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DIE 7 WILDEN von der Monschterburg.. Das sind wir: Lisi Rudelführerin, Ernährerin, Fahrerin und leitende Zweibeinerin. Eine angegraute etwas unkonventionelle, bisschen verrückte, mutige, abenteuerlustige, neugierige, suchende, Tier-und Naturverbundene Frau. Auf ihrem neuen, guten Weg - dem Leben und Reisen auf Vier Räder. -Zuhause ist... wo Frau glücklich ist .. wo die Monschterburg steht - Irgendwo auf Entdeckungsreise durch Europa. -Nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern dem Neuen mit Freuden entgegen blicken! JANOSCH: mein Oldie, Golden Retriever, Therapiehund in Rente, vorläufiger Beifahrer, Co Pilot und Alarmanlage und FREUND ANDRA: Bullmastiff Hündin, mein Kuschelmonster, das ausser Kuscheln, Schmusen, Schlabbern, Schlafen und Schnarchen auch gut Bewachen kann! JUNE: die WoMo Tigerin... ein Hund im Katzenpelz, die ihr Hunderudel über Alles liebt. R.I.P 2.12.2017

Traurig… die Monschterburg ist wieder auf 4 Bewohner geschrumpft

13.5.2019

Genau diese Tage, am 12.5.2016, vor 3 Jahren, war ich am gleichen Punkt….

Sigi hat mich wieder verlassen.

Mit dem Unterschied: dieses Mal bin ich „nur“ sehr traurig, nicht mehr verzweifelt, hilflos, fassungslos, am Boden zerstört.

Dieses Mal hatte ich dieses Gespür doch immer im Hinterkopf und ahnte, dass es auch dieses Mal nicht ewig so gut laufen konnte und halten würde, obwohl es doch so vielversprechend begann. Hatten wir doch aus unseren Fehlern gelernt, haben uns ans enge Zusammenleben im Womo gewöhnt und sind viel gelassener geworden.

Wir hatten einen schönen, harmonischen Winter in Griechenland und erlebten als eingespieltes, gutes Team tolle, traumhafte und abenteuerliche Reisen und hatten noch so viele weitere Abenteuer geplant.

Auch wenn es nicht mehr diese grosse Verliebtheit draus wurde, hatten wir uns lieb. Ich hoffte das Gefühl der Verbundenheit und Vertrauen würde mit der Zeit wieder wachsen und heilen, hatten wir doch so viel gemeinsam, empfanden so viele Freuden zusammen und sprachen oft gleichzeitig die gleichen Worte der Gefühle und Freude aus, wenn wir was Schönes entdeckten.

… Nur aussprechen und diskutieren konnten wir nicht gut genug.

Mal im Unmut zu schnell und unüberlegte Worte, die bei mir so schnell vergessen wie gesagt sind, nimmt Sigi total ernst,persönlich und als Grund zur Trennung. Vergessen sind die guten Vorsätze, vergessen die guten, harmonischen Zeiten.

Nun beginnt für mich wieder das Reisen als Single, als allein reisende Womofahrerin..

Um ehrlich zu sein, auch wenn ich Sigi den Monat vom Heimaturlaub öfters vermisste, genoss ich aber auch das frei und ungebunden Sein/ Reisen. Einfach nach Lust und Laune zu fahren, das zu tun wonach mir gerade ist, ohne Absprache und Erklärungen, einzig der Verantwortung der Tiere gegenüber gerecht zu sein.

Doch dann fehlen eben auch wieder die Glücksmomente, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, Geborgenheit, das Mitteilen, das gemeinsame Erleben…. das WIR!

Ich hab noch keinen Plan wohin, Schottland jedenfalls wird auf später mal verschoben, alleine zu weit, zu anstrengend und unbefriedigend ohne die wunderschönen Eindrücke, Landschaften Erlebnisse mitteilen und gemeinsam erleben zu können.

Erst mal kommt die Monschterburg am Mittwoch in die Werkstatt für eine „Pflegekur“ damit sie für die kommenden Reisen wieder fit und munter ist.

Die SAT Anlage hab ich, nach telefonischer Anfrage (bei Fa. Crystop) und Anleitung per Email, wieder zum Funktionieren gebracht, worauf ich ganz stolz bin und es hat mein Selbstvertrauen gestärkt.

Bis bald… ich hoffe ihr bleibt dem Monschterburg Blog treu!

Die Monschterburg gibts noch! Der Blog machte nur mal kurz Pause.

Wir sind gut in der Heimat gelandet… Sigi mit Rulo in Heidelberg und der Pfalz und ich zog mit Janosch, Andra und Castello in der Monschterburg Richtung Schweiz.

Erster Stop lag bei Schifferstadt, wo Daniel Eichhorn den überstrapazierten, vollkommen verstaubten und versandeten Kühlschrank wieder zum Kühlen brachte. Lüfter wurde montiert und ein Dachdurchgang fürs Scheinwerferkabel gesetzt, damit auch das Dachfenster wieder gut dichtet und dem ach so vielen Regen trotzt.

Ich lackierte die alte und die neue Radlaufblende grün und montierte diese wieder. Der mobile Gasprüfer kam auf den Platz und machte an der Gasanlage der Monschterburg die obligatorische Gasprüfung. Wir hatten ein nettes Wochenende in gemütlichem Freundeskreis.

Nächster Zwischenstop am Rhein, wo ich mich mit Sabine traf und am nächsten Morgen meisterte ich dann die Autobahnstrecke durch den Schwarzwald… zur „nächsten Sabine“😂. Auf einem Wanderparkplatz konnte ich bequem über Nacht stehen und auch schöne Hundespaziergänge machen.

Nächster Halt.. bei Mischa und Gabi auf dem Parkplatz vor ihrem Haus, dann entführten sie mich in ein tolles Restaurant wo wir fantastisch gegessen haben.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Morgen.. den inzwischen obligatorischen Übernachtungshalt an meinem Lieblings Kinderzeit Ferienort.. im Bergli bei Embrach. Da im Hause meiner Lieblingscousine und ihrem Mann hab ich eine tolle, naturnahe, abenteuerliche, wunderschöne Ferienzeit und Erlebnisse meiner Kindheit genossen!

Die nächste Zeit bei meinem Sohn und Schwiegertochter Tom und Denise.. auf Homebase.. von da konnte ich meine Erledigungen, Arztbesuche, Untersuchungen, Freundes Besuche, Reparatur- und Bastelarbeiten an der Monschterburg etc. erledigen.

Mein Gewicht hat sich gut nach unten entwickelt, den Gürtel schnall ich 6 Löcher enger, trotz der leckeren Küche, mit der Tom mich und natürlich Denise, abendlich verwöhnte. Na ja… auch er weiss inzwischen wie gesunde und Diabetes gerechte Ernährung funktioniert 😉.

Ich hatte mir ja so vieles vorgenommen in dieser Zeit, doch die Zeit verging wie im Fluge und einige Besuche und vieles mehr musste ich auf nächsten Heimaturlaub aufschieben.

Paar Fotos von Besuchen:

 

Also alle lieben Freunde und Bekannte die ich diesmal nicht besuchen konnte, seid mir bitte nicht böse.. ich hab euch nicht vergessen!

Bevor ich aber bis Heidelberg fuhr, war ich noch mit lieben Womofreunden in der Pfalz zu einem gemütlichen Treffen verabredet. Ein idyllischer Platz, am Wald mit Grillhütte und viel Natur pur! Vögel Gezwitscher und Rehbock Gebrüll.  Ideal für die Hunde und Kater. Castello hat Hundefreunde gefunden mit denen er rumspielen konnte!

Danach zogen wir noch paar Nächte an den Rhein.

Bei Heidelberg bezog ich „meinen“ gewohnten Übernachtungsplatz beim Märchenparadies, da ist der Riesenparkplatz im Wald abends leer, Castello findet es ganz toll da und seine Erkundungs, Mäusejagdrunden werden immer ausgedehnter.

Dank dem Tractive hab ich aber den Überblick und seit neustem hat er selbstständig dazu gelernt: Wenn ich ihn live suche und das kleine LED Licht an seinem Sender blinkt, kommt er fast immer schnurstraks nach Hause… ausser er hat im Sturm und Regen, im stockdunklen Wald, die Orientierung verloren oder findet das Schlupfloch in der Parkumzäunung nicht mehr. Es dauert dann etwas länger, ich beginne mich schon zu ängstigen.. doch bis jetzt fand er immer zurück👍🤗🍀!

Sigi hatte noch Arzttermin um die Resultate der MRI’s zu erfahren, welche zwar unbefriedigend und ohne wirklich konkrete Ergebnisse ausfielen. Nun nach einem guten Monat Aufenthalt, mit ewigen starken Beinschmerzen, verschrieb ihr der Arzt Physiotherapie, wo er ja wusste, dass wir weiter fahren wollen.

Nach zwei Anwendungen, die ihr guttaten, ich dabei zusah um dies weiter zu machen, sind wir jetzt wieder auf „grosser Fahrt“🤣😃

Wir sind froh, dass keine von uns eine befürchtete OP machen musste. Meiner Gesund- und Fitheit geht es dank konsequenter Ernährungsumstellung viel besser, ich habe meine Diabetes, Blutdruck, Leber und Galle gut im Griff… und auch viele andere „Altersbeschwerden“ Ziepen, Zimperlein und Wehwehchen sind weniger geworden… eine Aufmunterung und Bestätigung weiter zu machen!

Nun noch letzter kurzer Aufenthalt bei Anja und Jan, bei ihrem süssen, bunten Knusperhaus. Wir nutzen die heutige Sonne und hoffen, unsere hier gewaschene Wäsche trocken zu bringen.

Morgen gehts dann gegen Niederlanden, wir wollen schauen ob wir eine Fähre nach England kriegen können, vor allem eine mit kürzerer Überfahrtszeit und erträglichen Bedingungen für die Hunde.

Schottland wäre unser Ziel!

Den kürzesten Weg, von Frankreich nach Dover, können wir leider wegen Andra nicht machen, das Risiko ist uns zu gross für unsere Kampfschmuserin.

Nun wir nehmens wie es kommt, falls es keine annehmbare Lösung gibt… gibt es noch viele andere schöne Länder und Routen!

Lasst euch überraschen und begleitet uns mit dem Blog auf unseren nächsten Abenteuern….

Liebi Grüessli .. die 6 Wilden von der Monschterburg😘😘

PS.: Ja .. von den 7 Wilden sind leider nur noch 6 geblieben😢. Micky ist in Griechenland über die Regenbogenbrücke gegangen, wir vermissen den quirligen, schmusigen Clown immer noch! Nächsten Winter werden wir seinen Grabhügel wieder besuchen.

R.I.P. Micky

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Die Km werden weniger.. wir nähern uns langsam DE und CH

Leider hat es wieder mit der Flussfahrt durch die mächtige Schlucht nicht geklappt, die Schiffe fahren erst im Mai wieder. So fuhren wir halt nur bis zur Fährstation und Endstation der befahrbaren Strecke hoch und fuhren danach wieder die Strecke nach Shkodra zurück.

Eine Nacht auf dem wohl dreckigsten Übernachtungsplatz am Lac Shkodra verbracht. Vor dem Grenzübergang Hani Hotit setzten wir unsere Passagiere wegen zu grossem Übergewicht und…😉 aus.. sie spazierten die zwei km als Rucksacktramper über die Grenze… lieb wie wir nun mal sind, nahmen wir dann später die zwei Tramper in die Monschterburg auf.  In Podgorica füllten wir unsere Futtervorräte auf, kauften eine montenegranische SIM Karte fürs Internet… die dann leider nicht funktionierte und wir somit  wieder mal von der Umwelt abgeschnitten waren ☹️. Wie geniesse ich es, wenn wieder im EU Bereich das mobile Internet unbeschränkt und ohne separaten Kauf einer Simkarte des besuchten Landes funktioniert. Danke Sunrise, dass ihr das nun geschafft habt!

Die geplante Route führte uns wieder ins Gebirge. Wau was für eine imponierende Schlucht mit grün-blauem Fluss, steile Felswände recht tief runter und links teils überhängend hoch, dazwischen kleinere und grössere in den Fels gehauene Tunnel. Bei einem Parkplatz führte ein Schotterweg zum Fluss runter, nach Inspektion zu Fuss wagten wir es runter zu fahren und wurden toll belohnt dafür. Ein kleiner Strand, grad genug Platz fürs Womo und das Minizelt der Jungen. Trotz empfindlicher Kälte kriegte Sigi ihren Geburtstagswunsch.. Jan baute eine schöne Feuerstelle, zersägte schweisstreibend einen kleinen Stamm,  und ich grillte das Fleisch, dazu Sigi’s leckerer Makkaronisalat (brav ernährungsgerecht mit Vollkorn Teigwaren😉) und seit drei Monaten… meinem dritten Bierchen🤗👍🍺. Am nächsten Morgen zur Abwechslung wieder mal Regen, wir flüchten hoch bevor der Schotterweg unfahrbar wird und frühstücken oben. Den nächsten Übernachtungsplatz planen wir bei einem Camp, finden auch ein nettes Plätzchen bei einem kleinen Bauernhof mit schön flacher Campwiese und Bungalows. In der Nacht schneit es, es ist stockdunkel und bis auf den Schnee, der ab und zu vom Baum aufs Womodach prasselt, kein Ton. Der morgentliche Blick aus dem Fenster… alles dick weiss! Castello hüpft erstaunt fragend durch den Schnee, den ersten Pulverschnee für den unerfahrenen Jungkater! Janosch erinnert sich doch wieder an seine früheren Schneepläuschen und freut sich.  Es ist eisig kalt. Nach dem Frühstück wollen wir los, bis zum Haus schaffen wir es knapp, dann gräbt sich ein Rad ein, der Besitzer schaufelt noch mehr Schnee weg, holt etwas Kies und streut eine Spur. Auf die Strasse kommen wir wieder hoch, doch leider müssen wir wieder zurück, übers Gebirge ist es zu riskant. Die Strassen werden hier zwar recht gut geräumt aber halt nicht die weitere Strecke hoch. Auf dem Weg nach unten nehmen wir dann noch einen  Autostopper mit, der Lehrer der paar umliegenden Häuser, statt der 10 Kinder kam nur eines in die Schule … juhuuu Schneefrei!

Richtung Bosnien-Herzegowina fahren wir wieder über Berge, mit gut ausgebauter Strasse. Wunderschön die Landschaft und am Jezero Slanzko finden wir auch ein traumhaftes Übernachtungsplätzchen, zwar etwas stürmisch, besonders das kleine Zelt von Anja und Jan verwandelte sich fast zu einem Luftballon.

Beim Zoll nach Bosnien-Herzegowina waren wir schnell durch, es war nur ein kleiner Übergang. Diese Strecke waren wir schon mal gefahren… wir wollen doch nochmals von den drei Strickfrauen Schafwollsocken kaufen, die sie letztes Mal auf Wäscheleinen zwischen Bäumen zum Verkauf anboten… für nur 5 €. Die sind im Womo genau das Richtige, um zwischen unseren Fellknäueln durch zu tapsen ohne sie zu treten🤗👍, zudem haben wir kuschelig warme Füsse. Gespannt erwarteten wir die Stelle wo das war… und wurden schwer enttäuscht.. die einzige Frau, die dort war, hatte nur paar Ramschstrickwaren und war am Spinnen der Wolle.. wir sind einen Monat zu früh dran!

Zwei Nächte stehen wir wieder mal bei Elma und Alen, ausser Gerhard, der hier Stammgast ist, sind wir die einzigen Gäste. Wie immer werden wir mit Willkommensdrink und später leckerem Nachtessen verwöhnt, für mich gibts Fisch, gegrilltes Gemüse und Salat.

Morgen fahren wir Richtung Kroatien, aber nicht an der Küste nach.. haben wir vom letzten Mal die Nase voll.. Womoverbote und Höhenbeschränkungs Barrieren am Strand.. und nein nicht wie in Griechenland mal so für den Sommer hingestellt, sondern dafür gedacht, Womofahrer auf die wenigen, jetzt geöffneten, teuren Campingplätze zu zwingen.

 

Schönes Albanien…

….Noch einmal in so verzwickte Lagen wie auf der Bergstrecke nach Permet wollten wir aber nicht nochmals kommen und verzichteten somit nach zwei nur paar km langen Versuchen, ein günstig gelegenes Übernachtungsplätzchen zu finden.

Auch die Suche an einem Strand war erfolglos. Entweder landeten wir an verschlossenen Gittertoren, oder der Strand war mit Pinienwäldern bewachsen, Müllhalden über das ganze Gebiet verstreut mit im Müll „weidenden“ Kühen, wir versuchten es auf allen Seiten vom Flughafen Tirana. Noch einen Versuch, zwar ein Park4Night Stelllplatz bei einem Restaurant, aber wir mussten vor der Nacht ja was finden, das am andern Tag bei Dunkelheit einigermassen gut anzufahren wäre, nachdem wir Jan vom Flug abgeholt haben würden.

Der Stellplatz war gerade im Bau oder in Renovation und die Einfahrt mit Steinbrocken gesperrt, also noch einen Versuch, dahinter an den Strand zu gelangen. Da die Strasse wieder mal im Sande verlief und der ganze Strand mit breitem Pinienstreifen begrenzt war, wendeten wir wieder. Auf der Höhe des Restaurants kam ein winkender Mann, der uns auf die nun geräumte Einfahrt verwies, uns nett begrüsste und meinte:

Welcome… stand for free! Ein Stellplatz für uns alleine, inkl. Entsorgung, Wasser und Strom (was wir ja nicht brauchten), auch ein noch nicht fertiges Sanitärgebäude konnte provisorisch benutzt werden. Der Platz war sauber, ruhig und das Essen in dem Restaurant lecker und äusserst nett bedient wurden wir ebenfalls. 

So blieben wir drei Nächte da, holten am 2. Tag Jan vom Flughafen, im Dunkeln die 38 km zurück zum SP war anstrengend, musste ich doch dauernd auf die Löcher in der Strasse achten. Am nächsten Tag holten wir noch Anja vom Flieger ab.

Nun geht die Reise mit überfülltem Womo weiter, über Umwege Richtung Heimat. Die Strecke bis Shkodra auf der Schnelllstrasse/Autobahn war anstrengend und ziemlich nichts sagend, aber wir freuten uns auf das mega feine Essen im Restaurant am Fluss, an das wir uns von den letzten Winterfahrten erinnerten.

Die Hunde auf der Wiese im Park, wo wir uns hinstellten, begrüssten uns, das ganze Rudel war immer noch da. Die Stadt war unerwartet stark belebt. Im Restaurant spielte laut Musik und es schien drinnen recht voll zu sein. Wir setzten uns in den Garten, wo nur wenige Tische belegt waren. Eine Ewigkeit kam kein Kellner, als er dann endlich kam und nicht gerade begeistert nach unserer Bestellung fragte… die erste Enttäuschung.. die gegrillte Leber, fantastischer Salatteller und mit Brotteig überbackener Käse war nicht auf der minimalisierten Speisekarte.

Wenigstens die Getränke kamen in absehbarer Zeit, wobei mein Glas fürs Mineralwasser schmutzig und aus zweiter Hand aussah. 

Wir hatten viel zu reden und zu sehen.. wunderten uns über die laute Musik, die vielen prominierenden Menschen und die vielen Frauen alle rausgeputzt in ihren besten Roben. Dann fiel uns endlich auf, im Restaurant drinnen waren nur, bis aufs Personal und kleine Knaben, Frauen. Auch auf der Strasse hauptsächlich Frauen, was war da bloss los? Google beantwortete uns dann bald die Frage…. es war Albanischer Muttertag und Weltfrauentag!!

Nach 1 1/2 Std. Wartezeit aufs Essen ging Jan mal fragen, wie lange es denn noch geht, schliesslich hatten wir noch eine längere Fahrt vor uns.

Der Kellner meinte dann, tja da müssen sie halt noch etwas warten, wir haben eben viel zu tun. Hätte er ja auch vor der Bestellung sagen können!! Nach 2 Std. legten wir einen üblichen Betrag für die vier Getränke hin und verliessen hungrig und enttäuscht  den ungastlichen Ort!

Nach ca. 20 km wurden wir belohnt, ein nettes Lokal mit romantischem Garten, einem überaus freundlichen Kellner, super schnellem Service und ausgezeichnetem Essen entschädigte uns für die vorherige „Niederlage“. 

Schon bald konnten wir auch die schöne Gegend geniessen, bald kletterte die Monschterburg wieder die Bergstrassen hinauf, am Fluss entlang der immer wieder zu Seen wurde. Die „gute“ Strasse bekam mit jedem km mehr Wellen und Löcher, Esel, Ziegen, Schafe und Kühe marschierten Richtung Hof und blickten erstaunt auf unser komisches rollendes Haus. 

Dank der langen Warterei in Shkodra wurde unsere Zeitplanung zum nächsten Übernachtungsplatz zunichte gemacht und wieder mal wurde es dunkle Nacht, bis wir, über die inzwischen auch wieder anstrengende Holperstrasse, die Monschterburg parkieren konnten.   

Der erste Blick morgens früh, noch in der Dämmerung, die sich im Fluss/See, Drin Drini, spiegelnden Berge…. traumhafte Aussicht!! Der funkelnde Sternenhimmel ist leider gegen Morgen einer sich ab und zu entleerenden, grauen Wolkendecke gewichen. 

Was aber nicht so schlimm ist.. heute ist ein ruhiger Tag, die Jungen schlafen noch in ihrem Minizelt, erholen sich von den Flugstrapazen, Sigi schläft auch noch und ich nutze die ruhige Gelegenheit, im Blog zu berichten.

Später fahren wir das kurze Stück bis nach Koman zur Rozafa Ferry, da haben wir morgen eine erlebnisreiche Flussfahrt vor. Keine Ahnung was uns genau erwartet, wir lassen uns überraschen. 

Wieder mal kein funktionierendes Internet…. wir senden euch liebe Grüsse… Buschtrommel… Rauchzeichen… Brieftaube!! Bis zum nächsten WIFI ;-))

 

Im nächsten Leben fahren wir ein Allrad Fahrzeug mit genügend Bodenfreiheit

….von der schönen Lagune Amvrakikos Kolpos bei Menidi gings dann über Arta, an einer schönen historischen Brücke vorbei. Natürlich nicht die Autobahn, die Bergstrecke bot ja so viel Schönes zu erblicken. Z. B. vor Kerasonas die alten Aquäduktreste am Fluss Louros.

Bei Ioannina: Besuch der Ikea, nur schnellstens in die Gartenmöbelabteilung, den geklauten Tisch durch ein ähnliches Exemplar ersetzt. Nach erfolglosem Kaufversuch im Elektroladen machten wir noch einen letzten Einkauf bei AB und Sklavenitis und dann hatten wir endgültig die Nase von Stadt und Einkaufen voll. Wir flüchteten wieder in die Höhe und fanden bei einem Monument, zu Ehren der Frauen von Zagori, die in den Kriegsjahren 1940-41 (gegen Italien) unter strengsten Witterungsbedingungen und in schwerem Gelände die griechischen Kämpfer, zu Fuss, mit Proviant und Munition versorgt haben.  Es war wieder mal eine stürmische Nacht, jedoch mit absoluter Traumsicht.

Am nächsten Tag als krönender Abschluss von Griechenland…. die Vikosschlucht. Wir fuhren an kleinen Schneefeldern vorbei, liessen Janosch, den alten Schneehasen, in der Annahme, ihm eine Freude zu bereiten, raus, tja er hatte wohl vergessen wie er früher im Schnee gewälzt und gebuddelt hat :-(.  Immer höher rauf und der Schnee wurde mehr und mehr. Nun haben auch wir mal richtig Winter!  Über Vitsa und Monodentri und den Steinernen Wald kletterte die Monschterburg bis zum Aussichtspunkt Parkplatz, von dort spazierten wir ein teils Schnee bedecktes, eisiges Weglein runter, eine gewaltige Aussicht war die Belohnung. Steil konnte man den Blick in die riesige Schlucht werfen, 10 km lang ist sie und ca. 1000 Meter tief. Es hat sich eindeutig gelohnt hier rauf zu fahren!

Dem Vikosfluss, welcher später in die Aoös fliesst, von Griechenland nach Albanien, sind wir dann auch gefolgt bis ans Meer… wobei wir dazwischen einige Abenteuer erlebten.  Erstmal suchten wir wieder Benje Permët auf,  die Schlucht mit den Schwefel Thermen Quellen und der wunderschönen, prächtig erhaltenen, historischen Brücke. Drei Tage im Thermalwasser plantschen, wie im Luxus Thermalbad in den Schweizer Bergkurorten, direkt über den Beckenrand auf die gewaltige Schnee Gebirgskette blicken!  Wieder mal traumhaft!

Im Städtchen Permët war Betrieb,  Einheimische, Kinder und Touristen flanierten durch die Gassen, sassen in Cafes und die Kinder spielten. Ich wollte nur schnell eine Internet SIM Karte kaufen und paar Mandarinen und Orangen. Pech gehabt, im Vodafone Shop erklärte mir die nette Dame… ganze Stadt kein Strom, nichts kaufen!  Auf die Frage: wie lange voraussichtlich?  Vielleicht 2-4 Stunden !?  Ob die Bank eine Notstromgruppe hat, zum Glück funktionierte wenigstens der Geldautomat und ich konnte etwas Lek ziehen.

Tja und dann, wir hatten auf Park4Night ein nettes Übernachtungsplätzchen gesehen und die Koordinaten im Navi eingegeben. Dummerweise wusste Tante Garmin nicht, dass die „Strasse“ von dieser Seite nur bis Ballaban asphaltiert war (auf albanisch… etwas Teer mit vielen Löchern). Weiter rauf begann dann unser wohl grösstes Abenteuer dieser Reise und auch aller vorherigen. Was anfangs noch als holpriges Schottersträsschen begann, mit kleineren und grösseren Abrissen und Steinschlägen, entwickelte sich eher in ein ausgetrocknetes Bachbett, aber tapfer kämpfte sich die Monschterburg weiter und weiter und als wir ans Umkehren dachten und lange keine Wendemöglichkeit fanden, dachten wir, zurück wär wohl schlimmer als weiter zu fahren, sicher könne es nicht schlechter werden,  schliesslich haben uns 2,3 Leute gesehen und das Navi behauptete ja, wir sind richtig auf der  SH 74.  Wir dachten schon, jetzt sind wir oben, ohh diese Fernsicht über ein so gewaltiges Gebirge, ein kleiner Bergsee… eigentlich wärs schön hier zu bleiben, aber es war noch zu früh und wir arbeiteten uns Meter für Meter weiter bis……. Rummps … ich hatte die Monschterburg voll aufgesetzt. Es gab kein Zurück und kein Vor. Wir klemmten uns unters Womo, es kam uns zugute, dass wir so einiges an Umfang abgenommen hatten in letzter Zeit! Mit Klappspaten,  Heringen und Spitzhammer versuchten wir Stein für Stein zu lösen und zu entfernen, um den grossen Brocken unter der Hinterachse raus zu kriegen. Rettung nahte… ein albanisches junges Bauernpaar, mit ihren Eseln auf dem Heimweg von der Feldarbeit.

Mit vereinigten Kräften versuchten wir unser Fahrzeug wieder los zu bringen. Keine Chance! Per Handy orderte der Mann, Arian, einen Mann von Buz (nächstes Dörfchen) um Hilfe. Eine zerbeulte, rostige  asbachuralt Rostlaube von einem vorsintflutlichen Mercedes kroch heulend und qualmend den Hang hoch, die Schaufeln wurden von den Eseln gebunden, ein PKW-Wagenheber und ein riesiges Stemmeisen zu Hilfe genommen und die Steinbrocken weiterhin entfernt, andere Steine unter die Vorderräder gelegt und versucht und versucht. Es begann zu dunkeln, die Bäuerin und Sohn verabschiedeten sich und begaben sich alleine auf ihren langen Heimweg ins abgelegene Dörfchen Kurtez. Nach langen Versuchen, wir dachten schon wir müssen mitten auf dem Weg im Steilen übernachten, schafften wir es.  Mit dem restlichen Tsipouro vom Peloponnes und Umarmungen feierten wir den Erfolg (Sigi und ich natürlich brav ohne Tsipouro!). 50 Meter weiter unten war es etwas flach, da stellten wir uns am Weg an den Rand zum Schlafen. Wieder mal ganz nah an den Sternen, mit guter Luft, Dunkelheit und Ruhe.

Nach dem Frühstück wagten wir es weiter… was blieb uns anderes übrig ??  Nach 100 Metern aussteigen und zu Fuss die Fahrspurlinie rekognoszieren, nun versteh ich auch, warum Tom für seine Bergrennen mit dem Formeli so viel mit dem  Rennauto Simulator die Strecke von Trento geübt hatte! Bei mir hats zu wenig genutzt… und schon war ich wieder festgefahren. Nun wir haben ja Übung… Spaten, Hammer raus und graben, Bäumchen und Strauch kommt auch in den Weg zum nachher ausholen, müssen der kleinen Axt weichen.  Trotz kühler Bergluft hab ich eine gute Farbe im Gesicht (hochrot) und wir schwitzen.  Und dann naht wieder die helfende Hand… Arian mit Frau, Sohn und Eseln auf dem Weg zum Acker. Diesmal schaffen wir es ohne Mercedes Hilfe und Arian läuft noch einen Km vor uns den Weg zurück um mir Stein für Stein die Spur über die Gräben und Absätze zu zeigen. Dann fährt er mit uns noch den Berg hoch, bis die schlimmsten Stellen überstanden sind. Danke Arian und Familie, ihr wart unsere Rettung!

Der Weg ging weiter bis 1 km vor Buz (da wäre die Abzweigung zu der Übernachtungsstelle von Park4Night am Monastir, allerdings noch weitere 8 km Schotterbachbettweg entfernt) zeigte dann ab ins Tal, diesmal sogar geteert, mit kleineren Schäden. Dorftafeln oder Wegweiser ist hier unbekannt, Navi und Handy geben auch keine genaue Auskunft, doch jeder Fluss fliesst mal ins Meer…. so folgen wir dem Fluss weiter bis wir das Flachland erreichen.  Ab auf die SH4 und SH 8. In Vlores können wir endlich eine Simkarte erstehen…. juhuu wir sind wieder online!!

In den Bergen war es so herrlich angenehm sauber, keine wilden Müllhalden, kein Gestank, kein Lärm. Die landwirtschaftlichen Flächen bis auf die hinterste, steile Fläche sauber bewirtschaftet, viele Flächen mit jungen Olivenbäumchen angepflanzt, die Häuser und Gärten einfach, aber hübsch, sauber und aufgeräumt.  Dann der „Zivilisationsschock“: Menschenmengen, Autos und Müllhalden…überall am Strassenrand, Flussufer, grässlich! Wir sind froh, auf dem Weg zum Strandplatz, bei der Lagune bei Vlores, ein letztes, aber einladendes Restaurant zu finden und uns wieder mal ein leckeres Nachtessen zu gönnen. Auf dem Weg dahin fuhren wir durch einen Pinienwald, mit vielen umgefallenen, kranken und toten Bäumen und massenweise Pinien Prozessionsraupennestern. Hat uns nicht angemacht hier zu halten um in einer der Tavernen ein zu kehren.

Und nun stehen wir wieder auf der selben Ziegenwiese an der Küste wie letztes Jahr… der selbe Ziegenhirt kam heute morgen fröhlich winkend mit seiner grossen Herde vorbei und bis auf die Herdenhunde, die Nachts mal Rulo besuchten und rumbellten, war es herrlich ruhig.

Morgen ziehen wir weiter gegen Tirana, wir suchen ein gemütliches Plätzchen nicht allzuweit vom Flughafen TIRANA, um mit Jan dann zwei Nächte zu campen und dann am nächsten Tag Anja vom Flughafen abzuholen. So können wir schon vorher und bei Tageslicht einen geeigneten Übernachtungsplatz suchen und hoffentlich finden.
Bis demnächst aus der Monschterburg….

 

 

 

Stopp Schalter gesucht… der Sturm nervt!

Wäsche in netter, kleiner Wäscherei waschen lassen, Vorräte eingekauft und schon sind wir über die Rio Brücke, ein fantastisches Bauwerk, in der tollen Bucht bei Kato Vasiliki, wo wir auch schon von unseren Freunden erwartet werden.

Erstmal lassen wir uns wieder von der spektakulären Umgebung begeistern, genau wie im letzten Winter! Die Ziegen klettern hoch oben in der wilden Felswand, das Meer ist ganz ruhig. Die 1. Nacht absolute Stille… was sich aber schnell geändert hat, der Sturm wütet wieder mal ungnädig, peitscht die Wellen hoch und lässt hohe Gischtfontänen hochschiessen, die Windböen kommen von allen Seiten. Am hinteren Buchtende wird man „sandgestrahlt“ . Und das Unwetter hält nun schon die ganze Zeit an.  Nicht nur draussen stürmts… nein langsam dröhnt auch der Kopf und es zerrt an den Nerven!

 

Eigentlich wollten wir ins Dorf und wieder mal in eine Taverne… ein Ding der Unmöglichkeit. Ein Versuch, über den Rand der Bucht zu laufen scheitert, wenn man nicht weggerissen werden will, und auch mit dem Womo den einen Km auf der schmalen, überspülten Küstenstrasse zu fahren ist das Risiko zu gross!

So setzen wir uns Abends in die weichen Polster im Salon des Monsterschlosses und spielen bei Cappuccino und Tee ein unterhaltsames, lustiges Krambambuli Kartenspiel. 

Schön wieder mal einen gemütlichen Abend mit unseren Freunden zu geniessen… für lange Zeit den Letzten… wohl bis zum nächsten Winter.

Solange es noch hell war … ein eindrückliches Schauspiel aus den Fenstern im kuschelig warmen Womo. In stockfinsterer Nacht zerrt das Getobe, Gerüttel und Geflatter am und ums Womo an den Nerven! Da nützt kein „ in den Wind stellen“, die Monschterburg ächzt, knattert und stöhnt. Es schaukelt uns nur so rum und man hat das Gefühl, es zerreisst die Wände, reisst das Dach ab oder schleudert die Monschterburg fort wie eine leere Schuhschachtel. Und es nimmt kein Ende! 

Schön haben wir wenigstens wieder fliessend Wasser im Womo, Tina und Klaus haben uns gleich zwei Tauchpumpen von ZAMPÉTAS mitgebracht, die ich natürlich schnell gewechselt habe.

Der Sturm hält an, wir fahren weiter… so wird die Traumbucht langsam Albtraum.

Die Strecke Richtung Ioannina bringt erstmal  nicht viel besonderes, doch dann der von Klaus und Tina empfohlene Platz… auf einer Landzunge in einer Lagune… ein Feldweg und rechts und links grad mal ein Strandstreifen. Einmal „Seesicht“ aus beiden Schlafzimmerfenstern😄👍.

Bevor ich einparke befreit Sigi das Plätzchen erstmal von den ekligen Feuchttüechli und Müll… nun gefällt es uns prima! Die Wellen plätschern sanft und es bläst nur ein schwacher Wind!

Auf der einen Seite stolzieren Flamingos im seichten Wasser. Im Hintergrund leuchten die Schneeberge.

Von Tina haben wir grad gelesen, sie kommen wegen Sturm 9 Beauford nicht über die Brücke nach Patras.

 

 

Wie im Paradies… nur viel schöner!

Der Paralia Gianiskari ist wirklich die ultimativste Bucht aller peloponnesischer Traumstrände, wir können uns fast nicht erholen und sattsehen an soviel Schönheit. Ausser paar Flugzeugen, die mal drüber fliegen, die absolute Stille.

Zwischendurch gleiten Boote und grosse Schiffe in der Ferne vorbei. Das Paar, welches gestern Abend mit einem

als Expeditionsfahrzeug ausgebauten Toyota Landcruiser ankam, ist heute schon wieder weiter gefahren. Ein tolles Fahrzeug und der Clou… was ja immer mein Traum wäre… er hatte einen Mini Holzofen eingebaut 🤗👍. Die Sandbleche sahen benutzt aus…also fragte ich, ob sie die hier in den Dünen gebraucht hätten. Ich hab Ihnen gestern nämlich ganz fasziniert nachgeschaut, wie die vom festen Strandsand über die Dünen zum hintersten Teil der Bucht kletterten.. und ja, hinter den Sandhügeln, ausser unserem Blickfeld, hatten sie sich tief eingebuddelt und schafften es gerade mal knapp und ohne Seilwinde raus!

Über den Strand erblickten wir gestern schon einen Trampelweg mit Klauenspuren von Ziegen. Auf dem Rückweg unseres Spaziergangs zur hintersten Ecke, wo wir im, zwar kalten, aber traumhaft klaren, Wasser mit angenehmem Sandgrund… ohne Steine, keine Seeigel, kein Müll, nur die natürlichen trockenen Algen, ein herrlich erfrischendes Bad genossen, entdeckten wir oben über der Steilküste, im Gestrüpp, die Ziegen. Die kletterten da munter rum, man hörte zwischendurch ein Gebimmel und Meckern. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Womo, um vor der Ziegenherde mit unseren Vierbeinern zuhause zu sein. Castello hatte sich auf halber Strecke bei einer Schutzhütte, einer vorne zugemauerten Höhle, abgesetzt. Auf mein Rufen reagierte er erst mal nicht, er hatte was viel spannenderes entdeckt und fand das neue „Spielzeug“ toll. Mir blieb vor Schreck fast das Herz stehen. Spielte der Kater doch mit einem Krabbeltier mit hinten und vorne Skorpionartigen Stacheln und ganz vielen Beinen, ca. 12 cm lang und Sack schnell. Ich mit der einen Hand mit Stock bewaffnet das Vieh fort geschleudert und mit der andern Castello am Geschirr gepackt und fluchtartig das Weite gesucht… ja noch schnell ein Foto schiessen musste ich natürlich schon noch!

Wie mir die Googlesuche dann bestätigte, handelt es sich dabei um ein sehr giftiges Tausendfüsslertier.. mit nur 100 Beinen!

Und dann kam die Herde … mit drei Hunden begleitet kletterten die Ziegen über die Felsen durchs Gestrüpp runter zum Strand, wo sie vom Hirten und seiner Frau empfangen wurden. Bis die letzte der ca. 200-300 Tiere unten war durften sie am Strand Leckereien naschen, wir nehmen an Salz, Muschelkalk und Algen. Dann zogen sie an uns vorbei, der Hirte geleitete sie zum Aufstieg auf der anderen Buchtseite, wo sie begleitet von den tollen Hütehunden auf den nächsten Hügel verschwanden. Hirt und Frau setzten sich in ihren Pickup und fuhren davon. Einfach toll und für mich immer wieder ein super Schauspiel!

Schade müssen wir morgen weiter, nun haben wir dank der strahlenden Sonne genügend Strom, dafür keine funktionierende Wasserpumpe.

Könnt ihr die paradiesische Stille dieses Wunderplätzchens von den Fotos „hören“?

Morgen werden wir mit Sehnsucht zurück denken… in Patras hat aber dringend unser überfüllter Wäschesack ein Rendezvous mit der Laundry!🤣😉

Bis bald wieder… eure Monschterburgerli 

Welpen… Welpen und noch mehr Welpen!

Welpen und noch mehr Welpen… 

heute Morgen beim Wasser fassen, auf der Platte (Golden Beach, südlich Port Kyllini) entdeckten wir einen verlassenen Welpen in einer Kartonschachtel…. was nun? Erst mal das hungrige Mädel gefüttert und getränkt und beschmust! Es wird wohl so 10 Wochen alt sein. Zecken entfernt und stachelige Kletten aus dem flauschigen „Bärenpelz“ geschnitten. 

Sigi ist mit der Kleinen zur Strandbar hin gelaufen und ich bereitete ihr Futter, Wasser und ihre Schachtel im geschützten Vorzelt der Strandbar. Auf die Kühltruhe legten wir einen Sack Katzenfutter, Hundefutter und eine Dose Nassfutter für die nächsten Camper bereit. Die zwei Katzen von der Strandbar, welche von einem Mann gut versorgt werden, hat die Kleine schon wedelnd wahrgenommen, wir hoffen die drei freunden sich an! Schweren Herzens stellten wir dem Nimmersatt ein Schälchen mit Futter und Wasser hin und fuhren weg, in der Hoffnung, die Kleine schafft es und wird von weiteren Campern und dem Mann weiterhin gut versorgt. 

Auf der Weiterfahrt … welch Freude.. erblickten wir vor einer Taverne das Womo des Österreichischen Paares, welches wir gestern beim Spaziergang auf der Platte gesehen hatten. Super! Sigi ging zu Ihnen, erzählte die Story und bat darum, den Welpen weiter zu füttern und dem „Katzenmann“ davon zu erzählen. 

Viel Glück Kleine, vielleicht adoptieren dich bald liebe Menschen! Da wir in nächster Zeit Peloponnes und Griechenland verlassen und die Bestimmungen für Grenzübertritte, besonders ausserhalb EU Länder, streng sind, unser Rudel schon recht gross für die Monschterburg ist und der Platz zu eng, können wir die Kleine leider nicht behalten.

Also falls das jemand liest, der gerade in der Nähe der Platte, bei Kyllini, ist und schon lange einen treuen, tierischen Beifahrer ins Womo möchte… die Süsse wird es euch danken😍❤️🍀🐾🐾🍀❣️

Weiter fuhren wir die Strecke durch den Lagunensee, wo wir letzten Winter fast ersoffen sind und unsere Radlaufabdeckung verloren haben. Sigi meinte… wollen wir’s wagen… vielleicht liegt sie noch irgendwo im Sumpf und Schilf. Nach paar Meter, Sigi watete diesmal nur gut über die Knöchel rein und die Strecke war viel kürzer überflutet, entschieden wir uns lachend… Jaaaa wir wagens! Zwei Knochengerippe lagen da, ob die ertrunken sind?  Und siehe da.. ich hätt’s nicht geglaubt.. kaputte Überreste vom Radlauf🤣👍und Müll Müll und noch viel mehr Müll lag aufgehäuft neben der Strasse im Nationalparkgebiet. Einfach immer wieder erschreckend zum Kopfschütteln! Und da hin verirrt sich wohl  nicht so schnell ein Womofreisteher! Wo wir doch immer die Bösen sein sollen 🥵

Unser Ziel war Cap Araxos, obwohl ich etwas Angst hatte, nochmals Welpen zu finden. 

Uns erwartete aber eine grosse Schaf- und Ziegenherde mit ihrem netten Hirten, der von vielen (ca.10) Hütehunden, wovon einige Jungtiere und eine eine säugende Hündin war, umgeben war. Die Junghunde wurden im Rudel zum Hüten angelernt, das Ganze geschah schön ruhig … tolle Hunde. Aber für uns hiess das … diesmal kein guter Platz zum Freistehen, unser Rudel würde störend wirken, besonders da ausser der Herde und dem Hüterudel noch eine Schar mega süsser Winzlingswelpen deponiert waren, diesmal glücklicherweise nicht ausgesetzt, sondern die Kleinen mussten beim Häuschen warten bis ihre Mama und der Rest der Hundefamilie von der Arbeit zurück sind.

Was uns erst betrübte war wohl ein wohlwollendes Omen.. wir entschlossen uns, nochmals die Strasse an den „karibischen“ völlig einsamen (jetzt im Winter/Frühling) Gianiskari Beach zu wagen, da war die steile Strecke letztes Jahr zu matschig und es stürmte arg.

Ihr könnt es sehen… wir wurden belohnt… !

Auch duftet es herrlich aus dem Backofen… bald werden unsere knurrenden Mägen beruhigt!

Bis zum nächsten Abenteuer oder Vergnügen… eure Monschterburgerli’s 

Der Winter auf Peloponnes nähert sich dem Ende…

Am Strand, bei unserem „Wasserhausplätzchen“ bleiben wir paar Tage, gehen dann in Ermioni Vollkorn/Dinkelbrot einkaufen und dann nur paar km weiter an „unsere“ Silvesterbucht.

 

Wir wandern endlich mal zur Klosterruine und Kapelle hoch, obwohl wir schon so oft dort waren, haben wir den Marsch noch nie geschafft. Von oben belohnt uns eine prächtige Aussicht. Am nächsten Tag besuchen uns Gabi und Fred, schön die Beiden nochmals zu sehen bevor wir Peloponnes verlassen. Nach drei Nächten und oft schlechtem Wetter fällt unser Strom wieder mal aus, also fahren wir weiter. Wir fahren über Drepano, auch da hat es ein super Dinkelbrot…     tja wenn frau genug früh kommt ☹️das Regal war leider schon leer. Aber wir besuchten noch kurz Barbara und Hans, um uns bis zum nächsten Winter zu verabschieden und die zwei Welpen Sunny und Luna nochmals zu sehen… nächstes Mal werden sie ausgewachsene Hunde sein.

Unser weiterer Weg führte uns durch die Berge Richtung Tripolis, auf einem Schotterbergsträsschen hofften wir, ein schönes Übernachtungsplätzchen zu finden, jedoch war der Weg zu schmal und hatte keine Ausbuchtung zum Parkieren…  schade, eine wundervolle Aussicht bis zum Meer bot sich unseren Blicken an, inkl. kitschig rotem Sonnenuntergang. Nicht mehr allzuweit sollte die Kapelle, abseits der Hauptstrasse kommen, die wir letztes Mal gesehen haben. Es wird wieder mal dunkel und zu allem Überfluss verwandelt sich das Nass vom Himmel in Weiss.

 

Zum Glück können wir uns hinter der Kapelle etwas in den Windschatten stellen, es ist bissig kalt draussen. Am andern Morgen verzichten wir auf die Strecke zum Limni Ladonos, dem Stausee, wo wir letzten Winter eine Nacht waren, und fahren wieder an die Westküste. 

In Tripolis versuchten wir unser Glück, eine Wasserpumpe zu finden, in jedem Geschäft waren sie sehr nett und hilfsbereit, schickten uns kreuz und quer durch die Stadt, von Geschäft zu Geschäft, doch an Lager war nirgend eines. Zwar konnten sie uns das im Katalog zeigen und würden sie bestellen… falls diese von Athen auch lieferbar wäre. Nun haben wir 120 lt Frischwasser im Tank und nichts kommt raus🥵, die zwei Kanister für Hunde und Reserve reichen halt nicht so weit, so müssen wir schön sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen!

Inzwischen haben wir aber von Klaus und Tina gehört, sie werden uns noch besuchen, sie haben zum Glück bei ZAMPÉTAS in Thessloniki zwei Pumpen für uns eingekauft und wenn wir uns in den nächsten Tagen treffen… irgendwo auf der Route, ist das Teil schnell eingebaut. Wir freuen uns unsere Freunde nochmals zu sehen… bis zum nächsten Winter ist es noch lange! Bis dahin steht neben dem Herd der Wasserkanister, auf dem Waschbecken im Bad Wasserflaschen, Geschirr und Besteck wird sparsam gebraucht und geduscht haben wir heute bei der verwaisten Strandtaverne, nach unserer 2km Strandwanderung von unserem so idyllischen Dünenplatz, mit Tamarisken für meinen Hängesessel und für Castello, der rasend einen Baum nach dem andern erklimmt und dauernd mit Mäusen herum rennt 😏🤣. Wir stehen nach dem Parkplatz auf grüner Wiese, es riecht so herrlich süss und frisch nach Frühling. Leider müssen wir morgen weiter, das Wasser geht zur Neige!

Auf dem Platz vorher, bei Kakovatos, hatten wir eine schöne Begegnung mit einer netten Frau, mit zwei winzigen Welpen. Ich befürchtete schon, dass sie diese bei uns aussetzen möchte. Nachdem Sigi und die Frau erst auf Englisch sich zu verständigen versuchten fragte Sigi  vorausahnend … sprechen sie Deutsch? Tja und so war ein Gespräch doch gleich einfacher. Andrea ist Deutsche und wohnt in der Nähe, über die Welpen waren wir dann natürlich schnell im Gespräch, die kleinen hilflosen Geschöpfe wurden ihr in Abständen, in Müllsäcken verknotet, über den Zaun geworfen… und das bei Dauerregen und Kälte. Nun Glück im Unglück für die Süssen… sie haben ein liebevolles Zuhause gefunden!

Gestern haben wir Andrea noch in ihrem Paradieschen besucht, sie hat da ein hübsches Haus gemietet. Wir konnten sogar ihre Leiter ausleihen und somit das Schlafzimmerfenster wieder in Ordnung montieren, welches mir der Sturm beim kurz lüften abgerissen und verweht hatte. 

Morgen gehts weiter nach Cap Araxos und dann nach Patras, unser Wäscheberg ist wieder mal riesig und wir hatten doch da eine sehr günstige, gute Wäscherei gefunden.

Heute war der ganze Tag wunderbar sonnig und blauer Himmel, die Sonne hat richtig gebrannt!

Bis demnächst…😘

Weiterhin liebe alt bekannte Strände…

…fast eine Woche blieben wir am Strand vor Astros, das Dokument vom Labor in Athen zwang uns eine Pause auf, was uns eigentlich gar nicht störte. Wir hatten Wasser, der Strand ist schön, ein Eukaliptus für mein Hängesessel… was will frau noch mehr. Auch nette Nachbarn hatten wir, mit Dani hatten wir schöne Stunden bei Essen, Plaudern und Trinken… wobei Sigi und ich brav standhaft blieben und uns mit Tee und Kaffee begnügten.

Ein Versuch, zum Eukaliptusstrand zu gelangen, scheiterte immer noch am Hochwasser, zum Fischerhafen kamen wir hin. Ein trauriger Anblick erschreckte uns aber.

Am selben Morgen musste sich eine Gasexplosion ereignet haben und ein Wohnmobil wurde vollständig zerstört. Ausser der Kabine des Teilintegrierten war nur wenig zu erkennen. Zwei Fischer beruhigten uns ein bisschen, anscheinend seien die Camper in Sicherheit und leichter verletzt.

Ein Schrecken wohl aller Camper. Nachdem ich vor vielen Jahren zwei Hausbrände erfahren musste, kann ich diesen Womofahrern sehr nachfühlen.

Die Versicherungen helfen zwar meisst schnell und kulant, das betrifft jedoch nur das Materielle. Viele persönliche, liebgewonnene Dinge sind verloren, zerstört, man steht ohne Papiere, Kleider, Medikamente da. Falls das Handy nicht gerettet werden kann, sogar ohne wichtige Telefonnummern und Kontakte.

Besonders für dauernd im Womo Lebende bringt so ein Unglück viele Probleme mit sich. Wir haben, bis auf ein paar eingelagerte Sachen, unser ganzes Hab und Gut und Zuhause dabei!

Wir wünschen jedenfalls den unbekannten Unglücksraben von Herzen gute Besserung, eine gute Heimreise und Verarbeitung des Schreckens.

Der Commander ist in Nafplion angekommen und steht am Hafen, so fahren wir doch auch wieder mal dahin. Ganz vorne am Pier, wo ein riesiger Kahn gelöscht wurde, standen wir nun neben dem Monschterschloss und klatschten über Erlebtes. Für uns zu laut, zu viel Betrieb und für die vierbeinigen Monschterburger kein praktischer Platz zum Bleiben. So zog es uns wieder mal zum Karathonastrand, einfach ein schöner Strand mit seinem kleinen Fischerhafen.

Am nächsten Morgen: Ein Womo nahte, ein gewaltiges LKW Horn ertönte und wie kann es anders sein… der Commander war da… Tina kam pünktlich zum Schwimmen im „Eismeer“. Wir brauchten schon etwas Überwindung, machte aber uhh Spass.

Am Samstag wollen wir zum Markt, genug früh, um einen nahen Parkplatz zu ergattern. Klaus fuhr schon in aller Herrgottsfrühe und Dunkelheit los, bis die Hunde Pippirunde gemacht hatten und das Fahrzeug fahrbereit war wurde es schon hell, doch oh Glück… ein paar Meter vor Commander war ein Parkplatz frei, direkt neben einem Brunnen, könnte nicht besser sein, so können wir gleich noch tanken.

Mit viel Gemüse und Obst kehrten wir zum Karathonastrand  zurück, inzwischen sind noch einige Womos dazu gekommen und wir lernen wieder mal andere im Womo Lebende und Reisende kennen, hören interessante  (Lebens) Geschichten und Erfahrungen.

Gestern Abfahrt bereit, kommt eine Wandergruppe vorbei, ganz begeistert von unseren Tieren und der Monschterburg, stellen sie sich davor in Pose für Fotos 😉

Einige empfohlene und gegoogelte Plätze wollten wir uns erst ansehen. Leider nicht für uns und die Hunde, zuviel befallene Pinien. So machten wir uns auf zur Franchthi Bucht… doch oh Schreck.. ein „Zigeunerlager“ von französischen Womos versperrte kreuz und quer stehend den ganzen Weg und Platz, der hintere Teil war völlig überschwemmt. Tja zum Glück waren die da, nun sind wir wieder mal am Salantistrand, an unserem alten Platz. Der riesige total saubere Strand für uns alleine. Ein ruhiges Meer mit ganz leisen sanften Miniwellen, weit und breit kein Mensch, von der Ferne klingen Ziegenglöcklein. Die Nacht war vollkommen ruhig und dunkel.

Es ist so herrlich angenehm ohne das in letzter Zeit ewige Gebrause, Dröhnen und Grollen der Brandung das Meer zu geniessen.

Unsere Elektro/Mechaniker Bemühungen waren erfolgreich.  Den E Scooter haben wir nach langem Tüfteln und dann sehr guter und auch für Laien (Womo Omas) zu kapierender, kompetenter Beratung von der netten Dame von Focca Sports am Telefon , wieder zum Laufen…ähh Fahren gekriegt.  Ausserordentlich sympathischer und zuvorkommender Kundendienst, Danke!!

Die Dame beruhigte mich, das Klacken beim zusammenfügen von Batterie und Scooter sei üblich und macht nichts und den Schalter vom Ständer konnte ich einfach überbrücken… und siehe da.. es kam Leben in die Elektrik vom Evoking ;-)).    Das nicht bestellte (optionale) Externe Ladekabel dazu haben wir mit einem passenden Rundstecker, Kabeln und Klemmen, selber hingekriegt; bei der Entlüftung der Trocken/Trenntoilette kriegten wir es mit Lötkolben, Klemmen und PC Lüfter wieder hin, leider ist der kleine Lüfter etwas zu laut für die Nacht.

Irgendwann muss ich mich aufraffen, die demolierten Ecken der Monschterburg neu zu modellieren… sehen aus wie die getütschte Schale eines Ostereis. Das Polyester und die Glasfasermatte liegt schon ne Weile in der „Garage“ bereit.

Eben haben wir Hängesessel, Sigis Stuhl, Hundebetten und Decken eingeräumt, der Wetterbericht hat zur Abwechslung wieder mal schlecht Wetter angekündigt … und nun wärmt die Sonne wieder zum Fenster rein.

Wir haben uns entschlossen noch hier zu bleiben.  Bis bald, liebi Grüessli, euer Monschterburg Team

Weiterhin Sturm und Regen…

… Nachdem uns am Navarinostrand, wo wir ein schönes, einsames Plätzchen fanden, unser (fast) neuer und liebgewonnener Holzklapptisch, mein unbequemer, halsbrecherischer, wackeliger, roter Holzklappstuhl, der Plastikhocker/Stufe und der Duschvorhang für die Aussendusche geklaut wurde, und uns die Lust auf ein längeres Verweilen vergangen ist, zogen wir weiter zu einem wiederum (winter, saisonalbedingten) unbemannten Sandstrand mit eindrücklicher Düne. Toll zum mit den Hunden Laufen. Windschutz fanden wir hinter der verwaisten Strandbar. Zudem lagen etliche Strandbarmöbel auf der Terrasse rum und ich konnte mir so einen bequemen Stuhl ausleihen, mein kleines Holzhockerli/Tischli und eine Plastik Hundefutterkiste ersetzen vorläufig den Tisch. Wir wollen halt doch jeden Sonnenstrahl nutzend draussen essen!

Zugegeben… dieser Winter verwöhnt uns nicht mit traumhaft sonnigem Peloponneswetter, so viel Gewitter, Sturm und Dauerregen… ja sogar Schnee und Hagel haben wir noch nie erlebt und „alte Hasen“ von Peloponnes Liebhabern/Überwinterern und Dauerbewohnern erzählen, dies sei der schlechteste Winter seit über 30 Jahren! Und trotzdem ist es ein unbeschreiblich wunderbares Land!

Und zwischendurch können wir ja doch auch Lichtblicke mit kitschig blauem Postkartenhimmel geniessen, mit der Hoffnung…. JETZT ist die Schlechtwetterzeit vorbei und der strahlend, wärmende Frühling zieht ein… na ja bis es dann halt doch wieder kracht und die Blitzlichter am Himmel zünden. 

Am Sonntag wollen wir den Bauernmarkt in Kopanaki besuchen und fahren gemütlich Freitags los, erst mal dem Strand nach über Elia… da stehen Dagmar und Jürgen, denen wir einen Besuch abstatten wollen und unseren Wasservorrat auffüllen. Dieser grossflächige und offiziell bewilligte Stellplatz gefällt uns immer wieder sehr gut und wir kommen in Versuchung doch mal hier zu bleiben. Nach schweren Überlegungen sind wir aber vernünftig und entscheiden uns dagegen, zuviele Pinien schmücken den prächtigen Platz, das Risiko wollen wir einfach nicht eingehen, da es letztes Jahr etliche Raupennester gab.

Noch einigen kleinen Stichsträsschen folgen wir zum Strand, bei einem Platz entdecken wir von weitem die Busse und Feuerwehr 🚒 der Jungen vom Navarinostrand.. hatten aber keinen Bock auf Kuschel Camp, noch auf Techno-Festival-Beschallung durch die Nacht. 

Ein gegenseitiger Blick und der selbe Gedanke… wir wussten, wohin es uns zieht!

Über eine neue uns unbekannte Strecke, durch kleine, enge Dörfer, bergauf und bergab tuckerten wir der Neda entgegen, da hatten wir schon mal herrlich ruhig und stockdunkel genächtigt.  Am Ufer des Flüsschens hat es vor einer Furt ein flaches Plätzchen zum Stehen. Zum Spazieren kommt man (fast) trockenen Fusses über eine Eisenbrücke zu einem Platz mit Holzbänken, Steinhaus im Bau und einer Kapelle. 

Die Strasse in die Schlucht runter war mit Steinschlag bedeckt und nach dem Gewitter in der Nacht auf Sonntag war es uns beim Hochfahren der Strasse gar nicht geheuer… wir waren froh, heil oben anzugelangen!

Das Wetter war gnädig mit uns, anfangs schien sogar die Sonne. Am Markt trafen wir auf Dagmar und Jürgen und wir verabredeten uns zum Mittagessen nach dem Marktbesuch.

Irgendwie bringen die Märkte nicht mehr so viel, ausser genügend Gemüse, Früchte, Nüsse und Samen (gesunde Ernährung), und einem 1 Euro Wasserhahn und Kaffekännchen fanden wir nichts nützliches.

Die Weiterfahrt Richtung Kalamata war zwischen regnerisch und trüb dunkler Weltuntergangsstimmung und dementsprechend leeren Dörfern und Strassen. 

Es zog uns auch nicht zum Strand, also entschlossen wir uns, ein paar mögliche Stellen zum Stehen auszukundschaften. Nichts überzeugte uns und so versuchten wir noch den letzten Platz, das Navi führte uns natürlich wieder mal die engste und steilste Strasse hoch und wir fuhren sogar über Schnee.

Ein kleiner Parkplatz, eine kleine einfache Kapelle und eine wahnsinns Aussicht belohnten uns, DA bleiben wir diese Nacht. Eine unglaubliche Ruhe, um uns Dunkelheit und weit unten die hell erleuchtete Stadt, vor dem Hafen die Lichterkulisse der Frachtschiffe. Morgens ganz früh noch zeigte sich der Blutmond mit Mondfinsternis, wieder mal bedauerte ich, nur mit iPhone zu fotografieren, solche Aufnahmen kommen einfach nicht zur Geltung!

Montags fahren wir auf die Marina um unsere Freunde zu besuchen, Tina hatte Geburtstag. Alle, auch Uschi und John, waren ausgeflogen, wir beschlossen im Marineshop paar Sachen einkaufen zu gehen, unsere Wasserpumpe ist ausgestiegen, wie lange die gebrauchte Reserve Pumpe noch tut ist unsicher, leider hatten sie die passende nicht, auch mit Kabelschuhen für 12 Volt war das Lager immer noch nicht aufgefüllt!😡 

Am Dienstag Morgen musste ich ins Labor, wir zogen Parkplatz bedingt ein Labor in Messini vor und fuhren zum Übernachten an den gewohnten Strand. 

Gestern dann wieder nach Kalamata, Tina und Klaus bereiteten ein exquisites Gesund-Geburtstags-Finger-Food-Frühstück vor und wir genossen mal die Zeit in weichen Luxussesseln im „Grossraum“ Wohlfühlmobil inkl. herrlichem Panoramablick aus den grossen Echtglasfenstern. Statt des Sekts genossen mein Gaumen, Blutzucker und die Leber den von Klaus fachmännisch ausgepressten, leckeren Orangensaft.

Der Weihnachtsdekoladen hat sein Sortiment gewechselt… in den Riesenschaufenstern erspähe ich genau so Holzklapptische und Stühle wie ich kaufen möchte… leider ists dunkel drin und an der Tür klebt ein Zettel : bis 3.2.19 geschlossen😥dafür kauf ich an der Kreuzung bei der Romafamilie einen rohen Holzstuhl mit Bastsitzfläche, natürlich mit Handeln, die wollen mir zwar unbedingt zwei grosse und einen Kinderstuhl verkaufen, wollen nicht verstehen, dass wir kein Platz und schon gar nicht genügend Gewichtskapazität im Womo haben. Das ist wiederum verständlich, haust doch die ganze Romafamilie im kleinen Handwerkerbus! Nun die haben nun 25 Euro und ich kann mich wieder hinsetzen👍🤣.

Auf dem Rückweg nach Messini halten wir bei Fiat an, dort soll sich Gerhard mit seinem Womo aufhalten, der befürchtete Motorschaden entpuppte sich zum Glück als Nagerschaden und der zernagte Schlauch konnte schnell ersetzt werden. Nun stehen wir nebeneinander am Strand. 

Die Welt (insbesonders Peloponnes) ist klein … wo wir so bei Fiat stehen, fährt ein Womo zu, zwar erkenne ich die Aufschrift Camper-News, doch bringe ich das Nicht-DE-Nummernschild nicht mit der Blogschreiberin von Camper-News in Verbindung. Da ich kein Italienisch kann, spreche ich sie auch nicht zuerst an. 

Nun sie hat unsere Monschterburg erkannt und wir haben kurz geplaudert. Ihr Fahrzeug hat auch ein Problem.

Heute Abend werden wir nochmal mit Uschi und John Essen gehen, sie feiert heute Geburtstag.  Uns dann von ihnen und den Commanders verabschieden… DENN morgen (hoffen wir) werde ich mit dem letzten Besuch beim Arzt entlassen, um dann gegebenenfalls in der Schweiz eine OP zu machen. Ihr dürft Daumen drücken!

Astros wird wieder mal unser Ziel, der Tollwut-Antikörper-Titter-Nachweis sollte inzwischen vom Athener Labor beim Tierarzt in Astros eingetroffen und abholbereit sein, bei den Hunden ist auch eine Impfauffrischung an der Reihe.

Mit stürmischen Grüssen mit wechselhaftem Wetter

Lisigi aus der Monschterburg

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Strandleben…einmal anders…!

…und weiter geht’s im neuen Jahr… wenn’s weiterhin so bleibt, benennen wir die Monschterburg um auf Arche Noah!

Regen …Regen…Gewitter, Sturm …kurz Sonne und wieder Regen!

Somit kommt auch die Lithium Batterie mit unserem Stromverbrauch (besonders Kaffee Kapselmaschine) an den Anschlag!

Eine Woche lang brav auf Stellplatz war eindeutig das Limit für unser Wohlgefühl, obwohl wir die ausgiebigen heissen Duschen und verschwenderische  Stromversorgung und natürlich unsere lieben Nachbarn auch genossen. Abendliches Kartenspielen mit Uschi.. mal fein griechisch Essen mit Tina, Klaus , Uschi und John. Sigi und ich brav… Mega Salatteller, der reichte gleich für Vier! Und nix Mythos 😉

Die Arztbesuche häuften sich an, wobei aber jede/r sehr freundlich, erfahren und kompetent war und sich unwahrscheinlich viel Zeit nahm für die Untersuche und deren Erklärungen. Wenn alles gut läuft noch ein abschliessender Arztbesuch Ende Januar und dann werd ich mich bei meinem nächsten Heimataufenthalt nochmals untersuchen lassen und gegebenen Falls operieren.

Bin ja gespannt, ob die Krankenkasse die griechischen, handgeschriebenen Arzt-und Apothekenquittungen akzeptiert und bezahlt. Zum Glück laufen die in bezahlbaren Höhen. Z.B. erste Konsultation beim Internisten inkl. Ultraschall 50€ / 1 1/2 Std. Zwei folgende Untersuche waren kostenlos inkl. Ultraschall 🤗. Das erlebten wir dann bei den anderen Ärzten auch so. Termine entweder sofort oder am nächsten Tag. Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben! DANKE!

Unsere Ernährungsumstellung zeigt Erfolg, es geht mir viel besser und unsere Linien werden besser, was Frau beim Kreuzen im engen Womo bemerkt 🤪!

Jetzt stehen wir also… diesen Winter erstmals wieder am schönen Navarino Strand.. mit Traumsicht (…wenn’s dann hat 🥺) auf die Stadt Pylos, Inselchen Helonaki und andere Seite Old Navarino Castle. Ein total menschenleerer Sandstrand und unser Stellplätzchen mit Bananenstauden (ohne Bananen) vor dem Womo.

Die schönen Tamarisken am Ufer konnte ich leider erst ein-zwei Stündchen nutzen um meinen Hängesessel zu geniessen. Der Regen hat sich die ganze Nacht in Gewittern ausgelassen, um heute Morgen nach kurzer Pause um so heftiger als Weltuntergangsgewitter los zu donnern. Es kracht fast ununterbrochen direkt über der Bucht, die Blitze zischen grell kreuz und quer und sogar Erbsen grosse Hagelkörner prasselten aufs Dach und überzogen den Sandstrand winterlich weiss.

Janosch und Rulo haben wohl resigniert oder endlich langsam begriffen, dass sie bei uns in Sicherheit sind. 

Nachts war Janosch wieder unruhig verstört, nachdem ich ihm das Solar/Glaslämpchen hingestellt habe und ihn mit Decke eingewickelt hatte, beruhigte er sich schnell und schlief weiter. Was wir an den einsamen Übernachtungsplätzen geniessen… dunkle Nächte ohne Strassenlampen oder Flutlicht, verunsichert den fast ganz gehörlosen Janosch wohl, da er das Regenprasseln aufs Womo und die Schall/Druckwellen der Donnerschläge zwar wahrnimmt, aber nicht hört. 

Irgendwie hat dieses (Un)Wetter auch seinen Reiz und wir geniessen im (fast) trockenen, warmen Womo die tollen, unbeschreiblichen Stimmungen, den Wechsel der Farben vom Meer, Wolken und Himmel.

Fast trocken… erst unbemerkt dringt das Wasser beim Panoramafenster rein, sammelt sich im Rollo und läuft die Schiene runter, um dann als kleiner Wasserfall über uns zu plätschern. Schwalldusche nennt man das glaub🤣. 

So nun freue ich mich auf die sicher leckeren Limetten-Mandel-Kekse, die Sigi gerade zum Backen bereitet… natürlich streng Diabetes gerecht!👍

Das alte Jahr verabschiedet sich mit weinenden Augen…

 Silvestertag… der letzte Regentag für 2018🤣☹️👍

Von einem uns lieb gewonnenen, einsamen Strand, wo wir mit Unterbrüchen paar mal wieder gestanden sind und eigentlich vorhatten, ein gemütliches Silvesterlagerfeuer zu geniessen, mit unseren Freunden Tina und Klaus, sind wir fluchtartig abgefahren. 

Wir hatten zwar schon schön Holz gesammelt und klein gemacht und eine schöne Feuerstelle am Strand gebaut. 

Mit den Streunern, die etwas entfernt in den Bauruinen leben, haben wir uns gut arangiert und auch unser Rudel verstand sich bestens mit den vier Streunern… leider nur zu gut, wie sich nach paar Tagen zeigte. Sie wurden immer frecher was Futter anbelangte und die zwei jungen Damen wurden hoch läufig, was einen Konkurrenzkampf zwischen Rulo und den zwei griechischen Rüden auslöste. Die eine Hündin entschied sich für Rulo und beschlagnahmte gleich auch sein Bett und Beschützerrolle, sodas eine grosse Unruhe in den zwei Rudeln entstand, die Nachtruhe durch Gebell, Geknurr und Streiterei gestört wurde. Das wäre ja keine geglückte Silvesterfeier geworden zudem ja noch zwei Hunde … Brownie und Ikarus mit ihren Menschen dazu kommen werden. Auch Castello fühlte sich sehr benachteiligt, da die griechischen Pfoten den Kater dauernd jagten und er sich nicht mehr aus der Monschterburg traute.

So liessen wir unser schwer erarbeitetes Sammelholz zurück und machten uns auf die Suche nach einem anderen Platz. 

Langsam sind wir verwöhnte Freisteher und fanden kein geeignetes Plätzchen… bis wir wieder mal am Sauriereierstrand strandeten, der ist halt immer wieder schön, die Hunde mögen ihn und man kann schön mit den 4🐾🐾spazieren gehen.

Nur diesmal mag uns das Wetter nicht, ganz früh morgens bescherte es uns ein Gewitter und nun regnets dauernd. Und das, wo wir doch lieben Besuch erwarten, welche sich mit ihrem grossen Ami über die steilen (aber eben wunderschönen) Berge kämpfen. Platz hat es aber genügend… die anderen Womos haben das Weite und vielleicht ein sonniges Plätzchen gesucht.

Was ist in der Zwischenzeit so geschehen seit letztem Beitrag??

Nicht viel! Wegen den Arzt und Laborbesuchen fahren wir nicht allzuweit. 

Beim Limni Thermisia, wo wir sonst nur Wasser tankten, blieben wir einige Tage, es war toll da und herrlich zum Laufen und Schwimmen. Dann die Überraschung… beim Haus, das wir als unbewohnt vermuteten, kam täglich spät nachts ein Auto angefahren und morgens früh wieder weg. Nun war es uns peinlich, uns immer an dem dort hängenden Wasserschlauch bedient zu haben. So begab ich mich am frühen Morgen vor unserer Abfahrt zu dem Mann und fragte ihn wegen dem Wasser, er lachte und meinte ..no problem! Nun wie Griechen sind, lehnte er eine Bezahlung ab. Als er weg gefahren war, haben wir die letzte Guetslipackung, Bierdosen und 5€ mit einem Efcharisto und Festtagsgruss an die Türe gehängt. 

Das Weihnachts Grillfest auf dem SP Marina Kalamata mit Uschi und John, Tina und Klaus und anderen Campern und Seglern war nett. 

Mein Arztbesuch war in Ordung, meine Medis soweit gut eingestellt, die konsequente Diät zeigt Erfolg, Laborwerte und Figur bessern sich langsam!

.. nur kam dann der Ärgerlauf durch Kalamatas Krankenhaus. 

Mein Arzt schickte mich dahin für ein Ultraschall, wozu er mir eine Verschreibung mitgab und wir sollten da einfach hinfahren. 

Schon die Parkplatzsuche war übel, beim Pförtner zeigten wir das Schreiben vom Arzt, der schickte uns zur Notaufnahme… wo dann die Warterei losging. Zwei Stunden im überfüllten Warteraum, weinende Kinder, stöhnende Patienten, hinter unserem Rücken ein laut schnarchender junger Mann mit erschreckendem Übergewicht (da sind wir direkt Leichtgewichte🤣). 

Der Saal leerte sich langsam und endlich wurden wir zum Untersuch geschickt… ein Saal mit vielen Liegen, nicht gerade vertrauenserweckend an zu sehen. Ich hatte Glück, meine Liege sah nicht ganz so schmudelig aus. Wieder mal musste Sigi übersetzen und die Ärztin las die Verordnung. Eine Pflegerin nahm mir Blut ab, obwohl ich ihr sagte, ich hätte die zwei letzten Laborberichte der letzten zwei Wochen dabei. Nach Abtasten und Befragen wurde ich zum Röntgen geschickt… obwohl der Arzt ja Ultraschall verordnete. Unsere Einwände wurden aber einfach übergangen.

Am nächsten Tag sollten wir um 10 Uhr das Röntgenbild und Laborbericht abholen und die angegebene Nr. anrufen um einen Termin zu vereinbaren . 

Hoffnungslos, der Pförtner liess uns nicht durch, der Drache an der Rezeption auch nicht. Die nette, deutsch sprechende Frau, die uns Hilfe anbot, versuchte ihr Bestes, immerhin konnte Sigi ins Büro bei der Notaufnahme um die Laborberichte und Röntgenbilder zu holen. Der Telefonanruf bei der angegebenen Nummer gelang nicht mal der griechischen Mitarbeiterin vom Spital, die uns behilflich war… wie hätten wir da auf Deutsch oder Englisch etwas erreichen können.

Entnervt verliessen wir den unangenehmen Ort.

Durch eine nette Zahnärztin von Uschi, welche perfekt Deutsch spricht, habe ich nun nächstes Jahr😀 einen Termin beim Internisten.

Das erste Mal Abnehmen ohne Waage…😂 nur mit dem Wohlfühl-Erfolgs-Effekt!

Na ja der Ledergurt an den Hosen geht ins letzte Loch und ein „Kreuzen“ im Womo funktioniert schon viel leichter. Das Laufen macht wieder mehr Spass und die letzten Blutwerte waren etwas besser… Hoffnung auf Besserung besteht! Aber wir waren auch wirklich brav, Sigi kocht leckere UND gesunde Sachen, der Küchen- und Kühlschrank ist “ entrümpelt“ und eingekauft wird nur noch gesund, vollkorn, fettarm.

Sogar das ausswärts Essen macht mir nicht mehr so viel Spass oder schmeckt einfach nicht mehr so lecker wie zu Hause, denn die wirklich guten Gerichte in den Tavernen sind tabu für mich😥. Na ja Wasser ist wenigstens eisgekühlt, aber ehrlich… griechischen Kaffe, Capuccino fredo ohne Zucker??

Also trink ich lieber zu Hause Tee… die die mich kennen… ob ihrs glaubt oder nicht.. ich trinke Tee nun Literweise. Aber vielleicht… nach einem Monat Abstinenz gibts zum Neujahr ja doch ein Mythos😉!

Nun zu guter Letzt im alten Jahr.. wünschen wir euch Allen von Herzen einen guten Rutsch ins 2019, viel Glück, Gesundheit, wunderschöne Erlebnisse und Begegnungen, den Womofahrern unter euch… gute, knitterfreie Fahrt, genug Diesel im Tank und Gummi auf den Felgen.

Liebi Grüessli aus der Monschterburg 

Lisi, Sigi und Vierpfoter

 

ps. Juhu….Commander inkl. Besatzung ist soeben eingeschwommen!

Neuste Nachrichten aus der Monschterburg… es gibt uns noch!

Nun stehen wir wieder bei der Franchthi Höhle… lange her, seit letztem Beitrag, aber es gibt halt nicht mehr ganz so viele Abenteuer und Neuigkeiten. Da wir nun ja schon (ich 3. Mal und Sigi zum 2. Mal) im Winter auf Peloponnes sind.

 

Aber eins ist sicher, wir finden es immer noch traumhaft schön. Eigentlich am schönsten Lakonien mit seiner wild-rauen Landschaft. Die meissten Strecken sind wir schon mal gefahren, finden aber immer noch neue, unbekannte Strassen, staunen und haben immer wieder Neues zu entdecken. Sogar bei Regenwetter, da kommen oft die leuchtenden Farben… so viele Grüntöne von Gelb bis Dunkelgrün bei Pflanzen und graugelb bis dunkel rotbraun bei den Felsen, zur Geltung.

Da hier die Bäume teilweise unterschiedlich das Laub tragen, Eukalyptus z.B. verliert zwar Blätter das ganze Jahr durch, erneuert aber auch fortlaufend, andere Bäume haben dicke, immergrüne Blätter, viele Laubbäume mit golden gelbem Herbstlaub, Olivenbäume tragen immer Laub, das graubläulich grün ist und daneben sind die Orangenplantagen mit den dunkel leuchtenden Blätter, entsteht eine total farbenprächtige Landschaft. Auch viele prachtvoll blühende Pflanzen ragen über Mauern zur Strasse.

Der Regen ist diesen Winter häufiger, der Vegetation tuts aber gut, die abgeweideten Wiesen spriessen schon wieder leuchtend grün und die Ziegen und Schafe erfreuen sich der zarten Gräser.

Wir würden etwas wärmer und trockener vorziehen!

Aber wir haben immer was zu tun und basteln… so entstand unser einzigartiges Gewürzgestell…, die Kühlschrankverriegelung für die Fahrt, Leinen-Aufhängung, Gasanzünderhalterung, Mobiles und mehr… hergestellt aus Schwemmholz, Muscheln und Steinen, alles was wir bei unseren Hundespaziergängen am Strand finden.

Der provisorisch reparierte Plattfuss und die kaputte Felge, die wir erwischten, wurde inzwischen mit allen vier Reifen und einer neuen Felge bei Fiat Kalamata ersetzt und … wie herrlich, auch das Gebläse von Heizung und Klima tut wieder seine Dienste! Dank Kommentaren auf FB und Foren hab ich dabei gut über 300 € gespart, denn ich liess nur den Thermoschalter/Stecker auswechseln und nicht das ganze Teil.

Wir sind auch ein paar Tage bei der Marina in Kalamata gestanden, denn inzwischen sind auch Uschi und John in ihrem Winterquartier eingetrudelt.

Aber uns ziehts immer wieder in die Freiheit der Natur, schön immer mal wieder Freunde und Bekannte zu treffen doch dann wieder an einsame idyllische Buchten, lange Sandstrände und verlassene Ruinen, Häuser und Tavernen zurück zu kehren.

In Kalamata musste ich auch meine regelmässig notwendige Laboruntersuchung machen. Leider fiel die nicht zu meinen Gunsten aus. Vor allem sind die Leberwerte schlecht und der Blutzuckerspiegel zu hoch (Diabetes 2).

Erfreulich wie sich hier Ärzte und Medizinische Mitarbeiterinnen noch um ihre Patienten kümmern, sich genügend Zeit nehmen und dabei nicht horrende Rechnungen erstellen!

Die Laborchefin hat uns meine Ergebnisse gut erklärt und mich zur Ärztin ganz in der Nähe geschickt. Da kam ich auch gleich dran und sie hat mich dann schon etwas erschreckt und geschockt. Ab sofort Diät, kein Brot, Teigwaren, Kohlenhydrate… keine Fruchtsäfte, Süsskram, Bier… tja nicht mal ein Mojito oder Tsipouro 😥. Antibiotika für 10 Tage gegen Bakterien, die an mir nagen.

Wegen meinen langjährig verordneten Medis schickte sie mich aber weiter zum Rheumatologen, wo ich gleich am nächsten Tag einen Termin bekam. Da wurde wenigstens meine Diät etwas entschärft und er will erst mal nach der Antibiotikabehandlung und sofortiger Absetzung der Entzündungshemmer/Schmerzmittel Ibuprofen und Vimovo, meine weitere Medikation festlegen.

Jedenfalls sind meine Zucker und Leberwerte seit längerem schlecht und ich hätte nie so lange diese Medis einnehmen dürfen! Wenn ich Glück habe, sollten sich die Werte mit der Ernährungsumstellung wieder erholen. 

Sigi macht dabei solidarisch und prophylaktisch mit und sie kocht und bereitet immer wieder neue, gesunde Mahlzeiten für uns. 

Wir waren richtig überwältigt wie dieser Arzt seine Arbeit noch mit Herz ausführt… nicht nur Beruf sondern Berufung. Er hat volle 1 1/2 Std. für meine Untersuchung und Gespräch in Anspruch genommen!

(Kosten bis jetzt: Labor, grosses Blutbild (4 Seiten) inkl. Erklärungen 175€ . Ärztin 20€. Arzt/Rheumatologe 50€) dafür hätten Schweizer Ärzte keinen Kugelschreiber in die Hand genommen! 

Freitags nochmals Labor und nächste Woche zum Arzt… dann wissen wir mehr!

Bei Agios Fokas trafen wir uns mit Gaby und Fred, mit ihrem Theo🐾🐾.  Die Monschterburg platzte mal fast aus den Nähten.. frau glaubt es kaum aber wir hatten alle Platz in der „guten Stube“ zum Geburtstagsessen. Hatte doch Sigi, nach all den Monaten unterwegs, wieder mal Chiccorée im Sklavenitis (Supermarkt) entdeckt für Ihre, von mir so geliebten, Chiccoréeschiffchen zu machen! Mhhh war fein… und Diät🤣 danach noch Kürbisspalten und Paprikaschoten 🌶 aus dem Backofen.

Während Gaby und Fred in Richtung Aigio fuhren, um bei Sonjas und Franks Hundeauffangstation für Theo einen Kumpel auszusuchen, ging unsere Fahrt über die Berge nach Astros.

Theo kriegte einen süssen, kleinen, weissen Freund mit schwarzer Nase und Knopfäuglein, ich glaube das wird ein Dreampaar👍🥰🐾!

Castello musste zum Veterinär bei Astros für den Tollwut Titternachweis. Eigentlich wollten wir ja am Paliochano Beach Astros übernachten, aber ein so ekliger Gestank empfing uns dort, dass wir es trotz Dunkelheit vorzogen, an „unseren June‘s Strand“ bei Vouria Kinouria zu fahren. Die gestörten Schakale quittierten unsere Ankunft mit aufgeregtem Geschrei. Trotz grossem Suchscheinwerfer auf dem Dach konnten wir keinen der Viecher erblicken. 

Castello hatte ab 17 Uhr striktes Ausgehverbot! Auch auf den längeren Spaziergang am Strand und durchs Vogelschutzgebiet durfte er diesmal nicht mit und wurde zu Hause eingesperrt, die Angst liegt uns noch immer im Nacken! 

Aber dann freuten wir uns auf die Weiterfahrt nach Korinth. Tina und Klaus mit ihrem Commander Triple E, die auf der Strecke Athen-Korinth mit Maschinenschaden gestrandet sind, wurden nach Korinth in eine Werkstatt überführt/geschleppt. Irgendwo in der Pampa „hinter Gitter eingesperrt“ während der Nacht, wartend auf Ersatzteil  aus dem Ami Land. 

Natürlich wollten wir unsere Freunde aufmunternd besuchen gehen. 

Bevor wir dann auch auf dem riesigen Werkstattgelände mit den vielen, teils Streuner-, teils Wachhunden, eingesperrt wurden, fuhren wir zurück zum Isthmus zum altbewährten Platz mit tollem Schiffdurchfahrtblick auf den Kanal von Korinthos. Es ist einfach so schön, den Schiffen zuzusehen, den kleineren Jachten, die selbstständig durchfahren und den grossen Frachtern und Kreuzfahrtschiffen, welche von den Schleppern gezogen werden.

Bild „gestohlen🤣“  by Tina

Vor allem in der Nacht sieht es eindrücklich aus, wenn paar Meter neben dem Womo ein hell beleuchtetes Schiff und oft winkende Passagiere oder Matrosen vorbei gleiten.

Bei der Wäscherei wo wir inzwischen bekannte Gesichter sind und gut bedient werden, geben wir wieder mal zwei Maschinen Wäsche ab. Dann ab … die Vier vom Commander abholen zum Mittagessen in einem Fischrestaurant am Hafen. Na ja… leicht Übergewicht hatte die Monschterburg.. Klaus quetschte sich mit Browny und Ikarus, den zwei griechischen Hunden, auf den Boden im Schlafzimmer, da Ikarus ein Profi Katzenjäger ist, bei geschlossener Tür. Mrs. Triple durfte sich auf den Beifahrersitz setzen, während Sigi sich zu der unsrigen Vierbeinerschar gesellte. 

Zurück am Kanal bekamen wir Besuch und lernten wieder zwei neue Gesichter zu den passenden FB Freunden kennen… ein deutsches Paar, D & J, wir hockten uns Abends in ihr Womo, einen Allrad Pickup mit Kabine, und erzählten gemeinsam von unseren Erlebnissen. 

Es macht Spass immer mal wieder Womolebende kennen zu lernen und die Welt ist ja bekanntlich klein… man trifft sich immer mal wieder!

Und es regnet immer noch oder ständig wieder… „der See“ um uns wächst, wir haben zum Glück unseren Stellplatz im ausgetrockneten Schlamm gestern noch verlagert und sind auf steinigerem Untergrund wo wir wahrscheinlich wieder weg kommen… sonst kommt der nächste Sonnentag!🤣👍😉

Wenn doch der Wind nicht wär…!

Bei Fokiano blieben wir zwei Nächte, der nette Wirt, Koch und Kellner in Einem von der einzigen Taverne im Dorf war zwar noch nicht da, doch am zweiten Tag hatte er offen und bekochte uns wieder wunderbar und grosszügig. Im Nu waren eine Menge Katzen da, die hungrig miauten.

Sigi wollte sie mit paar Resten füttern, ein kleiner Winzling, schwächlich aussehend kam eindeutig zu kurz, Sigi wollte ihm separat von Hand was zustecken, der verbiss sich aber sogleich in Sigis Fleisch…Ähh Finger, der wilde Kerl hing ihr noch an der Hand als sie diese zurück und nach oben zog. Und biss kräftig weiter, bis sie ihn endlich abschütteln konnte. Schnell holte ich Desinfektionsmittel und Verbandszeug… sicher ist sicher!

Micky genoss diesen Platz zu unserem Leid, verwandelte sich in Sekunden in ein grün-schwarzes, stinkendes Monster und Sigi musste nebst unserem täglichen en Vergnügungsschwimm noch etliche Male mit Micky an der Leine ins Meer hüpfen, um für kurze Zeit wieder einen weissen Hund zu haben😜🤭.

So ganz ohne Handy und Internet… hmm es zog mich/uns weiter…!

Über die neue Strasse, von wo man weit oben die tolle Aussicht geniessen konnte und auf dieser überdimensionierten Superstrasse, die „uns allein gehörte!“😉 gemütlich tuckern und Fotostopps einlegen konnte, nur ab und zu auf Geröll, über Steinbrocken bis zu riesigen Felsen die auf die Strasse runter gepoltert sind, achten musste. 

Dann über wilde, rauhe Berge, eine Landschaft wie wir es lieben, unbegehbares Gestrüpp mit verschiedensten Sträuchern und Pflanzen, Bäumen in ganz verschiedenen Grüntönen. Ab und zu eine Ziegenherde, paar Hunde und Steine… Steine…Steine.

Richea, Vychlada Beach… auch da waren wir schon mal, aber konnten uns auf der fantastischen Fahrt durch die wunderschöne Landschaft, Berge, Felsen und schmucken, süssen Dörfchen nicht satt sehen. Immer wieder musste ich anhalten (was auf dieser kaum befahrenen Route gut möglich war) um Fotos zu machen und über so viel Schönheit und Wildheit zu staunen.

Die Auf dem steilen, schmalen Serpetinenweg in diese einsame Bucht begegneten wir einzig einem Ziegenbauern, der paar hartnäckige Ziegen aufscheuchte, die sich bei ihrer Siesta auf dem warmen Asphalt nicht stören lassen wollten.

Unten angekommen ein leerer toller Strand, ein Bulli und zwei Autos am Rande/Parkplatz von Kletterern… und ein Hütehund reklamierte die Störung von uns und unseren Hunden bellend, ohne dass wir die bimmelnde Herde samt Aufpasser in den Felsen und Gebüsch erspähen konnten. 

Nach dem kleinen Spaziergang, wo Sigi an dem total sauberen Strand grad mal zwei lange Angelschnüre inkl. grossem Angelhaken zusammen nahm… 

(einfach unverantwortlich von den Fischern, nicht nur dass Hunde sich darin verwickeln und verletzen können, auch spielende Kinder oder sonnende Erwachsene können reintreten!) haben wir uns gemütlich installiert, der passende Baum für meine Hängematte steht super platziert zwischen Monschterburg und Meer und ich geniesse noch die letzten paar Sonnenstrahlen, bevor sich die wärmende Sonne hinter dem Berg verabschiedet und es kühl wird.

Übrigens ein Genuss hier… ohne lästige Insekten!

Der wacker arbeitende Hütehund hat sich an unseren Anblick gewöhnt und ist ruhig, die Ziegen sind bis auf die Klippen runter geklettert.

Abends weht zwar der Wind, aber wir sitzen zum Kartenspielen doch draussen. Steine zum Karten beschweren hat es am Kieselstrand ja genug.

Inzwischen sind die paar Autos weg und wir mutterseelenallein an dem paradiesischen Platz, nur das Vogelgezwitscher und Wellenrauschen ist zu hören. 

Wie immer wird es sehr schnell dunkle Nacht und wir bemerken erschreckt… Castello, der bis vor kurzem immer ums Womo rumtobte und auf die Eukalyptusbäume kletterte, war verschwunden… alles Rufen und mit Guetselisack knistern nutzte nichts, der Tracker bringt leider hier, am Ende der Welt, wieder mal nichts.. keine Verbindung!!😡 Sigi mit Taschenlampe und Leckerlistängeli bewaffnet geht auf die andere Buchtseite beim Sumpf und Müllkontainern suchen, ich versuche den Strand mit dem Suchscheinwerfer auf dem Womodach auszuleuchten. Als Sigi erfolglos zurück kam war ich schon entsetzt und verängstigt… nein nicht schon wieder, aber hier haben wir doch keine Schakale gehört…!

Dann leuchte ich noch ins Gebüsch an der Küste hoch… und wer springt da selbstvergessen herum und jagt nach irgendwelchen Getieren… CASTELLO!! Froh, ihn wieder zu haben und Ärger über seinen frechen Ungehorsam wechseln sich ab😜🐾😍🐾😡.

Nachts regnete es ein bisschen, Rulo darf die Nacht unangeleint draussen schlafen, was uns zwar auch nicht richtig beruhigt schlafen liess, sein GPS funktioniert hier ja auch nicht und falls er vor einem überraschenden Gewitter panikartig fliehen würde.. sich verirren würde ..?  Aber nichts dergleichen, er freute sich am Morgen, Sigi zu begrüssen und wedelte mit seiner Rute bis zur Nasenspitze… sooo Häppy Dog!🐾😍🐾… dafür brachte er heute nach dem Spaziergang ein unerwünschtes Geschenk mit… ein übelriechendes 🤮🤢verwestes Ziegenbein. Das überlass ich denn auch Sigi, das Geschenk gegen ein Hundeguetsli zu tauschen und schnellstens in dem entferntesten Kontainer auf dem Platz zu entsorgen!

Mittags war heute auch wieder die Sonne

gekommen, leider ist die Bucht von den hohen felsigen Bergen eingekesselt und somit verschwindet die Sonne schon am frühen Nachmittag.

Wir haben die Wärme aber genutzt und sind in den sanften, langgezogenen, klar blaugrünen Wellen schwimmen gegangen… einfach herrlich! Janosch kam natürlich mit, er liebt es mit uns schwimmen zu gehen.. nun sonnt er sich im warmen Sand trocken.

Sigi sitzt im Campingstuhl und ich lass mich vom Wind im Hängesessel schaukeln.

Da wir hier wiedermal überhaupt kein Handynetz haben und die Sonne etwas wenig die Solarpanel speist, müssen wir wieder mal etwas sparsam mit Strom umgehen und den Wandler zwischendurch abstellen. .. somit auch kein Sat Internetempfang, der aber ja auch sonst zu wünschen übrig lässt und nur wenn keine andere Möglichkeit besteht benutzt wird!

Nun so bleibt uns mal Zeit für anderes. 

Ich hab mich nun mal als Knopfmacherin geübt, schon lange fehlt mir an Hosen Knöpfe, Sigi riet mir, mach dir doch einen aus Holz. Tja und mein Prototyp ist gelungen … weitere werden folgen👍🤗!

Im Hängesessel schwebend, drehend mit Panoramablick und Feldstecher bewaffnet bewundere ich nun die wunderprächtigen Felsformationen und Gebilde, die verschiedenen Bäume, Gebüsche und Pflanzen, die am Berghang wachsen und je nach Licht in anderen Grüntönen leuchten. Auch die Farben der Felsen, von hellem Grau ins dunkle, über beige, gelb, ockerfarben zu rotbraun verändern sich mit dem Licht. Ich möchte das gerne fotografisch festhalten doch kann frau dies nur in Erinnerung behalten .. auf Fotos erscheint dies alles zu flach!

Nun steht die Monschterburg schon im Schatten, ich zieh mir Trainerhose und Jacke an, denn es gibt gleich leckeres Essen… Sigi hat ihre super feine Hühnchen-Spinat-Lasagne gebacken… mhhh ich glaub ich hab Hunger🤣😍!

Montag: 

Wir fahren weiter bis Monemvasia, weil uns der Strom dann doch noch ausgegangen ist, kurzer Einkaufshalt im Supermarkt, Metzgerei und Bäcker und dann Richtung Neapoli Vion, bei Agios Fokas waren wir doch schon mal… hier muss der Sturm übel gespielt haben, teilweise Strassenstücke weg gespült und jede Menge Strandgut am Ufer. Das ist eigentlich gar nicht schlecht… wir wollen ein Gewürzgestell basteln und brauchen Holz. Aber nach links geht ja auch eine Strasse, versuchen wir es doch mal da… zwar kein Sandstrand aber ganz fantastische Felsen und Steine, kein Haus, kein Stall … rein nichts und niemand. Wir bleiben hier, suchen am Strand rumkletternd nach geeigneten Brettchen, einige tolle Holzstücke müssen wir leider zurück lassen.. einfach zu viel Gewicht!🤭

Die Hunde streunen zufrieden rum und wir beginnen mit unserem mehr als einfachen Werkzeugbestand die Gewürzregale zu basteln. Natürlich mit viel Improvisieren, denn manches fehlt halt in unserem Sortiment. Aber es macht Spass! Abends wird’s wieder schnell kühl und dunkel und starker Wind kommt auf. Schade… am Morgen kommt zwar die Sonne hervor, aber der Wind bläst zu stark um draussen zu sitzen und die hohen Wellen peitschen schäumend ans Kliff und Buchtchen und lassen ein Schwimmen nicht zu.

Aus zwei mach eins… nach dem Frühstück in der geschützten Monschterburg fahren wir weiter Richtung Neapoli. 

Danach hat es paar Buchten auf Googlemaps, die wir noch nicht kennen… die werden erkundet. Am Anfang war noch Betonstrasse, dann rotes Schottererdesträsschen, auf dem Grat zwischen zweier Schluchten. Wunderschön und auch wenn wir dort unten nicht stehen könnten, es lohnt sich einfach, runter zu fahren zum Geniessen. Erstaunlich was für ein „Verkehr“ auf dem Weg herrschte, 3 Motorräder und zwei Autos kreuzten uns… nett und fröhlich winkend. Wunderschöne, einsame Buchten, eklig pfeifender Wind.. hier könnte es schön sein!!

Doch wir haben eine Abzweigung gesehen, versuchen wir’s doch noch da. Zwar auf Google Maps paar Gebäude zu sehen und ein Stück fehlende Verbindungsstrasse, ein Versuch ist es Wert.

UND hat sich gelohnt, zwar bläst der Wind auch hier, die idyllische Bucht mit Inselchen und Felsbogen hat fast Wellen freies Wasser, die Sonne scheint und wir haben einen super Blick auf grosse Frachtschiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe!  Schön! Da bleiben wir heute Nacht… mindestens😉!

Wasser haben wir ja in Agios Fokas gebunkert!

Nach dem Schwimmen.. ja es ist schon etwas kühler geworden … waren wir noch fleissig, unser Gewürzregal ist fertig geworden, uns gefällts und freut uns!

Zur Belohnung ein Wahnsinns Sonnenuntergang in dieser Traumbucht!

Und bald ist Sigi mit dem heute verdienten Nachtessen fertig👍😍

Ruhige Tage, erholsame Tage… abendliche Schlacht gegen die Mücken

All Abendliche Mückenschlacht… heute haben wir das Mückennetz an der Gittertür ersetzt und Türrahmen dicht gemacht, doch mit jedem 2 oder 4 Beiner kommen paar der blutdrünstigen Biester reingeschlichen. Draussen wird man gefressen! Wir haben sogar das Fliegennetz parfümiert… mit einer Mischung aus Teebaumöl, Olivenöl und Wasser.


Morgen ziehn wir weiter, Wasser wird knapp.. obwohl das Meer direkt vor uns ist😜. Wir haben paar erholsame, gemütliche Tage an einem unserer Lieblings Strände verbracht und genossen, täglich unser Schwimmen im wunderbaren Meer, spazieren mit den Hundis. Heute musste Castello zuhause bleiben, auf unserem Spaziergang hat es einfach zu viel Gebüsche und die Schakale sind nah, ein ideales Versteck und Castello ist zu neugierig.  Die Schakale veranstalten neuerdings schon am hellichten Tag ihr Konzert, vielleicht sind sie so hungrig?! Es wird sehr früh dunkel… unser Kater muss rein, mit Leckerlis lässt sich der Nimmersatt zum Glück schnell locken.

Auch ich bin mit Futter bestechlich… zur Belohnung dass ich so viel Sitzleder bewies, kam ich hier auch wieder voll in den Genuss von Sigi’s Kochkunst und wurde verwöhnt🤗👍. Hat ja weit und breit keine Taverne.

Einen netten Nachbarn hatten wir noch… nein, eben NICHT kennengelernt. Aus meinem (Sigis) geliebten Odenwald… Mit tarnfarbenem Wohnmobil und in zwei Tagen noch nicht mal einen Satz, nein, noch nicht mal EIN Wort gewechselt. Schön wars, dem Perfektionismus zuzuschauen. Morgens kam der Stuhl mit Tisch und Hocker auf die rechte Seite des Mobils, mit dem Rücken zu uns, versteht sich. Dann gabs Frühstück. Darauf wurde das Fahrrad rausgeholt, der Lenker gerichtet, Stuhl und Tisch kamen in die Garage. Nach der Fahrradtour ging alles wieder rückwärts, und Stuhl und Tisch kamen auf die linke Seite des Mobils. Immer so, dass es auf keinen Fall zum Blickkontakt mit uns kommen konnte. Das war zwei Tage zu beobachten. Wir freuen uns schon auf den nächsten Kontakt… mit Freunden!

DHL.. Elta… UPS…das Warten auf Post

Nach einem Zweitagestopp in der schönen Bucht, in der wir letztes Jahr Silvester gefeiert haben, fahren wir am 24.10. nach Aigio, um unsere bestellten Sachen ab zu holen. Juhu… die grössten Zwei sind schon da… mein neuer E Scooter von Forca Sports, auch der Karton mit Collagene (für unsere alten Knochen und Gelenke etc.) steht im Cafe bereit. Das andere Paket, winzig klein, zwei Leinen für die Hunde, liegt auf der Post (Elta) zur Abholung bereit. Wir fragen uns, was mit der Post da los ist, ein kleines Paket, korrekt adressiert und wird von der Post nicht geliefert! Wir würden ja nichts sagen, wenn die Post einigermassen anzufahren wäre und Parkplätze hätte, aber nein, die ist mitten im Stadtgewühl und in engsten Strassen. Zwar parken die Griechen ständig in 2. und 3. Reihe doch mit dem Womo wäre der Verkehr blockiert. So steigt Sigi schnell aus und ich fahre eine Ehrenrunde durch das Altstädtchen um Sigi wieder einzusammeln 😉.

Auf das letzte Paket von UPS warten wir heute noch, obwohl ich das mit Premiumversand und Preisaufschlag bestellt habe!

Die angepriesene Sendungsverfolgung funktioniert auch nur lahm und der Button für Anruf beim Kundendienst geht auch nicht. Auf unser E-Mail haben wir noch keine Antwort bekommen. Die Lieferadresse steht auf dem Bestätigungs Mail korrekt drauf, genau so wie bei den erhaltenen Paketen! 

Inzwischen (30.10.) sind wir, von Aigio über Patras, wieder am Strand bei Pefka, im Eukalyptuswäldchen, mit unseren Freunden Tina und Klaus. Die beiden sind ja Montag wohlbehalten mit Anek Ferry in Patras angekommen. 

Wir haben sie ausserhalb am Strandparkplatz mit Mojito begrüsst, dann in der Strandkantina leckeren griechischen Salat, Souflaki und Pommes gegessen und die erste Nacht dort verbracht. 

Toll in den Wellen gebadet und gesprungen, das Wasser war herrlich klar, keine Igel oder sonstiges Getier auf dem schönen Kieselboden und angenehm warm.

Mein Scooter macht Spass und passt, zusammen geklappt, genau in die Garage neben dem Gaskasten… natürlich nachdem wir wieder mal ausgemistet und minimalisiert haben 🤣! Muss ja zwischen durch mal sein, es häuft sich doch halt immer wieder unnötiges Zeug an.

Den Hundis gefällts im Wäldchen wie immer super gut, Micky jagt mit hängender Zunge stundenlang, im Gras um die Bäume irgendwelche Fantasieungeheuer oder vielleicht Insekten, natürlich ohne irgendwas zu fangen, jedoch mit Bewegung und Ausdauer aller Muskeln… Physiotherapie!? Rulo hat von seinem Alleine Spaziergang wieder mal „Beute“ mitgebracht und die Teller grosse Schildkröte gegen ein Hundeguetsli eingetauscht. Der arme hat sich, wahrscheinlich beim Schildkröten aus dem Gebüsch holen, einen langen Palmen Spriessen im Knie eingefangen. 

Schön war es paar nette Tage mit unseren Freunden zu verbringen, irgendwann kreuzen sich auch unsere Wege wieder, Peloponnes ist ja nicht so gross und der Winter noch lang!

Fortsetzung Sonntag:

Rulos Knie ist zum Glück wieder gut. 

Wir sind inzwischen in Aigio gewesen, um unser verspätetes Paket abzuholen. Micky hat nun auch einen Tractive GPS Sender um.

Jannis, unser Freund und Besitzer vom Camperstop, hat für uns in Athen bei UPS nachgeforscht, was mit unserem Paket los sei.

Der Adressaufkleber von Tractive war korrekt ausgefüllt und aufgeklebt und das Paket hat den Weg bis Athen geschafft, dort hat UPS dieses an ein anderes Transportunternehmen übergeben, die haben einen zweiten, etwas komischen Aufkleber draufgemacht und der unfähige Bote schaffte es nicht, die richtige Adresse zu lesen, auch telefonieren konnte er anscheinend nicht, Jannis und meine Handynummer waren auf dem Paket. Melina konnte es dann im Büro in Aigio abholen. 

Auf unsere Anfrage haben wir von UPS bis heute keine Antwort! 

Am Samstag sind wir dann weiter, wollten den Freieintritt am 1. Sonntag im Monat in den Wintermonaten nutzen und das Antike Theater von Epidauros besichtigen.

So nächtigten wir in der Bucht Paralis Vagionia in Paleia Epidauros, hier stinkt wohl ein totes Tier im Gebüsch und mein altes Schweinchen Janosch fand den Geruch anziehender als wir, ich musste ihn dann im Meer waschen. 

Am Morgen verzichteten wir aufs Zmörgelä mit dem ekligen Duft und wechselten in die gegenüber liegende Bucht, da war es auch viel sauberer und die Vierbeiner durften wieder frei laufen.

Früh aufstehen hat sich gelohnt, die Ausgrabungsstätte und das Theater waren noch fast menschenleer. Wir hatten grosse Parkplatzauswahl und nutzten den Schatten unter einem Laub Baum, weit weg von den Pinien. 

Das Theater war eindrücklich, wir stiegen einzeln die vielen Steinstufen hoch um die tolle Akustik zu erleben. Eine Italienische Reisegruppe lauschte den Erklärungen des Reiseführers und wir konnten den Klang der musikalischen Gesangseinlage einiger Frauen bewundern.

Die Münze, die ich unten fallen liess, konnte Sigi zu oberst klirren hören.

 

Hier lagen viele Streuner … Katzen und Hunde, geniessend in der Sonne, liessen sich schnurrend und schwanzwedelnd streicheln und waren offensichtlich mit ihrem Leben zufrieden.

Weiter führte unsere Fahrt über Nafplio, bei Eparchiaki Odos Kiverrio, versuchten wir auf den Platz, den wir letzten Winter mal angefahren hatten, zu kommen. Mussten dann aber im Retourgang wieder die steile Strasse hochfahren, da die vom letzten Winter schon schlechte Strasse nun total weggespült war.

Nächstes Ziel Astros. 1. Halt Paralia Astros (Pavlaika), die Hunde freuten sich am bekannten Platz, Micky zischte gleich ab zur Bucht um die Ecke, wo es Wasserbassins, Sumpfgras und Frösche hatte 😉 und wir füllten erst mal den Frischwassertank, entschlossen uns dann aber doch, „nach Hause“ zu gehen und stehen wieder einmal mehr an „unserem Junes Strand“ unterm selben Eukalyptusbaum, sogar unser Steinbild im Sand liegt noch da, das wir zu Junes Gedenken hin gelegt hatten.

Wir alle 7 genossen den schönen Nachmittag, jetzt wird es kühl, paar graue Wolken überziehen den Himmel und der Wind bläst unangenehm. 

Nun werde auch ich in die geschützte Monschterburg kriechen, vorher aber sicherstellen, dass Castello mitkommt, schnell wird es hier abends dunkel und wir wollen nichts riskieren!

Paar Tage werden wir hier bleiben… bis demnächt!

Zweite Heimat Peloponnes… und Hundebaby‘s

Nun sind wir schon wieder einige Zeit auf Peloponnes. Als wir die Brücke vom Isthmus überfuhren, war es so wie nach Hause kommen. Obwohl es uns immer wieder freut Neues zu entdecken und Griechenland und überhaupt jedes Land so viele wunderschöne Fleckchen bietet… unser Herz hängt am Peloponnes!
Einen interessanten, ruhigen Übernachtungsplatz fanden wir auf der Korintherseite des Kanals im Schatten von Eukaliptusbäumen. Toll so nah die Schiffe vorbei gleiten zu sehen… die grösseren von Schleppern gezogen.

Am Sonntag morgen dann ein lustiges Schauspiel… 400 Teilnehmer padelten mit SUF’s, Kanus und Paddelbooten den Isthmus hoch, alle mit pinken T’Shirts.. eine fröhliche Schar Menschen von jung bis alt.
Später suchten wir uns den nächsten Platz, wir wollten auch schwimmen gehen. Bei den Ausgrabungsstätten beim Archeio Limani am Strand vor Korinth, ein herrlich langer „Hundestrand“ mit einem einzigen Schattenbäumchen, genau für uns. Obwohl Sonntag, verirrten sich nur vereinzelte Schwimmer oder Fischer am Strand und verschwanden auch immer nach kurzer Zeit.
Der Sturm Sorbas hat seine Spuren hinterlassen, der ganze Strand ist mit massenweise Schwemmgut(Plastik), Holz und Müll übersät. Die Nacht auch recht laut mit Strassenlärm und Hintergrundgeräuschen einer Disco ;-(( !
Montag dann zur Wäscherei, die kannte uns noch vom letzten Frühling. 4 Waschmaschinen voll Dreckwäsche und am andern Tag konnten wir alles frisch und in Säcke zusammen gelegt abholen, für 40 Euro. Dann besuchten wir noch eine Fiatwerkstatt, die Monschterburg macht zwischendurch komische Geräusche. Wir dachten an Bremsen oder Radlager.. der Chef meinte nach Probefahrt und Untersuch es sei alles ok, 10’000 km machen die Bremsen noch. Er kennt aber nicht unseren Fahrstil und die „Strassen“ die wir fahren 😉 und meinte es sei wohl etwas viel Dreck an den Belägen und überhaupt!

Wir wünschen uns eine ruhige Nacht und fahren wieder mal zu einem altbekannten und gerne besuchten Platz, dem Leuchtturm nach Loutraki.
Darauf folgt eine recht stürmische Nacht auf Akrokorinthos, wo wir sogar mitten in der Nacht den Platz bei der Burg mit dem Parkplatz bei der Taverne tauschten, der Wind drehte und wir schaukelten wie ein Schiff im Sturm!

Nun gehts aber wieder in die Berge… Xylokastro-Trikala um die grosse Ziria. Traumhafte Landschaften, Berge und Felsformationen. Am Limni Dasiou, 1485 M.ü.Meer, stellen wir uns halb auf dem Weg ab und laufen mit den Hunden bis ans Wegende, hinten treffen wir auf ein nettes Griechenpaar mit dickem Jeep auf Ferienfahrt.
Wieder mal eine vollkommen ruhige Nacht ohne Lichter… nur Mond und Sterne. Es ist hier oben schon empfindlich kühl und hatte am Morgen schon Bodenfrost. Daher musste Rulo mal wieder im Womo schlafen.
Weiter auf Schotter/Geröllpisten um die Ziria, steil rauf und runter, fanden wir beim Limni Tsivlou einen paradiesischen Stellplatz, nur wie dort runter kommen, wo wir zwar einen Bulli entdeckten, aber keine Zufahrt? Sigi erkundete wieder mal zu Fuss die steilen Wege, nachdem wir schon einmal oberhalb des Sees rundum gefahren sind und ausser der weggebrochenen, verschütteten Strasse keine andere Zufahrt fanden. Sie meinte die Monschterburg und ich schaffen das schon.. hihi. Ja runter sicher!
Es war wirklich ein reizendes Plätzchen mit Picknick-Pavillon und einem klar grünblauen See direkt vor dem Womo, zugegeben wir hatten schon gerader gestanden und vor allem gelegen, zum Schlafen brauchte ich fast Sicherungsgurte oder Steigeisen um ins Bett zu klettern… schön wars trotzdem.
Das deutsche Paar mit dem Bulli war morgens früh weg, sogar er mit dem leichten Büsli liess die Räder durch drehen und Geröll verspritzen.. das kann ja schön werden. Erst mal liessen wir Frischwasser ab, leerten die Kanister aus und Tisch, Stühle und Hundefutter wurden aus der Garage geräumt. Sigi und die Hunde warteten unten bis ich letztendlich beim dritten Anlauf die Kurven richtig anfahren konnte und mit dem letzten Pfupff auf die ebenere Strecke kam. Sigi stampfte dann vier Mal mit Hunden und Material hoch und dann nochmal runter für ein erfrischendes Bad im kühlen See.
Wieder einmal haben wir uns vorgenommen, etwas vorsichtiger zu sein und weniger gewagte Experimente zu versuchen. Tja im nächsten Leben betimmt…. ein Allrad und Blechkiste! Schnorchel, Seilwinde, Sandbleche, Offroadreifen und…und..und wären auch nicht schlecht!!
Und wieder Bergtour: Agridi-Peristera, an dem Ski-Center Helmos und Kalavrita vorbei. Beim Skicenter war es bissige 7 Grad kalt.
Beim Cap Araxos stellten wir uns neben eine Betonplatte (im Sommer wohl eine Strandtaverne) neben hohem Schilf und dem Strand. Dahinter hat es paar kleine Fischer- oder Ferienhäuschen … alles leer und verlassen!
Hier wollten wir letzten Frühling schon hin, jedoch war alles überschwemmt. Nun sah man nur noch Spuren vom Sturm. Ein idealer Platz um gemütliche Strandtage zu machen… dachten wir! Am frühen Morgen… welch ein Geschrei, wir wunderten uns was das wohl sei, es war noch dunkel, für Möwen eher zu früh, vielleicht eine hungernde Katze? Als es hell war fütterte ich die Hunde und zog mit einem Becher Katzenfutter und einer aufgeschnittenen Petflasche mit Wasser los zum Strand, um die Katze zu füttern. Doch was sah ich beim Näherkommen… zwei winzige Fellknäuel torkelten mir winselnd und mit dem ganzen Körper wedelnd entgegen.
Die lagen unter einem schräggestellten Autoreifen. Der Typ, der die hilflosen Hundebabys dort aussetzte, wusste sicher genau, dass die Camper mit dem Womo nicht an den armen Geschöpfen vorbei gehen können. Er wird sie kurz bevor wir das Geschrei hörten, absichtlich in unserer Nähe ausgesetzt haben.
Im Nachherein wissen wir auch von Tierhilfe Organisationen, dass dies Gang und Gäbe ist!
Fast eine Woche waren wir nun eingespannt, in der Nacht mehrere Male aufstehen, Futter und Milchwasser wärmen und die hungrigen Mäulchen stopfen, paar Schritte mit ihnen laufen zum Versäubern, ein Gürpsli (Bäuerchen) abwarten, kuscheln und wieder ins improvisierte (Strandgut Gemüsekistchen) Hundenest legen.

Auf FB bekamen wir einige Reaktionen und kurz bevor wir sie an eine durch www.patras-hunde.de (Hunderettungs Organisation) Pflegestelle geben wollten, erreichte mich ein Kommentar von Barbara… sie würden gerne einen Welpen übernehmen. Zum Glück waren Barbara und Hans sofort bereit auch beide Hundchen zu nehmen, wir hätten sie nicht gerne getrennt, mussten sie doch viel zu früh ohne Mutter sein. Sie waren ja erst ca. 4-6 Wochen alt.
Am liebsten hätten wir die Süssen ja behalten, sie wachsen einem ja sofort ans Herz. Leider ist unsere Monschterburg aber kein LKW und mit unseren 5 Vier🐾🐾🐾🐾 schon voll ausgelastet!

Am Freitag durften wir „unsere zwei Findelkinder“ nun in ihr neues Zuhause begleiten.
Auf der Fahrt nach Drepano, fuhren wir erst dem Golf von Korinth entlang und dann durch Olivenhaine, später durch Rebbaugebiet, da kommen die Korintherli her!
Das Navi führte uns ab der Hauptstrecke durch wunderschöne Landschaften, leider auch mit grossen Sturmschäden! Bei einigen Brücken schluckte sogar ich erst ein bisschen, bevor ich mit Schwung drüber fuhr 😂😋.

Eine wahre Freude, den Süssen zuzusehen, wie sie die neue Umgebung, den paradisischen, grossen Garten und das kuschelige Sofa im hübschen Haus erforschten. Da werden sie es gut haben! Ende gut, alles gut… und so sind alle glücklich und zufrieden. Wir übernachteten noch auf dem PP vor dem Grundstück und zogen beruhigt weiter… bestimmt werden wir von Zeit zu Zeit Fotos und Berichte erhalten und irgendwann, wenn uns der Weg in die Nähe führt, besuchen wir die lieben Zwei- und Vierbeiner wieder!

Zum zweiten Mal fuhren wir nun den Kondili Strand an, doch wieder, wie auch im Frühling, war er uns zu voll und es gab keinen Schattenplatz, wir entschlossen uns weiter zu fahren, genossen wieder einmal mehr die traumhafte Aussicht der Fahrt und stehen zum X. Mal wieder am Strand bei der Franchthi Höhle… ruhig und einsam, zwischendurch paar blöckende Schafe, Glöcklein bimmeln und Wellen plätschern. Das Wasser hat immer noch angenehme 24 Grad und ist herrlich zum Schwimmen.
Am Strand stehen Tamarisken, da hängt mein grüner Hängesessel wieder.
Olivenbäume, Eukalyptus und Tamarisken… wir lieben diese Bäume!

Wir hoffen auf baldigen Bescheid von DHL und Ioannis, dass unsere bestellten Sachen aus Deutschland den Camperstop beim Cafe en Plo bei Aigio erreicht haben!
Dann werde ich mich dran machen und hoffe den Elektro Scooter fertig montieren zu können!

Übrigens … erfreuliche Berichte von Klein Lisi, wie die Fotos zeigen, ist sie glücklich und voll zu Hause bei ihrer Familie! Danke Susanne und Michael mit Nelly und Nero👍🤗

Wir grüssen herzlich in die Heimat🇨🇭🇩🇪… und natürlich auch Reisende🇬🇷🇪🇺
…die Monschterburgerli’s

Vorbei der Sorbas Sturm… Sonne herrscht…DAS ist Hellas

… nun ist die Welt wieder in Ordnung… Vier Tage schrecklicher Sturm, Medicane, Dauerregen, Blitz und Donner… Wildbäche, Geröll und Schlamm auf Strassen, durch Dörfer …überall. Schwierig, etwas geschützte Plätze zu finden.

Thermopylos mussten wir leider verlassen, so im heissen Wasser zu relaxen war schon himmlisch. Es waren fast keine anderen Menschen hier und wir hatten eine Badestelle im Flüsschen ganz für uns. Zur Abwechslung gingen wir auch zur Hauptstelle mit den verschiedenen grossen und kleinen Wasserfällen, welche eine wohltuende Massage abgaben.

 

Wie sich der grosse, flache Platz, der wie geschmolzene Erde, Lavagestein aussah, in der Regenmasse verhalten wird, war uns auch unklar. 

Aber da wir seit 4 Monaten ohne Landstrom auskommen und halt etwas grosszügig mit Strom haushalten, ging die Batterie bei Sonnenmangel zur Neige. ..Fahren war angesagt.

Eigentlich wollten wir ja nicht Autobahn fahren, die Nebenstrasse führte über Berge. Die Felder und Olivenhaine überflutet wie Reisfelder, überall gurgelte Wasser aus Löchern, reissende Flüsse schwemmten Schlamm, Geröll und Müll auf die Strassen.

Dann kam die Zeit, wo auch wir aufgaben, die Verhältnisse wurden zu riskant und auch Griechen mit Pickups wendeten.

So nahmen wir die Autobahn, auch da war man nicht sicher vor Überraschungen, es gab zwar doch ein paar Idioten, die ihre „Fahrkunst“ beweisen wollten und mit unangebrachtem Tempo über die Autobahn donnerten… tja dafür mit grauem Auto und OHNE LICHT😡!

Wir fanden dann nach längerem Suchen, nicht auf dem öffentlichen Parkplatz beim Strand und Leuchtturm, sondern bei einer geschlossenen, eingewinterten Strandtaverne, auf dem gut mit Kies befestigten Platz, zwischen schützenden Hecken, einen Übernachtungsplatz.

Die nächste Nacht verbrachten wir, ganz unromantisch, an einer Strandpromenade.

Am Montagmorgen, immer noch bei Regen aber wenigstens ohne Wind und mit ruhig plätscherndem Meer, entschlossen wir uns auf die Insel Euböa zu fahren… dem schönen Wetter entgegen.. und jaaa, wir habens gefunden und dazu dieses reizende Plätzchen… auf der Insel an der Insel. 

Rechts der Fischer- und Fährhafen… schön die Fähren und vielen Fischerboote zu beobachten.

Links ein leerer Parkplatz, eine gut eingezäunte Kapelle und auf dem Alleenareal massenweise Hunde. Die sind ganz zufrieden und bellen nur, wenn sich andere (unsere) Hunde nähern oder mal ein Zweibeiner vorbei läuft.

Was es damit auf sich hat, haben wir noch nicht rausgefunden. Ein Mann sagte uns, dass die Hunde die Kappelle bewachen würden… glaub ich nicht so recht, eher ist das eine entweihte Kappelle und nun Auffangstation für Streuner.

Etwa vier Hunde laufen frei hier rum, sind jedoch sehr friedlich und nicht aufdringlich, sie haben sich mit unseren schon angefreundet.

Andra ist happy… wieder mal ein Sorglosplatz, wo meine kleine Dicke auch nach Lust und Laune frei sein darf! Ihre Wunde ist übrigens endlich zugeheilt!

Wir: Sigi, Janosch und ich, sind im wieder türkisblauen Meer schwimmen gegangen, herrlich. Jetzt schreib ich weiter am Blog und Sigi liegt E-Book lesend im Lehnstuhl.

Hihi wie Touristen😜!

Später wollen wir… wie Robinson, „unsere“ Insel erkunden.

Auf dem Pinienqbewaldeten Hügel ist nämlich ein Lost Place Hotel versteckt. Das mögen wir doch, wollen die Hunde aber nicht gefährden! (Pinien Prozessions-Spinner Raupen) und lassen sie mal alleine zu Hause. Sie dürfen dann später mit auf den Wellenbrecher laufen.

Weitere Abenteuer folgen…

Neues in Griechenland geniessen und Vor/Wiedersehensfreude auf Peloponnes

Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir sind schon weit in Griechenland rum gekommen.
In der Nähe von Prosotsani und Drame haben wir eine Tropfsteinhöhle besichtigt.

Ein Fluss entspringt dort und läuft durch die Höhle. Beim Ausgang ist ein fast 100 jähriges riesiges Wasserrad, davor bestand schon eines ganz aus Holz, diese haben lange Zeit die ganzen Dörfer der Umgebung mit Wasser versorgt.
Ein netter Grieche führte uns und ein griechisches Paar durch die Höhle und klärte uns über die Erforschung derer auf. Schön dies nach der Saison zu besichtigen, so ohne Touristenrummel. Wir haben sogar Fische und Fledermäuse gesehen, die hier drinnen leben, es sollen auch Otter darin sein, davon sind aber nur Pfotenspuren zu sehen.
Die Therme mit Stellmöglichkeiten besichtigten wir nur ganz kurz, leider wieder einmal total verdreckt…. einfach unverständlich!! So suchten wir am Strand ein angenehmeres Plätzchen. Die Hunde konnten da auch rumlaufen und ausser einer riesigen Ziegenherde, die ohne Hirten aber von ausgezeichneten Hütehunden begleitet, ganz ruhig an uns vorbei zog, war niemand in unserer Nähe. Sogar ein Schatten spendender Olivenbaum stand da, woran ich endlich meinen Hängesessel auf hängen konnte 🤗👍.

Am nächsten Tag… es war überaus heiss, eine Kuhherde stillte den Durst und erfrischte sich im Flüsschen.
Etwas abenteuerliche Strassen führten uns an der wilden Küste entlang, die uns sehr an Lakonia auf Peloponnes erinnerte, bergauf, bergab, felsig und wild bewachsen, abgebrochene Strassen mit verzogenen Wellen. Dann wieder durch schmucke Fischerdörfchen, mit Tavernen, über gutes Kopfsteinpflaster. Bei Toroni ein fast unendliches Berg-Steilküstengebiet. Bis auf eine protzige Villa völlig unbebaut, aber ein Labyrinth von neuen erstellten Strassen führte durch das Gebiet… leider für ein Womo zu schmal und viel zu steil um bis an die hübschen Strändchen und Buchten zu gelangen.
Anscheinend hatte sich da ein Unternehmen mit Bauplänen übernommen.

Bei Kassandra erblickten wir komische Plastiksäcke an Pinienstämmen. Beim genaueren Hinsehen sahen wir, dass da Harz „gemolken“ .. gewonnen wurde. Das erstreckte sich auf viele Kilometer der Strasse nach.

Schöne, einsame Buchten sind hier weniger gut zu finden und wir sind ganz einfach fast einen Monat zu früh hier gelandet. Es ist zu heiss für die Hunde und auch für uns. Mit etwas Ausdauer finden wir aber doch wieder was.
Hier bei Nisi sind am Strand paar wenige Dauercamper, beim Badestrand vorne mit Dusche und paar Sonnenschirmchen kommen vereinzelte Einheimische kurz zum Schwimmen. An der Zufahrtstrasse steht ein geschlossenes Hotel-Restaurant. Wir stehen unter herrlichen Eukalyptusbäumen, tolle Schattenspender.
Ein guter Platz zum länger bleiben.
In der Nähe finden wir einen Tierarzt, Andra hat einen Fünffranken grossen Fleck an der Backe unter dem Ohr, das nässt, ist entzündet und blutet. Sie bekommt eine Spritze, Cortison-Antibiotikasalbe und Zinkspray. Es will nicht recht heilen, sie versucht immer mal wieder zu kratzen und mit dem Kragen funktioniert es auch nicht grad gut.
Castello wird langsam ein grosser Kater, wir lassen ihn gleich beim Tierarzt zum kastrieren. Er tat uns schon leid, denn der Arzt meinte, wir sollen ihn gleich bis Montag bei ihm lassen, damit die Wunde gut verheilen kann. Vernunft über Herz… auch wenn wir traurig waren und er uns leid tat, im Käfig bleiben zu müssen… der Arzt hatte recht, in der klimatisierten Praxis, ohne Sand und der Enge im Womo, konnte sich Castello besser erholen und die Wunde sauber verheilen. Er war auch ganz zufrieden und brav und bei der telefonischen Nachfrage nach seinem Befinden, meinte der Veterinär… Castello sei ganz ein Süsser.
So fahren wir noch weiter bis wir ihn Montag holen können.

Der westlichste Finger von Chalkidiki erwies sich als zu voll touristisch für uns und es hatte grosse Gebiete am Meer mit Hotel-, Ferien- und Golfanlagen, eingezäunt wie Hochsicherheitstrakt… für die oberen 10’000 und Prominente ☹️.
Nun diese Gegend von Griechenland haben wir nun auch gesehen, werden da sicher nie mehr zurück kehren. Auf dem Rückweg versuchten wir unser Glück noch bei paar eigentlich ganz netten Plätzen… so versch… mit Toilettenpapier und Feuchttüechli überdeckte Flächen, da kann frau weder ein Fuss vors Womo setzen, noch die Hunde rauslassen. Im Gegensatz zu uns Hundehalter (wir haben Robidogsäckli dabei👍) lassen die Menschen ihre „Hinterlassenschaft“ rumliegen 🤢💩😡.
Wir entschliessen uns zurück zu fahren. Da es doch schon dunkel wird wollen wir an einem Strandparkplatz übernachten.
Leider hat die Taverne gerade geschlossen. Rulo kriegt seinen Freilauf, dummerweise, weil es schon Nacht ist, verläuft er sich und findet den Weg nicht zurück. Mit dem Tracker können wir ihn orten und Sigi macht sich auf den Weg, er ist 1,5 Km entfernt und irrt herum. Rulo ist wieder mal froh, dass Sigi ihn findet! Am Morgen entscheiden wir uns wieder zum Eukalyptuswäldchen zu fahren und bis Montag da zu bleiben bis wir Castello holen können.

Nun haben wir ihn wieder, alles ist gut gegangen und wir sind sicher, dass er sein Zuhause nicht markieren wird und wir nirgends unterwegs für kleine Castellos Alimente bezahlen müssen 🤣!
Thessaloniki ist die nächste Station, wir übernachten am Strand eines Aussenquartiers. Eigentlich ganz ruhig und nett. Ein schöner Sonnenuntergang mit Flugzeugen, die in regelmässigen Abständen starten und landen. Der Lärm hält sich erstaunlich in Grenzen.

Am Morgen fahren wir zur Womowerkstatt Zampetas, wir möchten uns einen Dachdurchgang für die Toilettenlüftung einbauen lassen.
Es stehen schon viele Womos rund um die Werkstatt. Die nette Familie Zampetas bietet kostenlos Stellplätze, inkl. Strom, Wasser, WC und Wifi für Kunden und Nichtkunden. Wir nutzen die Wartezeit um Wäsche zu waschen und haben Glück einen Schattenplatz zu erwischen. Antonni Zampetas spricht fliessend Deutsch, er und seine Mitarbeiter sind sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Wir entschliessen uns trotzdem noch spät Abends, zum Übernachten weiter zu fahren. Wir haben Hunger und kamen nicht zum Einkaufen und die Hunde wollen auch noch etwas laufen. So fährt Sigi, da es ja dunkel ist, zum Surferstrand wo wir schon mal gegessen haben.
Wir bekommen in der Taverne noch ein super leckeres Nachtessen bevor wir müde ins Bett kriechen.
Am andern Tag wollen wir zum Olympus, auf dem Wanderparkplatz auf angenehm kühler Höhe übernachten, er war aber so überfüllt und schief/steil, dass wir uns entschieden besser weiter unten einen Parkplatz zu suchen.
Ein junges Litauer Pärchen hatte ein Problem… sie konnten nicht in ihr Fahrzeug. Tja die heutige elektronische Technik!
Sie versuchten krampfhaft durch einen Spalt im Seitenfenster an den Fensteröffner zu kommen.
Ich hatte die Idee mit Fleischerhacken und Panzertape nach zu helfen und Sigi brachte dann noch einen Kleiderbügel. Nach einer Weile schafften sie es dann auch zu öffnen.
Nun brauchten sie Werkzeug, Akkuschrauber und Messgerät… und wir warteten und warteten… eigentlich wollten wir ja noch etwas sehen um die kurvenreiche Abfahrt zu machen. Brachten es aber nicht übers Herz, den zweien nicht zu helfen.
Auf halber Höhe war ein Aussichts-Picknickplatz, mit einer wahnsinns Aussicht in schwindelnder Höhe über dem steilen Abgrund, verbrachten wir eine ruhige Nacht.

Bei Karya fanden wir eine einsame Picknickarea, die untere Wiese ohne Tisch und Bänke, dafür oberhalb eines reizenden Bergbaches gefiel uns gut. Wir sassen noch lange draussen und spielten nach dem Essen Karten, als wir ein Winseln und Bellen aus dem Gebüsch hörten… und dann sahen wir SIE… eine kleine süsse Welpe umtänzelte uns Schwanzwedelnd, sprang an uns hoch und war wohl überglücklich Menschen gefunden zu haben. Sie freute sich über unsere Hunde und entschloss sich, uns zu adoptieren. Sogar Andra tolerierte ihre Annäherung. Am Morgen sah ich sie aus Rulos Zelt rauskommen und sie gesellte sich selbstverständlich zum Rudel bei der Raubtierfütterung.
Beim Spaziergang, wo wir erhofften, ihr Zuhause, ein Hof oder Stall, eine Ziegenherde und Hirt oder andere Hunde zu finden, lief sie brav mit, immer bedacht dass die „Herde“ zusammen blieb. Nun wir hatten ausser paar verwaisten Ferienhäusern nichts und niemanden gefunden. Auf FB ein Aufruf für Jemanden, der das Hündchen aufnehmen könnte, kamen leider nur Ratschläge, die wir eigentlich nicht brauchten, die meisten wollten Alles besser wissen.

Freunde aus Deutschland, die wir zu treffen erwarteten, fragte ich an, doch sie hatten ja auch schon zwei Hunde… aber das grössere Womo😉👍… und nach erstem Zögern, wollten sie es doch probieren, falls Nelly und Nero sich mit dem Rudelzuwachs arrangieren würden, die Kleine aufzunehmen.
Wir hätten sie auch nicht alleine zurück lassen können. Es ist in den Bergen Nachts schon viel zu kalt, die Kleine mit geschätzten 3 Monaten und Milchzähnchen noch zu klein und unerfahren, um zu jagen und sich selber zu ernähren und die Touristenzeit ist vorbei, wo sie gefüttert würde oder sich wenigstens aus dem Müll Futter suchen könnte.
So fuhren wir los, um Susanne und Michael auf dem Stellplatz Platys Ammos zu treffen.
Erstaunlich wie lieb die Kleine im Womo war, kein Gewinsel, Gejaule, nicht reingemacht. Pippihalt an der ungewohnten Leine… alles prima geklappt.
Sie kann einen schon um den Finger wickeln mit ihrem Charme und war uns schon ans Herz gewachsen.
Susanne und Michael erging es wohl nicht anders, Nelly und Nero waren nicht besonders begeistert aber auch nicht unzufrieden über den Nachwuchs. Ihren Platz im neuen Womozuhause und in den dazugehörenden Herzen hat sie mit Sturm erobert.
Wir haben einen gemütlichen, schönen Abend mit leckerem Essen und Tsipuro 😜zusammen verbracht.
Meine strikten Prinzipien… es kommt kein weiteres Tier in die Monschterburg, kam schön ins Wanken… Herz über Verstand 😉😍!
Vielleicht sehen wir sie ja alle nochmals bevor sie nach dem Urlaub wieder nach Deutschland zurück fahren.

Wunderschöne Strecken sind wir weiter gefahren, schöne Strände gefunden, leider sind wir und die Hunde bei der Idyllischen Bucht bei Sipias so von wild gewordenen Wespen geplagt und bedroht worden, so dass wir den Platz am Morgen fluchtartig verlassen hatten.
Nach weiteren paar Fehlversuchen mit Platzsuche, wo wir zwar schon schöne Plätze sahen… nur einfach nicht ideal.. kein Schatten, das Meer zu tief unten und schlecht zugänglich, zu viel Pinien, zu schräg oder zu klein um ohne Belästigung der Fischer zu Parken.
Dann bei Nea Anchialos ein grosser Parkplatz am Strand, mit Dusche und schattigen Tamarisken, nicht schlecht… auch der prächtige rote Vollmond und morgens das ähnliche Bild mit Sonnenaufgang. Castello überglücklich auf Bäume zu klettern.
Aber wir sind dann gestern doch weiter, bei Pteleos mit der gegenüber liegenden Insel Euböa, neben Olivenhainen ein kleines Strandplätzchen gefunden.
Und nun sind wir schon die zweite Nacht hier, weit abseits der Zivilisation. Haben heute lediglich zwei Roller mit Arbeitern gesehen, die viel weiter hinten wohl an den Ferienhäusern am Arbeiten sind.
Gestern wars noch heiss und heute trotz stürmischem Wind und gefühlter Kälte, plätschert das Meer, direkt neben uns angenehm ruhig.
Morgen nutzen wir das kühlere Wetter und fahren nach Thermopylos zu den Thermalquellen, wir haben erst gesehen, dass das nicht so weit entfernt von hier ist und auf unserer Strecke liegt.
Gute Nacht in die Heimat und es liebs Grüessli!