchen an einsamen Stränden und Buchten!
Liebi Grüessli us de Monschterburg ..Lisi und zwei schnarchenden Wauzis.😘

Kommentar verfassen