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DIE 4WILDEN von der Monschterburg.. Das sind wir: Lisi Rudelführerin, Ernährerin, Fahrerin und leitende Zweibeinerin. Eine angegraute etwas unkonventionelle, bisschen verrückte, mutige, abenteuerlustige, neugierige, suchende, Tier-und Naturverbundene Frau. Auf ihrem neuen, guten Weg - dem Leben und Reisen auf Vier Räder. -Zuhause ist... wo Frau glücklich ist .. wo die Monschterburg steht - Irgendwo auf Entdeckungsreise durch Europa. -Nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern dem Neuen mit Freuden entgegen blicken! JANOSCH: mein Oldie, Golden Retriever, Therapiehund in Rente, vorläufiger Beifahrer, Co Pilot und Alarmanlage und FREUND ANDRA: Bullmastiff Hündin, mein Kuschelmonster, das ausser Kuscheln, Schmusen, Schlabbern, Schlafen und Schnarchen auch gut Bewachen kann! JUNE: die WoMo Tigerin... ein Hund im Katzenpelz, die ihr Hunderudel über Alles liebt. R.I.P 2.12.2017 Seit Mai 2018 Katerchen Castello, inzwischen ein Stummelschwänzchen halbstarker Kater!

Die Flucht ergriffen… Bosnien Herzegowina der ruhige Pol

Wie immer… leckeres Essen von Elma👍🤗

der Grossstadt entflohen sitze ich am eisigen Flüsschen Buna, geniesse die Ruhe am Wasser. Habe nur mal die Füsse geschwenkt, morgen will ich es aber mal kurz wagen ganz rein zu tauchen🥶👍.

Gerhard und Fritz sind auch wieder da.. hallo Gaby und Fred… ihr fehlt noch😉

Schön haben sie den Platz erweitert, aber ich bin wieder auf „meinem“ Plätzchen. Die Saison ist noch nicht ganz vorbei, es hat mehr Camper als sonst, doch es ist eine angenehme Atmosphäre.. nette Leute, nette Gespräche entwickeln sich.

Erholsam… Ferien?!

Castello findets jedenfall toll und geniesst voll die erstaunte Aufmerksamkeit der Camper !

Die letzte Nacht bei der Festung bei Klis war auch angenehm ruhig und mit toller Kulisse, am Morgen früh kletterten wir den Berg zur Burg hoch, leider waren die Tore noch verschlossen aber die Aussicht geniessen konnten wir auch so.

Auf P4N hab ich paar empfohlene Plätze rausgesucht, in der Hoffnung was zu finden um mich mit den Bekannten zu treffen die in Split Ferien machen, ein schwieriges.. nein hoffnungsloses Unternehmen, auch ein PP beim endlich gefundenen Kaufland und DM zu finden war aussichtslos, vor allen weil überdacht und Höhenbeschränkung! Ja ein Schrankenfabrikant kann in Kroatien gross Karriere machen😜!

Tja kam ich bisher ohne die Sachen vom Kaufland und DM aus, so werde ich es auch weiterhin überleben.

Einkaufen ist sowieso ein notwendiges Übel!

Bis nach Mostar hat mich die liebe Frau Garmin über eine schöne Strecke geführt.. nur durch Mostar meinte sie es zu gut mit der Stadtführung und manch einer schüttelte den Kopf warum ich mich da durch quetsche, aber immerhin hab ich die historische Brücke und den prächtigen Flusslauf zum ersten Mal gesehen😍.

Dann stand da am Strassenrand ein junges Mädel mit Rucksack und Kartonschild (Blagaj), den Daumen in der Luft, da konnte ich ja nicht dran vorbei fahren.. und schon stiegen zwei junge Türkinnen ein, die mit Rucksack am Reisen sind. Glücklich aber ganz erstaunt, dass ich auch wirklich nach Blagaj will und sogar erriet, dass sie zum Derwischkloster wollten. Nette Reisebegleitung für kurze Zeit.. hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert🤗

Und damit ich in der Monschterburg nicht einsam verhungern muss, kriegte ich gleich noch einen frischen Fruchsalatteller von Elma!

Sogar das Wifi funktioniert nicht schlecht, hoffe es tust auch weiterhin!

Also wie ihr gut erraten könnt… Schleichwerbung … jedoch mit gutem Gewissen und jahrelanger Erfahrung 😍👍

Der Platz ist sauber und liebevoll gestaltet und herzlich geführt!

Gute Nacht schlaft Alle gut!😘

Dank an die tolle Werkstatt mit ihren netten Mitarbeiter/innen…

… und es gibt sie doch immer noch..
Mechaniker /Womohändler/Garagisten, die noch mehr können als Computer Diagnosen auslesen und Ersatzteile auswechseln!
Die noch Verständnis für uns Womofahrer/Womolebenden haben und für Problem Schäden Lösungen finden.

Dank den tüchtigen Männer, Herr Elmer, Herr Hollinger und dem Lehrling, konnte ich heute nach nur 1 1/2 Tagen meine Monschterburg repariert wieder abholen.
Dank dem tollen Einsatz und Ideen, kann ich nun morgen meine weitere Reise Richtung Peloponnes antreten und heute nochmals an der schönen Thur Energie auftanken .
Danke für eure Bemühungen!

Herr Elmer, Caravan Bucher, Hauptwil
caravan-bucher.ch

Herr Holliger bei Stegar AG, Kirchberg

Dies und Das.. wie die Zeit vergeht..

Gestern Morgen erwachte ich mit starken Schmerzen im rechten Handgelenk, die sich bis zur Schulter hoch zogen. Mein erster Gedanke.. werd blöd drauf gelegen haben und bald wieder weg sein. Dem war aber leider nicht so, vermute eher eine Sehnenentzündung. Jetzt sehne ich meinen Automaten zurück, kann kaum Schalten und das Steuerrad halten.

Genau das braucht eine Alleinfahrerin nicht!!

Dann hatte ich die glorreiche Idee heute mal Autobahn zu fahren, in der Hoffnung lange ohne zu Schalten und gleicher Geschwindigkeit zu fahren.

… und dann war eine Baustelle nach der Anden, Geschwindigkeitsbeschränkungen dauernd wechselnd und noch Lichtsignale😡für eine nicht gerade lange Strecke gleich mal 112 Kuna abgeladen. Ich verliess die Autobahn und fuhr weiter über Bergstrassen, durch hübsche Dörfer um in meinem Zwischenübernachtungsstopp Kuterevo anzukommen. Ein süsses Dörfchen, von den vielen Volonterer originel, hübsch, farbig gestalteten Bärenrefugium. Es hat sich gelohnt diesen Umweg zu fahren ! Beim rumspazieren dürfte ich einige Bären entdecken und beobachten. Es waren nur wenige Besucher da, alle schön ruhig und mit Zeichensprache am verständigen. Die Braunbären , in „Fast Freiheit“ leben in verschiedenen Gruppen/Gehegen, grosszügig und wild angelegt und mit genügend Versteckmöglichkeiten, man musste schon geduldig und ruhig abwarten um die Tiere zu erspähen. Betreut werden sie durch Freiwillige Helfer, finanziert mit Spenden und Verkauf diverser selbstgemachten Souveniers.

Castello war auch glücklich über den Übernachtungsplatz, hatte er wieder mal einen Kumpel gefunden 👍🤗🐯.

Eine herrlich ruhige Nacht, ein schöner Morgen, herbstlich mit Nebelschwaden.

Meiner Hand gehts etwas besser, dank Salben, Medis und Schiene.

Ich fahre durch verträumte Bergbauerndörfchen, an Schafherden und fröhlich winkenden Hirten vorbei, eine reizende, märchenhafte Gegend.

Nachdem ich hier in Kroatien schon auf dem Camping  Polari in Rovjni FB Bekannte besuchte und endlich mal real kennen lernte, bin ich nun auf dem Weg nach Split wo ich nochmals Freunde besuchen will.

Nach der Schweizer Besuchstour wo ich so viele liebe Freunde und Bekannte und natürlich meine Familie wieder gesehen habe, wunderschöne Gegenden, die ich schon Jahrzehntelang nicht mehr besuchte und mich aufs Neue faszinierten. ..Lumneins, Schlans, Alp da Schlans und Prada, Trun… Lukmanier 😍, dann Tessin Maggia Tal, Lago Maggiore, Mergozzo wo ich nochmals Manon traf.

Bitte entschuldigt, dass ich nicht Alle aufzähle, bin langsam leicht überfordert mit dem Blog Schreiben, so alleine auf sich gestellt unterwegs zu sein fordert mich manchmal schon sehr. Navigieren, Kartenlesen und Routen finden war noch nie so mein Ding.. es klappt aber schon besser, obschon ich mich zwischendurch mit Tante Garmin recht streite und mich auch mal weigere ihre Befehle anzunehmen.

Bald fängt mein neues Abenteuer an, ich werde noch einen Besuchstopp in Blagaj machen um die Freunde vom Autocamp zu besuchen und dann soll es zum Lake Koman gehen.

schwermütige Gedanken … ich vermisse Janosch

Ja auch wenn ich das schon mit so vielen lieben Tieren mit gemacht habe, ist es trotzdem jedesmal so schwer und Janosch hinterlässt eine besonders grosse Lücke, hat er mit mir doch so viele Hoch‘s und Tief‘s mitgemacht und mich in so vielen neuen Lebensabschnitten begleitet!

Die Monschterburg fühlt sich so schrecklich Leer an! Kein vertrauensvoller Blick, wenn ich mich barfuss an Janosch vorbei taste um ihn nicht zu treten.

Kein Kopf der sich an mein Knie schmiegt während der Fahrt, kein Weiches Fell, das meine Hand berühren und kraulen kann wenn sie beim Fahren zwischen die Sitze greift.

Ich freue mich wenn ich mich wieder „begleitet“🤗

Liebi Grüessli Lisi mit Andra und Castello

Im schönen Poland…

Nachdem Castello am Samstag wieder mal ohne Tracker  (war am Ladekabel 😥) los marschiert ist, ich somit auch wieder längere Suchmärsche durch Wälder, Düne und Strand unternahm und den riesigen Campingplatz nach demAusreisser durchforschte, sah ich ihn dann endlich, am späten Sonntag Abend, mit Hilfe eines kleinen Jungen und seinen Grosseltern, in der hintersten Ecke des Camps… nach meinem Rufen hüpfte er vergnügt in meine Nähe um erst noch ein Bisschen Fangmich zu spielen.

Nun hiess es für ihn Leinenzwang bis Montag Nachmittag. Schliesslich war ich genug lang hier und es zog mich weiter.

Erst mal in Stettin einkaufen war auf dem Plan, danach war einfach mal die ungefähre Route bis Pelnik auf dem Navi eingegeben.

Eins zwei war ich ohne es richtig zu merken in Polen, mit der kostenlosen! Fähre übergesetzt nach Stettin. Es war eine Affenhitze, somit beschränkte ich meine Einkäufe aufs Minimalste ( wegen den Hundis) und fuhr dann weiter… kleinere , holperige Strassen… war ich schon wieder in Griechenland ?🤣😉. Nein, nein die Landschaft ganz anders, viel Ebene, riesige goldene Getreidefelder und grüne Wiesen… herrlich schattige Baum Chausseen und Mischwälder mit Vielen Birken, Eichen, Ulmen, Kiefern und mehr. Und immer wieder Wasser.. Flüsschen und Seen.

An der Oder bei Goleniów fand ich ein idyllisches Übernachtungsplätzchen mit traumhafter Sicht auf den Fluss, wieder mal konnte ich Schiffe gucken🤗und die Hunde schwimmen. Wir waren glücklich wieder so ein freies, fast menschenleeres Plätzchen gefunden zu haben und die Tiere frei laufen durften.

 

Nur paar Kinder und Jugendliche kamen neugierig zum Schauen, einige Fischer verbrachten den Feierabend hier und zwei Männer kamen mit Anhänger und Tank um Wasser aus dem Fluss zu pumpen. Die Nacht war total ruhig bis auf paar Schiffe die vor meinem Schlafzimmerfenster vorbei tuckerten.

Am nächsten Tag, nach einem gemütlichen Frühstück und einem ausgedehnten Hundespazier, entschloss ich mich doch schon weiter zu fahren. In den nächsten Tagen wollte ich mich ja wieder mit Petra und Ralf treffen. Die sind schon direkt zum Stellplatz am See bei Pelnik gefahren.

Ich wollte die Strecke in mehreren Etappen machen, da ich ja schnell müde werde und nicht so grosse , langweilige Strecken fahren kann. Die Strassen sind oft sehr schlecht, holperig, grosse Löcher und mit  Längs- und Querrillen.. Fahrspuren, welche ein Fahren wie ein Schiff im Sturm erzeugten. Auch musste ich an einem schweren Unfall vorbei fahren wo 4 Autos ineinander verkeilt waren… kein Wunder bei der oft krimineller Fahrweise der Polen! Es wird rücksichtslos überholt, egal ob unübersichtlicher Strasse und Gegenverkehr und obwohl mir positiv auffiel, dass fast alle Fahrzeuge mit Licht bei Tage fahren👍.

Die nächste Nacht , wieder ein toller Platz bei Parnowskie, hab ich auf Googlemaps entdeckt und hat sich dann als Badestrand, Parkplatz oder in Vorbereitung befindlichem Stellplatz entpuppt.

Ein junger Mann kam mir entgegen, ich fragte ob ich hier stehen und übernachten kann und er fragte zurück… Euro? Wieviel? Er 10€, ich lachte, schüttelte den Kopf und wollte Wenden.. wir einigten uns auf 5€.

Immerhin hatte ich die ganze Strandseite für mich alleine, es hatte viele Abfallsäcke an Bäume gebunden, ein Frischwasserhahn war frei zur Verfügung und zwei ToiToi Häuschen (die ich natürlich NICHT benutze) waren auf dem Platz.

Auf der rechten Seite des Strandes waren paar alte Wohnwagen und Autos, eine geschlossene Strandbar,früh nachts sassen die Männer, die am Platz rumwerken, mit Musik am Lagerfeuer und dann war es wieder ganz still.

Ich war früh zu den Federn raus und machte mich auf den Weg. Das Navi leitete mich wieder mal über kleinste Strässchen, was mir ja recht war, die grossen Strassen waren voller Baustellen und Umleitungen. So sah ich auch immer wieder versteckte Seen und Flüsschen durch die Bäume. Leider fasst nie zugänglich mit dem Womo. Gesperrt, privat, zu sandig oder zu nahe der Strasse waren auch die Picknickplätze, Parkplätze oder mögliche Übernachtungsplätze auf der Strecke . So machte ich nur paar Pausen und entschloss mich doch bis zum Stellplatz weiter zufahren. Das Wetter ist bescheiden, windig und recht kühl. Was mich nicht abgehalten hat, heute Morgen nach dem längeren Hundemarsch durch die prächtige, einsam, ruhige Landschaft und Hundebad im Flüsschen, selber paar Runden im welligen See zu schwimmen.

Der natürliche, einfache Wiesenstellplatz von Maria und Leszek  liegt direkt am See Jezioro Isag, am Rande von Pelnik. Ein ruhiger, einfacher, nicht überfüllter Wohlfühlplatz mit freier Platzwahl, einfach kreuz und quer ohne Parzellen, Lagerfeuerstelle, E/V, Strom, Wlan, Hundefreundlich👍😍, Kayak und Ruderboot steht zur Verfügung und unendliche Natur mit wunderschönen Wanderwegen für Hundespaziergänge direkt vor der „Haustüre“ … und nicht zu vergessen.. sehr nettes, hilfsbereites Besitzerpaar! Wir waren hier schon vor zwei Jahren… sehr zu empfehlen!

Gestern Abend haben mich Petra und Ralf in ein abgelegenes Restaurant eingeladen… Leszek hat Ralf seinen Mercedes ausgeliehen und uns dieses Lokal empfohlen.

Uns erwartete ein kaum ausgeschilderter, wohl ehemaliger Bauernhof, total in der Pampa, von Aussen nicht als Restaurant erkennbar und innen sauber aber recht unscheinbar, spartanisch eingerichtet… und leer. Im Geiste meldeten sich schon Bedenken an.

Wir wurden aber sehr freundlich empfangen, schnell bedient und mit einer vielseitigen, in gutem Deutsch „untertitelten“ Speisekarte verwöhnt.

Erst mal gab es ein leckeres Vorspeiseplättchen vom Haus, diverses aufgeschnittenes, kalte Fleisch, Vollkornbrot, Ein gluschtiger Brotaufstrich und Chillicornichon.

Petra und Ralf bestellten sich eine Fleischplatte für Zwei, mit Bratkartoffeln und Salat.

Ich entschied mich für Zanderfilet mit Blattspinat und Salzkartoffeln, dazu ein Gurkensalat an Joghurtsauce, mit Knoblauch, Baumnüssen und Minze.. und dies alles war sogar für meine Ernährung tauglich👍🤗. Lecker gewürzt, sehr fettarm.

Wir waren angenehm überrascht, so fein hab ich schon lange nicht mehr gegessen 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️!

In kurzer Zeit waren auch alle Plätze besetzt… wohl ein Geheimtip 👍😀

Wieder zu Hause machten wir noch ein Lagerfeuer, kalt genug war es und gar nicht sommerlich in warmen Jacken und Pullis setzten wir uns genug nahe ans Feuer.

Die Welt ist klein… ein Pössel kam gestern an und wir kamen schnell mit dem Ehepaar ins Gespräch… es sind ausgewanderte Deutsche , die im Freiamt (CH)  wohnen und Nachbarn von Freunden von mir sind. So waren wir ein nettes Grüppchen am Plaudern vor den lodernden Flammen.

Die Bäume über der Feuerstelle hielten den leichten Regen zum Glück von uns fern, in der späteren Nacht trommelte er aber aufs Dach.

Morgen werden wir weiter ziehen… bis demnächst!

Übrigens auch Polen ist ein sehr sauberes Land!

Mein Trocken Trenn Toiletten Provisorium

So nun hab ich es gewagt…

Da ich immer mehr mit meiner super teuren Trocken Trenn Toilette (Natures Head) unzufrieden war, hab ich mir einen Separator (Trenneinsatz) und eine Holz Toilettenbrille mit Deckel bestellt. (von der Fa. Trobolo)

Bei meiner alten,  habe ich vom Oberteil alle „Innereien“, Verstrebungen,Führung, Dichtmasse, Klappe und Auffangschale für Urin, raus gesägt und abmontiert und bei der integrierten Brille eine Öffnung für den neuen Seperator ausgeschnitten.

Nun ist der Oberteil endlich ohne unhygienischen, unzugänglichen „Schmutzfallen“ und auch der neue Separator hat eine anatomisch praktischere und sichere Ausführung!

Bei Gelegenheit, wenn ich mal einige Tage an einem Platz bleiben werde und einen Baumarkt finde, werde ich mir auch ein passende Verkleidung (Holzkiste) drum bauen.

Bei Trobolo gibt es die zwar auch schon fertig zu kaufen, für mein kleines Womo Toilettenraum leider zu gross.

Nun Frau weiss sich zu helfen… ich bin jedenfalls mit meinem Provisorium sehr zufrieden!

Erfahrungen sind da zum Lernen… nicht immer ist das teure Fertigprodukt die bessere (in diesem Fall auch hygienischere) Wahl!

Action-Stummelschwanz Katerchen Suche-

 

Wald-Campingplatz Bansin 23 Uhr 42 … ein Nachtbummel zum Strand, Glühwürmchen tanzen und es ist alles so herrlich ruhig. Der Touristenstrom hat sich In seine Womos  verlaufen… Ja es könnte doch sooo romantisch sein! Barfuss im feinen Sand, den Wellen zu lauschen, Sterne und Mond zu betrachten… wenn eben nicht so ein eigensinniges, freches, stummelschwänziges  Katerchen wäre! Wo sich zwar freute, als ich ihn mit dem letzten Akku Reststrom in der Düne orten konnte, er wollte aber eher mit mir spielen, hüpfte den tanzenden Neon leuchtenden Fleckchen nach, durchs Gebüsch und Bäume hoch und  runter. Mauzte immer wieder mir zu doch fand er das Fang mich Spiel interessanter.

Er wird nun im Gegensatz zu mir, eine lustige, spannende Nacht verbringen und ich eine eher Schlaflose, auf alle Geräusche achtend… kommt der Kleine nun heim???

Tractive ist toll… wenn: die Batterien länger halten würden und das deutsche  Internet Netz genügend abdeckend wäre um eine längere Suche und Ortung zu gewährleisten ‚

Und das ganze natürlich auf einem, für mich völlig danebenen, unüblichen und Unwohl Fühl Platz!

Ich glaub ich bin nicht mehr Zivilisations – , Touristenstrom – und Massenhaltungs tauglich…

Gute Nacht… Fortsetzung folgt

Wieder in der „Internet Zivilisation“…

4G … ach wie schön ist doch das..!

Rückblick:

schön wars auf dem Bermuda Dreieck… und ich war wirklich verschwunden… aber nur vom NETZ 🤣😜

Noch keine 24 Std. Ohne funktionierendes Internet und ich merke wie abhängig frau von dieser heutigen Technik schon ist.

Es ist 3 Uhr 52, seit einer Stunde liege ich wach, normalerweise nehm ich mein iPhone zur Hand und durchstöbere Facebook, lese in der Kindle App in einem Buch, in 20 Min online… was so alles in der Schweiz passiert ist oder irgend was… ja eben all das was nur auf Internet und der Cloud existiert! Wie sehr wünsche ich mir in diesem Moment ein richtiges, papierenes Buch zurück!

Immerhin habe ich somit Zeit, meine Gedanken in „Notizen“ festzuhalten und lausche  nun dem fröhlichen Vogel Konzert, dem vielseitigen, lauten Gezwitscher, welches den beginnenden Morgen ankündet zu.

Wie der Tag erwacht, die Dunkelheit dem Tageslicht weicht.. wie sich so federleichte, kleine Wesen von Vögel so lautstark in verschiedenen Tönen und Melodien verständigen, unterhalten und den schönen, guten Tag verkünden können.

Was zuvor geschah…

ohne die genaue Adresse, fuhr ich einfach mal langsam die Strasse lang… und wurde auch gleich, von Ikarus, freudig bellend begrüsst und zum richtigen Häuschen eingewiesen🐶🤗!

Schön wars die lieben Womofreunde vom Peloponnes wieder zu sehen! Klaus grillte Leckeres im Garten und Tina tischte feine Salate und Köstlichkeiten auf.

Als Übernachtungsplatz bot sich am Ende der Strasse, im Wald eine ruhige, schöne Lichtung an. Ideal für Hunde und Kater.

…bis auf das kleine Abenteuer, welches ja in der Monschterburg selten ausbleibt…

(Für meine FB Leser.. bitte überspringen 😉)

Mein Kleiner kann’s einfach nicht lassen, meinen Adrenalin Spiegel hoch zu jagen! Heute hat er das gemütliche Plätzchen vor dem Trainingsareal so richtig genossen und dabei alle Lücken im Zaun auskundschaftet. Abends ortete ich ihn mit Tractiv, könnte die Stelle im verbotenen Areal aber nicht erreichen. Nach dem leckeren Grill-und Salat Z‘ Nacht bei Tina und Klaus , bot mir Tina ihre Unterstützung beim Suchen an. Das I Phone, dessen Akku nur noch paar % Strom hatte, zeigte mir Castello auf dem Werkhof an, auf dem Gelände war gerade ein Toyota Anlass, der zuständige Mann erlaubte uns den Kater dort zu suchen. Und ja… er steckte in einem Haufen Schrott-Alteisenmüll fest. Mit Ach und Krach konnte ich ihn befreien, nun mussten wir mit dem inzwischen panischen Kater zurück laufen. Inzwischen war das Eisentor geschlossen und Tina musste zurück radeln und um Auslass beten.

In der Monschterburg zurück… frass, trank und putze sich Castello erst mal ausgiebig und schläft nun tief. Danke Tina für deine Hilfe!😘  Ich hab mir glaub das letzte Mythos verdient, dass ich mir für einen speziellen Anlass aufgehoben habe! Jammas!🍺🤗👍🐯

Der Sommer hat nun mit voller Hitze zugeschlagen, dank Klimaanlage die Fahrt trotz über 30 Grad gut überstanden!

Ja und nun bin ich nach einer schönen Fahrt durch über hundert km angenehm schattige Alleenstrassen, durch nette Ortschaften, die prächtige Stadt Potsdam, am kleinen Natur Camp an der Elde angekommen. Einem sympathischen Wasser/Wander Rastplatz für Boote,Kanus, Camper mit Zelt oder eben Womos.

Einem Waldlichtungs (Bermuda) Dreieck direkt an der Elde bei Kuppentin.

(Google Map)…

Hier fühlte ich mich schon bei einer meiner ersten „Solo“ Fahrt wohl und wollte nun die netten Besitzer Irina,Achim und Max wieder besuchen.

Am späteren Nachmittag füllte sich der Platz/Anleger immer. Schön sie Schiffe zu schauen und im Biergarten  wo Irina die Gäste mit Leckereien verwöhnt, sassen wir in nettem Kreise bei interessanten und spannenden Geschichten.

Castello findets toll und streift vergnügt durch den Wald, wollte nachts gar nicht mehr rein… er hatte ein neues Beutetiere entdeckt… im Wald schwirrten Glühwürmchen, das faszinierte das Katerchen sehr!

Andra, Janosch und ich haben ein Bad in der Elde genossen. 

Nun fahr ich um die idyllischen Seen, wunderschön hier.. und hoffe ein einsames, gemütliches Plätzchen zu finden.

… der Weg ist das Ziel !

Schön, ruhig und gemütlich waren die vier Tage bei Petra und Ralf! Obwohl Wohnquartier nur wenig Verkehr, viel Grün und Tierwelt… besonders toll zu beobachten .. die Waldkauz Familie! Ganz nah sassen sie ruhig auf den Ästen und guckten neugierig auf uns runter. Beim Eindunkeln schwebten sie piepsend über die Häuser. Ein Fuchs kam regelmässig jede Nacht und bellte durch die Quartierstrassen.

Castello war glücklich durfte er endlich, nachdem er sich erstmal stundenlang , ohne den lästigen Kragen , putzen konnte, wieder frei rum streunen, die fremden Gärten der Nachbarn durchstreifen und sich mit Nachbarn’s Katzen anfreunden.

Bei seinem „Stummeli“ spriessen die Haare wieder und auf die wieder, sich erholenden Körperausscheidungs Funktionen hoffe ich fest!

Ich glaube die Bewegung draussen und seine wiedergewonnene Reinlichkeit werden beim Heilungsprozess Wunder wirken. So wie er schon wieder rumspringt wird er wohl schmerzfrei sein. Das Problem mit dem Gleichgewicht ohne dem „Steuer“ (Schwanz) hat er glänzend gemeistert!  Leer/Logo/Logobirum ist ein weitläufiges Städtchen mit jeder Menge Grün und fast alles rote Backsteinhäuser. Bei der alten Windmühle, wo auch ein SP ist,  habe ich von glücklichen Freilaufhühner Eier gekauft. Petra ist mit mir zur letzten handgezogenen Fähre gefahren, im Hafenquartier, beim Mongolen Buffett haben wir lecker… und gesund👍🤗gegessen. So ein schönes, frisches selbstbedienungs Buffet hab ich noch nie gesehen! Alles schön beschriftet, viele verschiedene, ganze Fische, Filet, Riesengarnelen, Pulpa, Diverse Muscheln konnte man auslesen und zubereiten lassen. Natürlich auch viele Fleisch für Grill und Fleischgerichte. Ich beschränkte mich auf Salate mit Sushi, Gebratener Fisch und Meerfrüchte und Gemüse, eine würzige Pekingsuppe und zum Dessert von der Frucht Theke. Satt und zufrieden fuhren wir nach Hause.

Mit Ralf und den Hunden .. ein schöner Spaziergang durchs und ums Schweineland. Riesige Weiden waren eingezäunt, bei einer waren nur Schweine, dann bei dem nächsten Platz mit den vielen Hüttchen und einzel eingezäunten Parzellen, entdeckten wir im hohen Gras, die süssen kleinen Ferkelchen. Ja so sollten alle Nutztiere gehalten und aufgezogen werden! ❤️😍

Danke liebe Petra und lieber Ralf für eure (Gast) Freundschaft! Es war schön bei Euch! Bis bald… im Nchbarsland😉😀

Heute bin ich nun weiter gezogen, die Müdigkeit hat mich nach 160 Km schon stark befallen…es ist auch hier viel heisser als in Küstennähe! 29 Grad hab ich gerade im Schatten gemessen.

Ganz in der Nähe hat sich ein kräftiges Gewitter mit grossem Donnergekrache angekündigt, doch ist über mir, am Schleusen Kanal der Weser, blauer Himmel.

Tja wieder mal Schiffe gucken macht Spass, auch wenn es nur wenige sind.

Mein Ziel… Kallinchen liegt noch 380 km entfernt, da werd ich mir noch einen Übernachtungsplatz suchen müssen.

Es grüsst❤️lich… die 2 und 4 Beiner Monschterburg Family

Was so Alles geschah…

Hallo, ich hab euch nicht vergessen. Bin inzwischen in Ostfriesland gestrandet.. ganz ungeplant, so fahre ich in letzter Zeit herum, so alleine kann ich ganz spontan entscheiden wohin ich fahre.. ausser natürlich einschneidende  Zwischenfälle.

Einiges ist passiert … Schönes und trauriges.

In Mannheim bei IVECO musste ich erfahren, dass unsere Abenteuerfahrten teure Nachwirkung haben. Nicht nur der übliche Service und Zahnriemenwechsel war nötig, Stossdämpfer, Servo, Bremsen und so einiges haben gelitten. Vier lange Tage musste ich in Mannheim im Industriequartier ausharren. Und am Schluss eine gepfefferte Rechnung zu begleichen.

Dafür war die Geburtstagsfeier von Marco, auf dem Gelände vom Naturfreundehaus, schön und es machte Spass, viele bekannte Gesichter und noch mehr Neue zu sehen.

Ein weiterer Besuch auf Susanne und Michaels „privatem“Stellplatz war toll, Michael zauberte ein leckeres Essen hervor und wir verbrachten einen gemütlichen Abend in ihrem luxuriösen, grossen Ami Womo Prestige,schön wars, DANKE !  Nicht zu vergessen natürlich, die inzwischen zünftig gewachsene Lissy (Griechenland Welpe) und ihre Rudel Freunde Nelly und Nero🐾🐾🐾😍!

Beim Schutzhafen bei Erlenbach am Main verbrachte ich eine fast ruhige Nacht.

Am nächsten Tag suche ich länger, die meissten Plätze waren überfüllt und unsympathisch, zum wirklich freistehen war auch nichts zu finden.. bis auf einen, für mich unverständlich leeren Platz wo auch nirgends ein Verbotsschild oder Schranke stand. Wir machten es uns gemütlich, den Viechern gefiehls und Castello jagte vergnügt einen Hasen durchs Gebüsch.

Da sich eine liebe Womofreundin amAbend meldete, sie war schon am Platz vom Treffen, fuhr ich die paar km noch auf das Weingut. Schön schon lange nicht mehr gesehene Womofreundinnen zusehen! Auf der für uns reservierten Wiese bauten wir eine grosse Wagenburg mit über 20 Fahrzeugen, in der Mitte eine riesige Feuerschale.

Ja und hier passierte dann das Traurige, Morgens früh um 5 Uhr wischte mir Castello zur Türe aus, ohne sein Geschirr und Tractive! Zwei Tage suchte ich ihn, zu Fuss und weiter mit Scooter, fragte Fussgänger,Wanderer, Radfahrer und Landwirte ob jemand ein Katerchen gesehen hat, meldete es beiPolizei, Tasso, Tierärzten undTierheimen. Dann am Samstag um Mitternacht rief mich eineFrau vom Lagerfeuer weg, sie hörte ein klägliches Miauen…. Castello hatte heimgefunden, sich verletzt zu seiner Monschterburg geschleppt. Am Sonntag Morgen fuhr ich mit ihm zum nächsten Tierarzt, der versorgte ihn nach Röntgen und Untersuch, notfallmässig und überwies uns an eine Tierklinik. Er erklärte mir, dass dies ein Schwanzabriss/Wirbelbruch sei und der Schwanz mit der Zeit amputiert werden müsse, da er sonst, weil gelähmt und gefühllos, an- und eingehängt werden könnte, aufgerieben wird weil auf dem Boden nachgeschleppt oder gar abgefressen .. da das ein lästiges Anhängsel wird. Das habe aber noch Zeit, wichtig ist erst mal das die geschädigten Nerven sich erholen und er wieder Urin und Kot absetzen kann.

Leider war die Tierklinik im Gegensatz zu dem sehr einfühlsamen, tierliebenden Veterinär, eine grosse, ultramoderne, eurogeile „Klinikfabrik“ mit unzähligen arroganten Tierärzten/innen. Alles top modern desinert… unpersönlich, kalt.

Castello wurde nochmals geröngt, an Tropf und Katheter gehängt und stationiert. Was mich dann schon mal für Tag 1  350€ kostete, er sollte bleiben bis er seine Ausscheidungen wieder selbständig machen könne, danach könne man die Amputation in Betracht ziehen.

Montag dann eröffnete mir die Oberärztin am Telefon, sie hätten gerade einen freien Termin und werden mein Katerchen operieren… was ich aber entrüstet ablehnte. Auf meine Verneinung und Aussage ich werde ihn abholen, warf sie mir verantwortungsloses Verhalten und Tiermisshandlung vor. Dienstag holte ich ihn ab, musste 2 Std. warten dann das Schreiben bestätigen, dass ich ihn gegen den ärztlichen Rat und verantwortungslos der Klinik entziehe. Dazu noch 300€ dazu zahlen… er war knapp 48 Std. In der Klinik!

Nun natürlich sorgte ich mich um den Kleinen, hatte auch bald eine einfachere Land Tierklinik mit viel Herz und dafür weniger Ärzten gefunden. Die bestätigten mir sogar richtig gehandelt zu haben, der Senior Chef erklärte mir, für Laien verständlich und sehr nett das Röntgenbild und wie es weiter gehen soll. Castello durfte noch die Mittagspause mit uns im Grünen verbringen… er war so glücklich sein Rudel um sich zu haben, war schmusig und schnurrte . Am liebsten wäre er Mäuschen und Schmetterlingen hinterher! Dann musste er zurück, wieder 2 Tage an Katheter damit die Blase entlastet werden konnte. Am Montag hatte seine Darm und Harnfunktion wieder sachte ihre Arbeit aufgenommen… grünes Licht für die OP, dann nochmals Klinikarrest bis Freitag. Nun sind wir wieder komplett, Katerchen muss noch eine Zeitlang tapfer sein, Leinen-und Kragenzwang ist angesagt, Mitte nächster Woche sollte es so gut verheilt sein, dass er frei sein darf… hoffentlich🍀🍀!

An alle lieben „blaue Daumen Besitzer“ ❤️lichen Dank fürs Drücken!

In der Zwischenzeit waren die Hunde und ich am Axelsee am nächsten Womotreffen, wie immer wars schön, diesmal hatten wir sogar einen Superplatz… mit Seeanstoss, weils auf dem Platz, mit etwa 40 Womos eng wurde, das sind Hundis und ich nicht mehr gewohnt. Täglich war ich im See schwimmen und hab ihn beim Hundespaziergang umrundet.

Ich bin sogar mal mit dem Kanu mit gefahren, hat richtig Spass gemacht, meine neue Aktivität … Belohnung der Ernährungsumstellung und somit verlorenen Kilos, macht sich positiv bemerkbar und bereitet Freude und Motivation zum Durchhalten… auch hab ich den Diabetes und Allgemeinzustand recht gut im Griff 👍😀.

Zwei Nächte stand ich noch mit einer Frau am Diemelsee, erst auf einem Wanderparkplatz, war mir schon zuviel Betrieb und Verkehr. Beim Abendspaziergang den Berg hoch, entdeckten wir ein idyllisches Plätzchen mit tollem Seeblick… das soll unser Übernachtungsplatz werden, wieder unten angekommen .. ein Kontrollblick, nein wir haben richtig gesehen…KEIN FAHRVERBOTSCHILD    KEINE SCHRANKE!!

Bei Kerzenschein und Sonnenglas hockten wir unterm Sternenhimmel, weit und breit kein Licht… so muss es sein.

Noch eine Nacht, ein einsamer Wald/Wanderparkplatz, ein betörendes Vogelkonzert, der Duft von Holz, Sträuchern und frischer Erde, ein Hase hoppelt vorbei und Füchse bellen… ansonsten nur Ruhe.

Nach dem Frühstück fahr ich in den nahen Ort Lichtenau zur Klinik. Castello schmiegt sich durchs Gitter an meine Hand, er ist so dankbar dass ich ihn hole.

Ich fahre vertrauensvoll dem Navi nach, irgendwie hab ich das Gefühl im Slalom oder Kreis zu fahren, aber ich fahre und fahre, hab kein Bock auf Autobahn und geniesse die wunderschöne Gegend… ohne genau zu wissen wo ich bin. Ostfriesland, ein schöner Flecken Deutschlands, hübsche rote Steinhäuser, Fachwerkhäuser, wild gepflegtes Land, Kühe und Pferde auf grossen, saftigen Weiden.

Heute hab ich mir einen netten, kleinen, gemütlich einfachen SP ausgesucht an der Sagter Ems, hinter dem Restaurant Strücklingerhof

Nur paar Womos hier, Kinder die mit ihren Velos rauf und runter fahren und mit den Kanus den Kanal runter paddeln.

Am Abend hab ich dann endlich liebe FB Freunde, die ich seit Anfangs Womozeit kenne, im realen Leben kennen lernen dürfen und mich dabei gleich vertraut und wohl gefühlt. Sie hatten mich spontan hier besucht. Übrigens der Friesentee ist wirklich sehr schmackhaft und kräftig… besonders aus der hübschen Tasse… ich werde beim Teetrinken immer an euch denken, DANKE!  Wir werden uns sicher wieder treffen und hoffentlich auch mal mit den Womos!

Da Petra und Ralf … die ich auch wieder mal spontan „überfalle“ , heute nicht zu Hause sind, entschliesse ich ein ruhiger Pausentag hier ein zu legen und fahre morgen nach Logabirum… schön die Zwei nach nun bald zwei Jahren, wieder zu sehen!

Fortsetzung folgt… und wird auch mich überaschen😉😂… mal sehen wohin die Monschterburg lenkt !

Traurig… die Monschterburg ist wieder auf 4 Bewohner geschrumpft

13.5.2019

Genau diese Tage, am 12.5.2016, vor 3 Jahren, war ich am gleichen Punkt….

Sigi hat mich wieder verlassen.

Mit dem Unterschied: dieses Mal bin ich „nur“ sehr traurig, nicht mehr verzweifelt, hilflos, fassungslos, am Boden zerstört.

Dieses Mal hatte ich dieses Gespür doch immer im Hinterkopf und ahnte, dass es auch dieses Mal nicht ewig so gut laufen konnte und halten würde, obwohl es doch so vielversprechend begann. Hatten wir doch aus unseren Fehlern gelernt, haben uns ans enge Zusammenleben im Womo gewöhnt und sind viel gelassener geworden.

Wir hatten einen schönen, harmonischen Winter in Griechenland und erlebten als eingespieltes, gutes Team tolle, traumhafte und abenteuerliche Reisen und hatten noch so viele weitere Abenteuer geplant.

Auch wenn es nicht mehr diese grosse Verliebtheit draus wurde, hatten wir uns lieb. Ich hoffte das Gefühl der Verbundenheit und Vertrauen würde mit der Zeit wieder wachsen und heilen, hatten wir doch so viel gemeinsam, empfanden so viele Freuden zusammen und sprachen oft gleichzeitig die gleichen Worte der Gefühle und Freude aus, wenn wir was Schönes entdeckten.

… Nur aussprechen und diskutieren konnten wir nicht gut genug.

Mal im Unmut zu schnell und unüberlegte Worte, die bei mir so schnell vergessen wie gesagt sind, nimmt Sigi total ernst,persönlich und als Grund zur Trennung. Vergessen sind die guten Vorsätze, vergessen die guten, harmonischen Zeiten.

Nun beginnt für mich wieder das Reisen als Single, als allein reisende Womofahrerin..

Um ehrlich zu sein, auch wenn ich Sigi den Monat vom Heimaturlaub öfters vermisste, genoss ich aber auch das frei und ungebunden Sein/ Reisen. Einfach nach Lust und Laune zu fahren, das zu tun wonach mir gerade ist, ohne Absprache und Erklärungen, einzig der Verantwortung der Tiere gegenüber gerecht zu sein.

Doch dann fehlen eben auch wieder die Glücksmomente, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, Geborgenheit, das Mitteilen, das gemeinsame Erleben…. das WIR!

Ich hab noch keinen Plan wohin, Schottland jedenfalls wird auf später mal verschoben, alleine zu weit, zu anstrengend und unbefriedigend ohne die wunderschönen Eindrücke, Landschaften Erlebnisse mitteilen und gemeinsam erleben zu können.

Erst mal kommt die Monschterburg am Mittwoch in die Werkstatt für eine „Pflegekur“ damit sie für die kommenden Reisen wieder fit und munter ist.

Die SAT Anlage hab ich, nach telefonischer Anfrage (bei Fa. Crystop) und Anleitung per Email, wieder zum Funktionieren gebracht, worauf ich ganz stolz bin und es hat mein Selbstvertrauen gestärkt.

Bis bald… ich hoffe ihr bleibt dem Monschterburg Blog treu!

Die Monschterburg gibts noch! Der Blog machte nur mal kurz Pause.

Wir sind gut in der Heimat gelandet… Sigi mit Rulo in Heidelberg und der Pfalz und ich zog mit Janosch, Andra und Castello in der Monschterburg Richtung Schweiz.

Erster Stop lag bei Schifferstadt, wo Daniel Eichhorn den überstrapazierten, vollkommen verstaubten und versandeten Kühlschrank wieder zum Kühlen brachte. Lüfter wurde montiert und ein Dachdurchgang fürs Scheinwerferkabel gesetzt, damit auch das Dachfenster wieder gut dichtet und dem ach so vielen Regen trotzt.

Ich lackierte die alte und die neue Radlaufblende grün und montierte diese wieder. Der mobile Gasprüfer kam auf den Platz und machte an der Gasanlage der Monschterburg die obligatorische Gasprüfung. Wir hatten ein nettes Wochenende in gemütlichem Freundeskreis.

Nächster Zwischenstop am Rhein, wo ich mich mit Sabine traf und am nächsten Morgen meisterte ich dann die Autobahnstrecke durch den Schwarzwald… zur „nächsten Sabine“😂. Auf einem Wanderparkplatz konnte ich bequem über Nacht stehen und auch schöne Hundespaziergänge machen.

Nächster Halt.. bei Mischa und Gabi auf dem Parkplatz vor ihrem Haus, dann entführten sie mich in ein tolles Restaurant wo wir fantastisch gegessen haben.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Morgen.. den inzwischen obligatorischen Übernachtungshalt an meinem Lieblings Kinderzeit Ferienort.. im Bergli bei Embrach. Da im Hause meiner Lieblingscousine und ihrem Mann hab ich eine tolle, naturnahe, abenteuerliche, wunderschöne Ferienzeit und Erlebnisse meiner Kindheit genossen!

Die nächste Zeit bei meinem Sohn und Schwiegertochter Tom und Denise.. auf Homebase.. von da konnte ich meine Erledigungen, Arztbesuche, Untersuchungen, Freundes Besuche, Reparatur- und Bastelarbeiten an der Monschterburg etc. erledigen.

Mein Gewicht hat sich gut nach unten entwickelt, den Gürtel schnall ich 6 Löcher enger, trotz der leckeren Küche, mit der Tom mich und natürlich Denise, abendlich verwöhnte. Na ja… auch er weiss inzwischen wie gesunde und Diabetes gerechte Ernährung funktioniert 😉.

Ich hatte mir ja so vieles vorgenommen in dieser Zeit, doch die Zeit verging wie im Fluge und einige Besuche und vieles mehr musste ich auf nächsten Heimaturlaub aufschieben.

Paar Fotos von Besuchen:

 

Also alle lieben Freunde und Bekannte die ich diesmal nicht besuchen konnte, seid mir bitte nicht böse.. ich hab euch nicht vergessen!

Bevor ich aber bis Heidelberg fuhr, war ich noch mit lieben Womofreunden in der Pfalz zu einem gemütlichen Treffen verabredet. Ein idyllischer Platz, am Wald mit Grillhütte und viel Natur pur! Vögel Gezwitscher und Rehbock Gebrüll.  Ideal für die Hunde und Kater. Castello hat Hundefreunde gefunden mit denen er rumspielen konnte!

Danach zogen wir noch paar Nächte an den Rhein.

Bei Heidelberg bezog ich „meinen“ gewohnten Übernachtungsplatz beim Märchenparadies, da ist der Riesenparkplatz im Wald abends leer, Castello findet es ganz toll da und seine Erkundungs, Mäusejagdrunden werden immer ausgedehnter.

Dank dem Tractive hab ich aber den Überblick und seit neustem hat er selbstständig dazu gelernt: Wenn ich ihn live suche und das kleine LED Licht an seinem Sender blinkt, kommt er fast immer schnurstraks nach Hause… ausser er hat im Sturm und Regen, im stockdunklen Wald, die Orientierung verloren oder findet das Schlupfloch in der Parkumzäunung nicht mehr. Es dauert dann etwas länger, ich beginne mich schon zu ängstigen.. doch bis jetzt fand er immer zurück👍🤗🍀!

Sigi hatte noch Arzttermin um die Resultate der MRI’s zu erfahren, welche zwar unbefriedigend und ohne wirklich konkrete Ergebnisse ausfielen. Nun nach einem guten Monat Aufenthalt, mit ewigen starken Beinschmerzen, verschrieb ihr der Arzt Physiotherapie, wo er ja wusste, dass wir weiter fahren wollen.

Nach zwei Anwendungen, die ihr guttaten, ich dabei zusah um dies weiter zu machen, sind wir jetzt wieder auf „grosser Fahrt“🤣😃

Wir sind froh, dass keine von uns eine befürchtete OP machen musste. Meiner Gesund- und Fitheit geht es dank konsequenter Ernährungsumstellung viel besser, ich habe meine Diabetes, Blutdruck, Leber und Galle gut im Griff… und auch viele andere „Altersbeschwerden“ Ziepen, Zimperlein und Wehwehchen sind weniger geworden… eine Aufmunterung und Bestätigung weiter zu machen!

Nun noch letzter kurzer Aufenthalt bei Anja und Jan, bei ihrem süssen, bunten Knusperhaus. Wir nutzen die heutige Sonne und hoffen, unsere hier gewaschene Wäsche trocken zu bringen.

Morgen gehts dann gegen Niederlanden, wir wollen schauen ob wir eine Fähre nach England kriegen können, vor allem eine mit kürzerer Überfahrtszeit und erträglichen Bedingungen für die Hunde.

Schottland wäre unser Ziel!

Den kürzesten Weg, von Frankreich nach Dover, können wir leider wegen Andra nicht machen, das Risiko ist uns zu gross für unsere Kampfschmuserin.

Nun wir nehmens wie es kommt, falls es keine annehmbare Lösung gibt… gibt es noch viele andere schöne Länder und Routen!

Lasst euch überraschen und begleitet uns mit dem Blog auf unseren nächsten Abenteuern….

Liebi Grüessli .. die 6 Wilden von der Monschterburg😘😘

PS.: Ja .. von den 7 Wilden sind leider nur noch 6 geblieben😢. Micky ist in Griechenland über die Regenbogenbrücke gegangen, wir vermissen den quirligen, schmusigen Clown immer noch! Nächsten Winter werden wir seinen Grabhügel wieder besuchen.

R.I.P. Micky

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Die Km werden weniger.. wir nähern uns langsam DE und CH

Leider hat es wieder mit der Flussfahrt durch die mächtige Schlucht nicht geklappt, die Schiffe fahren erst im Mai wieder. So fuhren wir halt nur bis zur Fährstation und Endstation der befahrbaren Strecke hoch und fuhren danach wieder die Strecke nach Shkodra zurück.

Eine Nacht auf dem wohl dreckigsten Übernachtungsplatz am Lac Shkodra verbracht. Vor dem Grenzübergang Hani Hotit setzten wir unsere Passagiere wegen zu grossem Übergewicht und…😉 aus.. sie spazierten die zwei km als Rucksacktramper über die Grenze… lieb wie wir nun mal sind, nahmen wir dann später die zwei Tramper in die Monschterburg auf.  In Podgorica füllten wir unsere Futtervorräte auf, kauften eine montenegranische SIM Karte fürs Internet… die dann leider nicht funktionierte und wir somit  wieder mal von der Umwelt abgeschnitten waren ☹️. Wie geniesse ich es, wenn wieder im EU Bereich das mobile Internet unbeschränkt und ohne separaten Kauf einer Simkarte des besuchten Landes funktioniert. Danke Sunrise, dass ihr das nun geschafft habt!

Die geplante Route führte uns wieder ins Gebirge. Wau was für eine imponierende Schlucht mit grün-blauem Fluss, steile Felswände recht tief runter und links teils überhängend hoch, dazwischen kleinere und grössere in den Fels gehauene Tunnel. Bei einem Parkplatz führte ein Schotterweg zum Fluss runter, nach Inspektion zu Fuss wagten wir es runter zu fahren und wurden toll belohnt dafür. Ein kleiner Strand, grad genug Platz fürs Womo und das Minizelt der Jungen. Trotz empfindlicher Kälte kriegte Sigi ihren Geburtstagswunsch.. Jan baute eine schöne Feuerstelle, zersägte schweisstreibend einen kleinen Stamm,  und ich grillte das Fleisch, dazu Sigi’s leckerer Makkaronisalat (brav ernährungsgerecht mit Vollkorn Teigwaren😉) und seit drei Monaten… meinem dritten Bierchen🤗👍🍺. Am nächsten Morgen zur Abwechslung wieder mal Regen, wir flüchten hoch bevor der Schotterweg unfahrbar wird und frühstücken oben. Den nächsten Übernachtungsplatz planen wir bei einem Camp, finden auch ein nettes Plätzchen bei einem kleinen Bauernhof mit schön flacher Campwiese und Bungalows. In der Nacht schneit es, es ist stockdunkel und bis auf den Schnee, der ab und zu vom Baum aufs Womodach prasselt, kein Ton. Der morgentliche Blick aus dem Fenster… alles dick weiss! Castello hüpft erstaunt fragend durch den Schnee, den ersten Pulverschnee für den unerfahrenen Jungkater! Janosch erinnert sich doch wieder an seine früheren Schneepläuschen und freut sich.  Es ist eisig kalt. Nach dem Frühstück wollen wir los, bis zum Haus schaffen wir es knapp, dann gräbt sich ein Rad ein, der Besitzer schaufelt noch mehr Schnee weg, holt etwas Kies und streut eine Spur. Auf die Strasse kommen wir wieder hoch, doch leider müssen wir wieder zurück, übers Gebirge ist es zu riskant. Die Strassen werden hier zwar recht gut geräumt aber halt nicht die weitere Strecke hoch. Auf dem Weg nach unten nehmen wir dann noch einen  Autostopper mit, der Lehrer der paar umliegenden Häuser, statt der 10 Kinder kam nur eines in die Schule … juhuuu Schneefrei!

Richtung Bosnien-Herzegowina fahren wir wieder über Berge, mit gut ausgebauter Strasse. Wunderschön die Landschaft und am Jezero Slanzko finden wir auch ein traumhaftes Übernachtungsplätzchen, zwar etwas stürmisch, besonders das kleine Zelt von Anja und Jan verwandelte sich fast zu einem Luftballon.

Beim Zoll nach Bosnien-Herzegowina waren wir schnell durch, es war nur ein kleiner Übergang. Diese Strecke waren wir schon mal gefahren… wir wollen doch nochmals von den drei Strickfrauen Schafwollsocken kaufen, die sie letztes Mal auf Wäscheleinen zwischen Bäumen zum Verkauf anboten… für nur 5 €. Die sind im Womo genau das Richtige, um zwischen unseren Fellknäueln durch zu tapsen ohne sie zu treten🤗👍, zudem haben wir kuschelig warme Füsse. Gespannt erwarteten wir die Stelle wo das war… und wurden schwer enttäuscht.. die einzige Frau, die dort war, hatte nur paar Ramschstrickwaren und war am Spinnen der Wolle.. wir sind einen Monat zu früh dran!

Zwei Nächte stehen wir wieder mal bei Elma und Alen, ausser Gerhard, der hier Stammgast ist, sind wir die einzigen Gäste. Wie immer werden wir mit Willkommensdrink und später leckerem Nachtessen verwöhnt, für mich gibts Fisch, gegrilltes Gemüse und Salat.

Morgen fahren wir Richtung Kroatien, aber nicht an der Küste nach.. haben wir vom letzten Mal die Nase voll.. Womoverbote und Höhenbeschränkungs Barrieren am Strand.. und nein nicht wie in Griechenland mal so für den Sommer hingestellt, sondern dafür gedacht, Womofahrer auf die wenigen, jetzt geöffneten, teuren Campingplätze zu zwingen.

 

Schönes Albanien…

….Noch einmal in so verzwickte Lagen wie auf der Bergstrecke nach Permet wollten wir aber nicht nochmals kommen und verzichteten somit nach zwei nur paar km langen Versuchen, ein günstig gelegenes Übernachtungsplätzchen zu finden.

Auch die Suche an einem Strand war erfolglos. Entweder landeten wir an verschlossenen Gittertoren, oder der Strand war mit Pinienwäldern bewachsen, Müllhalden über das ganze Gebiet verstreut mit im Müll „weidenden“ Kühen, wir versuchten es auf allen Seiten vom Flughafen Tirana. Noch einen Versuch, zwar ein Park4Night Stelllplatz bei einem Restaurant, aber wir mussten vor der Nacht ja was finden, das am andern Tag bei Dunkelheit einigermassen gut anzufahren wäre, nachdem wir Jan vom Flug abgeholt haben würden.

Der Stellplatz war gerade im Bau oder in Renovation und die Einfahrt mit Steinbrocken gesperrt, also noch einen Versuch, dahinter an den Strand zu gelangen. Da die Strasse wieder mal im Sande verlief und der ganze Strand mit breitem Pinienstreifen begrenzt war, wendeten wir wieder. Auf der Höhe des Restaurants kam ein winkender Mann, der uns auf die nun geräumte Einfahrt verwies, uns nett begrüsste und meinte:

Welcome… stand for free! Ein Stellplatz für uns alleine, inkl. Entsorgung, Wasser und Strom (was wir ja nicht brauchten), auch ein noch nicht fertiges Sanitärgebäude konnte provisorisch benutzt werden. Der Platz war sauber, ruhig und das Essen in dem Restaurant lecker und äusserst nett bedient wurden wir ebenfalls. 

So blieben wir drei Nächte da, holten am 2. Tag Jan vom Flughafen, im Dunkeln die 38 km zurück zum SP war anstrengend, musste ich doch dauernd auf die Löcher in der Strasse achten. Am nächsten Tag holten wir noch Anja vom Flieger ab.

Nun geht die Reise mit überfülltem Womo weiter, über Umwege Richtung Heimat. Die Strecke bis Shkodra auf der Schnelllstrasse/Autobahn war anstrengend und ziemlich nichts sagend, aber wir freuten uns auf das mega feine Essen im Restaurant am Fluss, an das wir uns von den letzten Winterfahrten erinnerten.

Die Hunde auf der Wiese im Park, wo wir uns hinstellten, begrüssten uns, das ganze Rudel war immer noch da. Die Stadt war unerwartet stark belebt. Im Restaurant spielte laut Musik und es schien drinnen recht voll zu sein. Wir setzten uns in den Garten, wo nur wenige Tische belegt waren. Eine Ewigkeit kam kein Kellner, als er dann endlich kam und nicht gerade begeistert nach unserer Bestellung fragte… die erste Enttäuschung.. die gegrillte Leber, fantastischer Salatteller und mit Brotteig überbackener Käse war nicht auf der minimalisierten Speisekarte.

Wenigstens die Getränke kamen in absehbarer Zeit, wobei mein Glas fürs Mineralwasser schmutzig und aus zweiter Hand aussah. 

Wir hatten viel zu reden und zu sehen.. wunderten uns über die laute Musik, die vielen prominierenden Menschen und die vielen Frauen alle rausgeputzt in ihren besten Roben. Dann fiel uns endlich auf, im Restaurant drinnen waren nur, bis aufs Personal und kleine Knaben, Frauen. Auch auf der Strasse hauptsächlich Frauen, was war da bloss los? Google beantwortete uns dann bald die Frage…. es war Albanischer Muttertag und Weltfrauentag!!

Nach 1 1/2 Std. Wartezeit aufs Essen ging Jan mal fragen, wie lange es denn noch geht, schliesslich hatten wir noch eine längere Fahrt vor uns.

Der Kellner meinte dann, tja da müssen sie halt noch etwas warten, wir haben eben viel zu tun. Hätte er ja auch vor der Bestellung sagen können!! Nach 2 Std. legten wir einen üblichen Betrag für die vier Getränke hin und verliessen hungrig und enttäuscht  den ungastlichen Ort!

Nach ca. 20 km wurden wir belohnt, ein nettes Lokal mit romantischem Garten, einem überaus freundlichen Kellner, super schnellem Service und ausgezeichnetem Essen entschädigte uns für die vorherige „Niederlage“. 

Schon bald konnten wir auch die schöne Gegend geniessen, bald kletterte die Monschterburg wieder die Bergstrassen hinauf, am Fluss entlang der immer wieder zu Seen wurde. Die „gute“ Strasse bekam mit jedem km mehr Wellen und Löcher, Esel, Ziegen, Schafe und Kühe marschierten Richtung Hof und blickten erstaunt auf unser komisches rollendes Haus. 

Dank der langen Warterei in Shkodra wurde unsere Zeitplanung zum nächsten Übernachtungsplatz zunichte gemacht und wieder mal wurde es dunkle Nacht, bis wir, über die inzwischen auch wieder anstrengende Holperstrasse, die Monschterburg parkieren konnten.   

Der erste Blick morgens früh, noch in der Dämmerung, die sich im Fluss/See, Drin Drini, spiegelnden Berge…. traumhafte Aussicht!! Der funkelnde Sternenhimmel ist leider gegen Morgen einer sich ab und zu entleerenden, grauen Wolkendecke gewichen. 

Was aber nicht so schlimm ist.. heute ist ein ruhiger Tag, die Jungen schlafen noch in ihrem Minizelt, erholen sich von den Flugstrapazen, Sigi schläft auch noch und ich nutze die ruhige Gelegenheit, im Blog zu berichten.

Später fahren wir das kurze Stück bis nach Koman zur Rozafa Ferry, da haben wir morgen eine erlebnisreiche Flussfahrt vor. Keine Ahnung was uns genau erwartet, wir lassen uns überraschen. 

Wieder mal kein funktionierendes Internet…. wir senden euch liebe Grüsse… Buschtrommel… Rauchzeichen… Brieftaube!! Bis zum nächsten WIFI ;-))

 

Im nächsten Leben fahren wir ein Allrad Fahrzeug mit genügend Bodenfreiheit

….von der schönen Lagune Amvrakikos Kolpos bei Menidi gings dann über Arta, an einer schönen historischen Brücke vorbei. Natürlich nicht die Autobahn, die Bergstrecke bot ja so viel Schönes zu erblicken. Z. B. vor Kerasonas die alten Aquäduktreste am Fluss Louros.

Bei Ioannina: Besuch der Ikea, nur schnellstens in die Gartenmöbelabteilung, den geklauten Tisch durch ein ähnliches Exemplar ersetzt. Nach erfolglosem Kaufversuch im Elektroladen machten wir noch einen letzten Einkauf bei AB und Sklavenitis und dann hatten wir endgültig die Nase von Stadt und Einkaufen voll. Wir flüchteten wieder in die Höhe und fanden bei einem Monument, zu Ehren der Frauen von Zagori, die in den Kriegsjahren 1940-41 (gegen Italien) unter strengsten Witterungsbedingungen und in schwerem Gelände die griechischen Kämpfer, zu Fuss, mit Proviant und Munition versorgt haben.  Es war wieder mal eine stürmische Nacht, jedoch mit absoluter Traumsicht.

Am nächsten Tag als krönender Abschluss von Griechenland…. die Vikosschlucht. Wir fuhren an kleinen Schneefeldern vorbei, liessen Janosch, den alten Schneehasen, in der Annahme, ihm eine Freude zu bereiten, raus, tja er hatte wohl vergessen wie er früher im Schnee gewälzt und gebuddelt hat :-(.  Immer höher rauf und der Schnee wurde mehr und mehr. Nun haben auch wir mal richtig Winter!  Über Vitsa und Monodentri und den Steinernen Wald kletterte die Monschterburg bis zum Aussichtspunkt Parkplatz, von dort spazierten wir ein teils Schnee bedecktes, eisiges Weglein runter, eine gewaltige Aussicht war die Belohnung. Steil konnte man den Blick in die riesige Schlucht werfen, 10 km lang ist sie und ca. 1000 Meter tief. Es hat sich eindeutig gelohnt hier rauf zu fahren!

Dem Vikosfluss, welcher später in die Aoös fliesst, von Griechenland nach Albanien, sind wir dann auch gefolgt bis ans Meer… wobei wir dazwischen einige Abenteuer erlebten.  Erstmal suchten wir wieder Benje Permët auf,  die Schlucht mit den Schwefel Thermen Quellen und der wunderschönen, prächtig erhaltenen, historischen Brücke. Drei Tage im Thermalwasser plantschen, wie im Luxus Thermalbad in den Schweizer Bergkurorten, direkt über den Beckenrand auf die gewaltige Schnee Gebirgskette blicken!  Wieder mal traumhaft!

Im Städtchen Permët war Betrieb,  Einheimische, Kinder und Touristen flanierten durch die Gassen, sassen in Cafes und die Kinder spielten. Ich wollte nur schnell eine Internet SIM Karte kaufen und paar Mandarinen und Orangen. Pech gehabt, im Vodafone Shop erklärte mir die nette Dame… ganze Stadt kein Strom, nichts kaufen!  Auf die Frage: wie lange voraussichtlich?  Vielleicht 2-4 Stunden !?  Ob die Bank eine Notstromgruppe hat, zum Glück funktionierte wenigstens der Geldautomat und ich konnte etwas Lek ziehen.

Tja und dann, wir hatten auf Park4Night ein nettes Übernachtungsplätzchen gesehen und die Koordinaten im Navi eingegeben. Dummerweise wusste Tante Garmin nicht, dass die „Strasse“ von dieser Seite nur bis Ballaban asphaltiert war (auf albanisch… etwas Teer mit vielen Löchern). Weiter rauf begann dann unser wohl grösstes Abenteuer dieser Reise und auch aller vorherigen. Was anfangs noch als holpriges Schottersträsschen begann, mit kleineren und grösseren Abrissen und Steinschlägen, entwickelte sich eher in ein ausgetrocknetes Bachbett, aber tapfer kämpfte sich die Monschterburg weiter und weiter und als wir ans Umkehren dachten und lange keine Wendemöglichkeit fanden, dachten wir, zurück wär wohl schlimmer als weiter zu fahren, sicher könne es nicht schlechter werden,  schliesslich haben uns 2,3 Leute gesehen und das Navi behauptete ja, wir sind richtig auf der  SH 74.  Wir dachten schon, jetzt sind wir oben, ohh diese Fernsicht über ein so gewaltiges Gebirge, ein kleiner Bergsee… eigentlich wärs schön hier zu bleiben, aber es war noch zu früh und wir arbeiteten uns Meter für Meter weiter bis……. Rummps … ich hatte die Monschterburg voll aufgesetzt. Es gab kein Zurück und kein Vor. Wir klemmten uns unters Womo, es kam uns zugute, dass wir so einiges an Umfang abgenommen hatten in letzter Zeit! Mit Klappspaten,  Heringen und Spitzhammer versuchten wir Stein für Stein zu lösen und zu entfernen, um den grossen Brocken unter der Hinterachse raus zu kriegen. Rettung nahte… ein albanisches junges Bauernpaar, mit ihren Eseln auf dem Heimweg von der Feldarbeit.

Mit vereinigten Kräften versuchten wir unser Fahrzeug wieder los zu bringen. Keine Chance! Per Handy orderte der Mann, Arian, einen Mann von Buz (nächstes Dörfchen) um Hilfe. Eine zerbeulte, rostige  asbachuralt Rostlaube von einem vorsintflutlichen Mercedes kroch heulend und qualmend den Hang hoch, die Schaufeln wurden von den Eseln gebunden, ein PKW-Wagenheber und ein riesiges Stemmeisen zu Hilfe genommen und die Steinbrocken weiterhin entfernt, andere Steine unter die Vorderräder gelegt und versucht und versucht. Es begann zu dunkeln, die Bäuerin und Sohn verabschiedeten sich und begaben sich alleine auf ihren langen Heimweg ins abgelegene Dörfchen Kurtez. Nach langen Versuchen, wir dachten schon wir müssen mitten auf dem Weg im Steilen übernachten, schafften wir es.  Mit dem restlichen Tsipouro vom Peloponnes und Umarmungen feierten wir den Erfolg (Sigi und ich natürlich brav ohne Tsipouro!). 50 Meter weiter unten war es etwas flach, da stellten wir uns am Weg an den Rand zum Schlafen. Wieder mal ganz nah an den Sternen, mit guter Luft, Dunkelheit und Ruhe.

Nach dem Frühstück wagten wir es weiter… was blieb uns anderes übrig ??  Nach 100 Metern aussteigen und zu Fuss die Fahrspurlinie rekognoszieren, nun versteh ich auch, warum Tom für seine Bergrennen mit dem Formeli so viel mit dem  Rennauto Simulator die Strecke von Trento geübt hatte! Bei mir hats zu wenig genutzt… und schon war ich wieder festgefahren. Nun wir haben ja Übung… Spaten, Hammer raus und graben, Bäumchen und Strauch kommt auch in den Weg zum nachher ausholen, müssen der kleinen Axt weichen.  Trotz kühler Bergluft hab ich eine gute Farbe im Gesicht (hochrot) und wir schwitzen.  Und dann naht wieder die helfende Hand… Arian mit Frau, Sohn und Eseln auf dem Weg zum Acker. Diesmal schaffen wir es ohne Mercedes Hilfe und Arian läuft noch einen Km vor uns den Weg zurück um mir Stein für Stein die Spur über die Gräben und Absätze zu zeigen. Dann fährt er mit uns noch den Berg hoch, bis die schlimmsten Stellen überstanden sind. Danke Arian und Familie, ihr wart unsere Rettung!

Der Weg ging weiter bis 1 km vor Buz (da wäre die Abzweigung zu der Übernachtungsstelle von Park4Night am Monastir, allerdings noch weitere 8 km Schotterbachbettweg entfernt) zeigte dann ab ins Tal, diesmal sogar geteert, mit kleineren Schäden. Dorftafeln oder Wegweiser ist hier unbekannt, Navi und Handy geben auch keine genaue Auskunft, doch jeder Fluss fliesst mal ins Meer…. so folgen wir dem Fluss weiter bis wir das Flachland erreichen.  Ab auf die SH4 und SH 8. In Vlores können wir endlich eine Simkarte erstehen…. juhuu wir sind wieder online!!

In den Bergen war es so herrlich angenehm sauber, keine wilden Müllhalden, kein Gestank, kein Lärm. Die landwirtschaftlichen Flächen bis auf die hinterste, steile Fläche sauber bewirtschaftet, viele Flächen mit jungen Olivenbäumchen angepflanzt, die Häuser und Gärten einfach, aber hübsch, sauber und aufgeräumt.  Dann der „Zivilisationsschock“: Menschenmengen, Autos und Müllhalden…überall am Strassenrand, Flussufer, grässlich! Wir sind froh, auf dem Weg zum Strandplatz, bei der Lagune bei Vlores, ein letztes, aber einladendes Restaurant zu finden und uns wieder mal ein leckeres Nachtessen zu gönnen. Auf dem Weg dahin fuhren wir durch einen Pinienwald, mit vielen umgefallenen, kranken und toten Bäumen und massenweise Pinien Prozessionsraupennestern. Hat uns nicht angemacht hier zu halten um in einer der Tavernen ein zu kehren.

Und nun stehen wir wieder auf der selben Ziegenwiese an der Küste wie letztes Jahr… der selbe Ziegenhirt kam heute morgen fröhlich winkend mit seiner grossen Herde vorbei und bis auf die Herdenhunde, die Nachts mal Rulo besuchten und rumbellten, war es herrlich ruhig.

Morgen ziehen wir weiter gegen Tirana, wir suchen ein gemütliches Plätzchen nicht allzuweit vom Flughafen TIRANA, um mit Jan dann zwei Nächte zu campen und dann am nächsten Tag Anja vom Flughafen abzuholen. So können wir schon vorher und bei Tageslicht einen geeigneten Übernachtungsplatz suchen und hoffentlich finden.
Bis demnächst aus der Monschterburg….

 

 

 

Stopp Schalter gesucht… der Sturm nervt!

Wäsche in netter, kleiner Wäscherei waschen lassen, Vorräte eingekauft und schon sind wir über die Rio Brücke, ein fantastisches Bauwerk, in der tollen Bucht bei Kato Vasiliki, wo wir auch schon von unseren Freunden erwartet werden.

Erstmal lassen wir uns wieder von der spektakulären Umgebung begeistern, genau wie im letzten Winter! Die Ziegen klettern hoch oben in der wilden Felswand, das Meer ist ganz ruhig. Die 1. Nacht absolute Stille… was sich aber schnell geändert hat, der Sturm wütet wieder mal ungnädig, peitscht die Wellen hoch und lässt hohe Gischtfontänen hochschiessen, die Windböen kommen von allen Seiten. Am hinteren Buchtende wird man „sandgestrahlt“ . Und das Unwetter hält nun schon die ganze Zeit an.  Nicht nur draussen stürmts… nein langsam dröhnt auch der Kopf und es zerrt an den Nerven!

 

Eigentlich wollten wir ins Dorf und wieder mal in eine Taverne… ein Ding der Unmöglichkeit. Ein Versuch, über den Rand der Bucht zu laufen scheitert, wenn man nicht weggerissen werden will, und auch mit dem Womo den einen Km auf der schmalen, überspülten Küstenstrasse zu fahren ist das Risiko zu gross!

So setzen wir uns Abends in die weichen Polster im Salon des Monsterschlosses und spielen bei Cappuccino und Tee ein unterhaltsames, lustiges Krambambuli Kartenspiel. 

Schön wieder mal einen gemütlichen Abend mit unseren Freunden zu geniessen… für lange Zeit den Letzten… wohl bis zum nächsten Winter.

Solange es noch hell war … ein eindrückliches Schauspiel aus den Fenstern im kuschelig warmen Womo. In stockfinsterer Nacht zerrt das Getobe, Gerüttel und Geflatter am und ums Womo an den Nerven! Da nützt kein „ in den Wind stellen“, die Monschterburg ächzt, knattert und stöhnt. Es schaukelt uns nur so rum und man hat das Gefühl, es zerreisst die Wände, reisst das Dach ab oder schleudert die Monschterburg fort wie eine leere Schuhschachtel. Und es nimmt kein Ende! 

Schön haben wir wenigstens wieder fliessend Wasser im Womo, Tina und Klaus haben uns gleich zwei Tauchpumpen von ZAMPÉTAS mitgebracht, die ich natürlich schnell gewechselt habe.

Der Sturm hält an, wir fahren weiter… so wird die Traumbucht langsam Albtraum.

Die Strecke Richtung Ioannina bringt erstmal  nicht viel besonderes, doch dann der von Klaus und Tina empfohlene Platz… auf einer Landzunge in einer Lagune… ein Feldweg und rechts und links grad mal ein Strandstreifen. Einmal „Seesicht“ aus beiden Schlafzimmerfenstern😄👍.

Bevor ich einparke befreit Sigi das Plätzchen erstmal von den ekligen Feuchttüechli und Müll… nun gefällt es uns prima! Die Wellen plätschern sanft und es bläst nur ein schwacher Wind!

Auf der einen Seite stolzieren Flamingos im seichten Wasser. Im Hintergrund leuchten die Schneeberge.

Von Tina haben wir grad gelesen, sie kommen wegen Sturm 9 Beauford nicht über die Brücke nach Patras.

 

 

Wie im Paradies… nur viel schöner!

Der Paralia Gianiskari ist wirklich die ultimativste Bucht aller peloponnesischer Traumstrände, wir können uns fast nicht erholen und sattsehen an soviel Schönheit. Ausser paar Flugzeugen, die mal drüber fliegen, die absolute Stille.

Zwischendurch gleiten Boote und grosse Schiffe in der Ferne vorbei. Das Paar, welches gestern Abend mit einem

als Expeditionsfahrzeug ausgebauten Toyota Landcruiser ankam, ist heute schon wieder weiter gefahren. Ein tolles Fahrzeug und der Clou… was ja immer mein Traum wäre… er hatte einen Mini Holzofen eingebaut 🤗👍. Die Sandbleche sahen benutzt aus…also fragte ich, ob sie die hier in den Dünen gebraucht hätten. Ich hab Ihnen gestern nämlich ganz fasziniert nachgeschaut, wie die vom festen Strandsand über die Dünen zum hintersten Teil der Bucht kletterten.. und ja, hinter den Sandhügeln, ausser unserem Blickfeld, hatten sie sich tief eingebuddelt und schafften es gerade mal knapp und ohne Seilwinde raus!

Über den Strand erblickten wir gestern schon einen Trampelweg mit Klauenspuren von Ziegen. Auf dem Rückweg unseres Spaziergangs zur hintersten Ecke, wo wir im, zwar kalten, aber traumhaft klaren, Wasser mit angenehmem Sandgrund… ohne Steine, keine Seeigel, kein Müll, nur die natürlichen trockenen Algen, ein herrlich erfrischendes Bad genossen, entdeckten wir oben über der Steilküste, im Gestrüpp, die Ziegen. Die kletterten da munter rum, man hörte zwischendurch ein Gebimmel und Meckern. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Womo, um vor der Ziegenherde mit unseren Vierbeinern zuhause zu sein. Castello hatte sich auf halber Strecke bei einer Schutzhütte, einer vorne zugemauerten Höhle, abgesetzt. Auf mein Rufen reagierte er erst mal nicht, er hatte was viel spannenderes entdeckt und fand das neue „Spielzeug“ toll. Mir blieb vor Schreck fast das Herz stehen. Spielte der Kater doch mit einem Krabbeltier mit hinten und vorne Skorpionartigen Stacheln und ganz vielen Beinen, ca. 12 cm lang und Sack schnell. Ich mit der einen Hand mit Stock bewaffnet das Vieh fort geschleudert und mit der andern Castello am Geschirr gepackt und fluchtartig das Weite gesucht… ja noch schnell ein Foto schiessen musste ich natürlich schon noch!

Wie mir die Googlesuche dann bestätigte, handelt es sich dabei um ein sehr giftiges Tausendfüsslertier.. mit nur 100 Beinen!

Und dann kam die Herde … mit drei Hunden begleitet kletterten die Ziegen über die Felsen durchs Gestrüpp runter zum Strand, wo sie vom Hirten und seiner Frau empfangen wurden. Bis die letzte der ca. 200-300 Tiere unten war durften sie am Strand Leckereien naschen, wir nehmen an Salz, Muschelkalk und Algen. Dann zogen sie an uns vorbei, der Hirte geleitete sie zum Aufstieg auf der anderen Buchtseite, wo sie begleitet von den tollen Hütehunden auf den nächsten Hügel verschwanden. Hirt und Frau setzten sich in ihren Pickup und fuhren davon. Einfach toll und für mich immer wieder ein super Schauspiel!

Schade müssen wir morgen weiter, nun haben wir dank der strahlenden Sonne genügend Strom, dafür keine funktionierende Wasserpumpe.

Könnt ihr die paradiesische Stille dieses Wunderplätzchens von den Fotos „hören“?

Morgen werden wir mit Sehnsucht zurück denken… in Patras hat aber dringend unser überfüllter Wäschesack ein Rendezvous mit der Laundry!🤣😉

Bis bald wieder… eure Monschterburgerli 

Welpen… Welpen und noch mehr Welpen!

Welpen und noch mehr Welpen… 

heute Morgen beim Wasser fassen, auf der Platte (Golden Beach, südlich Port Kyllini) entdeckten wir einen verlassenen Welpen in einer Kartonschachtel…. was nun? Erst mal das hungrige Mädel gefüttert und getränkt und beschmust! Es wird wohl so 10 Wochen alt sein. Zecken entfernt und stachelige Kletten aus dem flauschigen „Bärenpelz“ geschnitten. 

Sigi ist mit der Kleinen zur Strandbar hin gelaufen und ich bereitete ihr Futter, Wasser und ihre Schachtel im geschützten Vorzelt der Strandbar. Auf die Kühltruhe legten wir einen Sack Katzenfutter, Hundefutter und eine Dose Nassfutter für die nächsten Camper bereit. Die zwei Katzen von der Strandbar, welche von einem Mann gut versorgt werden, hat die Kleine schon wedelnd wahrgenommen, wir hoffen die drei freunden sich an! Schweren Herzens stellten wir dem Nimmersatt ein Schälchen mit Futter und Wasser hin und fuhren weg, in der Hoffnung, die Kleine schafft es und wird von weiteren Campern und dem Mann weiterhin gut versorgt. 

Auf der Weiterfahrt … welch Freude.. erblickten wir vor einer Taverne das Womo des Österreichischen Paares, welches wir gestern beim Spaziergang auf der Platte gesehen hatten. Super! Sigi ging zu Ihnen, erzählte die Story und bat darum, den Welpen weiter zu füttern und dem „Katzenmann“ davon zu erzählen. 

Viel Glück Kleine, vielleicht adoptieren dich bald liebe Menschen! Da wir in nächster Zeit Peloponnes und Griechenland verlassen und die Bestimmungen für Grenzübertritte, besonders ausserhalb EU Länder, streng sind, unser Rudel schon recht gross für die Monschterburg ist und der Platz zu eng, können wir die Kleine leider nicht behalten.

Also falls das jemand liest, der gerade in der Nähe der Platte, bei Kyllini, ist und schon lange einen treuen, tierischen Beifahrer ins Womo möchte… die Süsse wird es euch danken😍❤️🍀🐾🐾🍀❣️

Weiter fuhren wir die Strecke durch den Lagunensee, wo wir letzten Winter fast ersoffen sind und unsere Radlaufabdeckung verloren haben. Sigi meinte… wollen wir’s wagen… vielleicht liegt sie noch irgendwo im Sumpf und Schilf. Nach paar Meter, Sigi watete diesmal nur gut über die Knöchel rein und die Strecke war viel kürzer überflutet, entschieden wir uns lachend… Jaaaa wir wagens! Zwei Knochengerippe lagen da, ob die ertrunken sind?  Und siehe da.. ich hätt’s nicht geglaubt.. kaputte Überreste vom Radlauf🤣👍und Müll Müll und noch viel mehr Müll lag aufgehäuft neben der Strasse im Nationalparkgebiet. Einfach immer wieder erschreckend zum Kopfschütteln! Und da hin verirrt sich wohl  nicht so schnell ein Womofreisteher! Wo wir doch immer die Bösen sein sollen 🥵

Unser Ziel war Cap Araxos, obwohl ich etwas Angst hatte, nochmals Welpen zu finden. 

Uns erwartete aber eine grosse Schaf- und Ziegenherde mit ihrem netten Hirten, der von vielen (ca.10) Hütehunden, wovon einige Jungtiere und eine eine säugende Hündin war, umgeben war. Die Junghunde wurden im Rudel zum Hüten angelernt, das Ganze geschah schön ruhig … tolle Hunde. Aber für uns hiess das … diesmal kein guter Platz zum Freistehen, unser Rudel würde störend wirken, besonders da ausser der Herde und dem Hüterudel noch eine Schar mega süsser Winzlingswelpen deponiert waren, diesmal glücklicherweise nicht ausgesetzt, sondern die Kleinen mussten beim Häuschen warten bis ihre Mama und der Rest der Hundefamilie von der Arbeit zurück sind.

Was uns erst betrübte war wohl ein wohlwollendes Omen.. wir entschlossen uns, nochmals die Strasse an den „karibischen“ völlig einsamen (jetzt im Winter/Frühling) Gianiskari Beach zu wagen, da war die steile Strecke letztes Jahr zu matschig und es stürmte arg.

Ihr könnt es sehen… wir wurden belohnt… !

Auch duftet es herrlich aus dem Backofen… bald werden unsere knurrenden Mägen beruhigt!

Bis zum nächsten Abenteuer oder Vergnügen… eure Monschterburgerli’s 

Der Winter auf Peloponnes nähert sich dem Ende…

Am Strand, bei unserem „Wasserhausplätzchen“ bleiben wir paar Tage, gehen dann in Ermioni Vollkorn/Dinkelbrot einkaufen und dann nur paar km weiter an „unsere“ Silvesterbucht.

 

Wir wandern endlich mal zur Klosterruine und Kapelle hoch, obwohl wir schon so oft dort waren, haben wir den Marsch noch nie geschafft. Von oben belohnt uns eine prächtige Aussicht. Am nächsten Tag besuchen uns Gabi und Fred, schön die Beiden nochmals zu sehen bevor wir Peloponnes verlassen. Nach drei Nächten und oft schlechtem Wetter fällt unser Strom wieder mal aus, also fahren wir weiter. Wir fahren über Drepano, auch da hat es ein super Dinkelbrot…     tja wenn frau genug früh kommt ☹️das Regal war leider schon leer. Aber wir besuchten noch kurz Barbara und Hans, um uns bis zum nächsten Winter zu verabschieden und die zwei Welpen Sunny und Luna nochmals zu sehen… nächstes Mal werden sie ausgewachsene Hunde sein.

Unser weiterer Weg führte uns durch die Berge Richtung Tripolis, auf einem Schotterbergsträsschen hofften wir, ein schönes Übernachtungsplätzchen zu finden, jedoch war der Weg zu schmal und hatte keine Ausbuchtung zum Parkieren…  schade, eine wundervolle Aussicht bis zum Meer bot sich unseren Blicken an, inkl. kitschig rotem Sonnenuntergang. Nicht mehr allzuweit sollte die Kapelle, abseits der Hauptstrasse kommen, die wir letztes Mal gesehen haben. Es wird wieder mal dunkel und zu allem Überfluss verwandelt sich das Nass vom Himmel in Weiss.

 

Zum Glück können wir uns hinter der Kapelle etwas in den Windschatten stellen, es ist bissig kalt draussen. Am andern Morgen verzichten wir auf die Strecke zum Limni Ladonos, dem Stausee, wo wir letzten Winter eine Nacht waren, und fahren wieder an die Westküste. 

In Tripolis versuchten wir unser Glück, eine Wasserpumpe zu finden, in jedem Geschäft waren sie sehr nett und hilfsbereit, schickten uns kreuz und quer durch die Stadt, von Geschäft zu Geschäft, doch an Lager war nirgend eines. Zwar konnten sie uns das im Katalog zeigen und würden sie bestellen… falls diese von Athen auch lieferbar wäre. Nun haben wir 120 lt Frischwasser im Tank und nichts kommt raus🥵, die zwei Kanister für Hunde und Reserve reichen halt nicht so weit, so müssen wir schön sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen!

Inzwischen haben wir aber von Klaus und Tina gehört, sie werden uns noch besuchen, sie haben zum Glück bei ZAMPÉTAS in Thessloniki zwei Pumpen für uns eingekauft und wenn wir uns in den nächsten Tagen treffen… irgendwo auf der Route, ist das Teil schnell eingebaut. Wir freuen uns unsere Freunde nochmals zu sehen… bis zum nächsten Winter ist es noch lange! Bis dahin steht neben dem Herd der Wasserkanister, auf dem Waschbecken im Bad Wasserflaschen, Geschirr und Besteck wird sparsam gebraucht und geduscht haben wir heute bei der verwaisten Strandtaverne, nach unserer 2km Strandwanderung von unserem so idyllischen Dünenplatz, mit Tamarisken für meinen Hängesessel und für Castello, der rasend einen Baum nach dem andern erklimmt und dauernd mit Mäusen herum rennt 😏🤣. Wir stehen nach dem Parkplatz auf grüner Wiese, es riecht so herrlich süss und frisch nach Frühling. Leider müssen wir morgen weiter, das Wasser geht zur Neige!

Auf dem Platz vorher, bei Kakovatos, hatten wir eine schöne Begegnung mit einer netten Frau, mit zwei winzigen Welpen. Ich befürchtete schon, dass sie diese bei uns aussetzen möchte. Nachdem Sigi und die Frau erst auf Englisch sich zu verständigen versuchten fragte Sigi  vorausahnend … sprechen sie Deutsch? Tja und so war ein Gespräch doch gleich einfacher. Andrea ist Deutsche und wohnt in der Nähe, über die Welpen waren wir dann natürlich schnell im Gespräch, die kleinen hilflosen Geschöpfe wurden ihr in Abständen, in Müllsäcken verknotet, über den Zaun geworfen… und das bei Dauerregen und Kälte. Nun Glück im Unglück für die Süssen… sie haben ein liebevolles Zuhause gefunden!

Gestern haben wir Andrea noch in ihrem Paradieschen besucht, sie hat da ein hübsches Haus gemietet. Wir konnten sogar ihre Leiter ausleihen und somit das Schlafzimmerfenster wieder in Ordnung montieren, welches mir der Sturm beim kurz lüften abgerissen und verweht hatte. 

Morgen gehts weiter nach Cap Araxos und dann nach Patras, unser Wäscheberg ist wieder mal riesig und wir hatten doch da eine sehr günstige, gute Wäscherei gefunden.

Heute war der ganze Tag wunderbar sonnig und blauer Himmel, die Sonne hat richtig gebrannt!

Bis demnächst…😘

Weiterhin liebe alt bekannte Strände…

…fast eine Woche blieben wir am Strand vor Astros, das Dokument vom Labor in Athen zwang uns eine Pause auf, was uns eigentlich gar nicht störte. Wir hatten Wasser, der Strand ist schön, ein Eukaliptus für mein Hängesessel… was will frau noch mehr. Auch nette Nachbarn hatten wir, mit Dani hatten wir schöne Stunden bei Essen, Plaudern und Trinken… wobei Sigi und ich brav standhaft blieben und uns mit Tee und Kaffee begnügten.

Ein Versuch, zum Eukaliptusstrand zu gelangen, scheiterte immer noch am Hochwasser, zum Fischerhafen kamen wir hin. Ein trauriger Anblick erschreckte uns aber.

Am selben Morgen musste sich eine Gasexplosion ereignet haben und ein Wohnmobil wurde vollständig zerstört. Ausser der Kabine des Teilintegrierten war nur wenig zu erkennen. Zwei Fischer beruhigten uns ein bisschen, anscheinend seien die Camper in Sicherheit und leichter verletzt.

Ein Schrecken wohl aller Camper. Nachdem ich vor vielen Jahren zwei Hausbrände erfahren musste, kann ich diesen Womofahrern sehr nachfühlen.

Die Versicherungen helfen zwar meisst schnell und kulant, das betrifft jedoch nur das Materielle. Viele persönliche, liebgewonnene Dinge sind verloren, zerstört, man steht ohne Papiere, Kleider, Medikamente da. Falls das Handy nicht gerettet werden kann, sogar ohne wichtige Telefonnummern und Kontakte.

Besonders für dauernd im Womo Lebende bringt so ein Unglück viele Probleme mit sich. Wir haben, bis auf ein paar eingelagerte Sachen, unser ganzes Hab und Gut und Zuhause dabei!

Wir wünschen jedenfalls den unbekannten Unglücksraben von Herzen gute Besserung, eine gute Heimreise und Verarbeitung des Schreckens.

Der Commander ist in Nafplion angekommen und steht am Hafen, so fahren wir doch auch wieder mal dahin. Ganz vorne am Pier, wo ein riesiger Kahn gelöscht wurde, standen wir nun neben dem Monschterschloss und klatschten über Erlebtes. Für uns zu laut, zu viel Betrieb und für die vierbeinigen Monschterburger kein praktischer Platz zum Bleiben. So zog es uns wieder mal zum Karathonastrand, einfach ein schöner Strand mit seinem kleinen Fischerhafen.

Am nächsten Morgen: Ein Womo nahte, ein gewaltiges LKW Horn ertönte und wie kann es anders sein… der Commander war da… Tina kam pünktlich zum Schwimmen im „Eismeer“. Wir brauchten schon etwas Überwindung, machte aber uhh Spass.

Am Samstag wollen wir zum Markt, genug früh, um einen nahen Parkplatz zu ergattern. Klaus fuhr schon in aller Herrgottsfrühe und Dunkelheit los, bis die Hunde Pippirunde gemacht hatten und das Fahrzeug fahrbereit war wurde es schon hell, doch oh Glück… ein paar Meter vor Commander war ein Parkplatz frei, direkt neben einem Brunnen, könnte nicht besser sein, so können wir gleich noch tanken.

Mit viel Gemüse und Obst kehrten wir zum Karathonastrand  zurück, inzwischen sind noch einige Womos dazu gekommen und wir lernen wieder mal andere im Womo Lebende und Reisende kennen, hören interessante  (Lebens) Geschichten und Erfahrungen.

Gestern Abfahrt bereit, kommt eine Wandergruppe vorbei, ganz begeistert von unseren Tieren und der Monschterburg, stellen sie sich davor in Pose für Fotos 😉

Einige empfohlene und gegoogelte Plätze wollten wir uns erst ansehen. Leider nicht für uns und die Hunde, zuviel befallene Pinien. So machten wir uns auf zur Franchthi Bucht… doch oh Schreck.. ein „Zigeunerlager“ von französischen Womos versperrte kreuz und quer stehend den ganzen Weg und Platz, der hintere Teil war völlig überschwemmt. Tja zum Glück waren die da, nun sind wir wieder mal am Salantistrand, an unserem alten Platz. Der riesige total saubere Strand für uns alleine. Ein ruhiges Meer mit ganz leisen sanften Miniwellen, weit und breit kein Mensch, von der Ferne klingen Ziegenglöcklein. Die Nacht war vollkommen ruhig und dunkel.

Es ist so herrlich angenehm ohne das in letzter Zeit ewige Gebrause, Dröhnen und Grollen der Brandung das Meer zu geniessen.

Unsere Elektro/Mechaniker Bemühungen waren erfolgreich.  Den E Scooter haben wir nach langem Tüfteln und dann sehr guter und auch für Laien (Womo Omas) zu kapierender, kompetenter Beratung von der netten Dame von Focca Sports am Telefon , wieder zum Laufen…ähh Fahren gekriegt.  Ausserordentlich sympathischer und zuvorkommender Kundendienst, Danke!!

Die Dame beruhigte mich, das Klacken beim zusammenfügen von Batterie und Scooter sei üblich und macht nichts und den Schalter vom Ständer konnte ich einfach überbrücken… und siehe da.. es kam Leben in die Elektrik vom Evoking ;-)).    Das nicht bestellte (optionale) Externe Ladekabel dazu haben wir mit einem passenden Rundstecker, Kabeln und Klemmen, selber hingekriegt; bei der Entlüftung der Trocken/Trenntoilette kriegten wir es mit Lötkolben, Klemmen und PC Lüfter wieder hin, leider ist der kleine Lüfter etwas zu laut für die Nacht.

Irgendwann muss ich mich aufraffen, die demolierten Ecken der Monschterburg neu zu modellieren… sehen aus wie die getütschte Schale eines Ostereis. Das Polyester und die Glasfasermatte liegt schon ne Weile in der „Garage“ bereit.

Eben haben wir Hängesessel, Sigis Stuhl, Hundebetten und Decken eingeräumt, der Wetterbericht hat zur Abwechslung wieder mal schlecht Wetter angekündigt … und nun wärmt die Sonne wieder zum Fenster rein.

Wir haben uns entschlossen noch hier zu bleiben.  Bis bald, liebi Grüessli, euer Monschterburg Team

Weiterhin Sturm und Regen…

… Nachdem uns am Navarinostrand, wo wir ein schönes, einsames Plätzchen fanden, unser (fast) neuer und liebgewonnener Holzklapptisch, mein unbequemer, halsbrecherischer, wackeliger, roter Holzklappstuhl, der Plastikhocker/Stufe und der Duschvorhang für die Aussendusche geklaut wurde, und uns die Lust auf ein längeres Verweilen vergangen ist, zogen wir weiter zu einem wiederum (winter, saisonalbedingten) unbemannten Sandstrand mit eindrücklicher Düne. Toll zum mit den Hunden Laufen. Windschutz fanden wir hinter der verwaisten Strandbar. Zudem lagen etliche Strandbarmöbel auf der Terrasse rum und ich konnte mir so einen bequemen Stuhl ausleihen, mein kleines Holzhockerli/Tischli und eine Plastik Hundefutterkiste ersetzen vorläufig den Tisch. Wir wollen halt doch jeden Sonnenstrahl nutzend draussen essen!

Zugegeben… dieser Winter verwöhnt uns nicht mit traumhaft sonnigem Peloponneswetter, so viel Gewitter, Sturm und Dauerregen… ja sogar Schnee und Hagel haben wir noch nie erlebt und „alte Hasen“ von Peloponnes Liebhabern/Überwinterern und Dauerbewohnern erzählen, dies sei der schlechteste Winter seit über 30 Jahren! Und trotzdem ist es ein unbeschreiblich wunderbares Land!

Und zwischendurch können wir ja doch auch Lichtblicke mit kitschig blauem Postkartenhimmel geniessen, mit der Hoffnung…. JETZT ist die Schlechtwetterzeit vorbei und der strahlend, wärmende Frühling zieht ein… na ja bis es dann halt doch wieder kracht und die Blitzlichter am Himmel zünden. 

Am Sonntag wollen wir den Bauernmarkt in Kopanaki besuchen und fahren gemütlich Freitags los, erst mal dem Strand nach über Elia… da stehen Dagmar und Jürgen, denen wir einen Besuch abstatten wollen und unseren Wasservorrat auffüllen. Dieser grossflächige und offiziell bewilligte Stellplatz gefällt uns immer wieder sehr gut und wir kommen in Versuchung doch mal hier zu bleiben. Nach schweren Überlegungen sind wir aber vernünftig und entscheiden uns dagegen, zuviele Pinien schmücken den prächtigen Platz, das Risiko wollen wir einfach nicht eingehen, da es letztes Jahr etliche Raupennester gab.

Noch einigen kleinen Stichsträsschen folgen wir zum Strand, bei einem Platz entdecken wir von weitem die Busse und Feuerwehr 🚒 der Jungen vom Navarinostrand.. hatten aber keinen Bock auf Kuschel Camp, noch auf Techno-Festival-Beschallung durch die Nacht. 

Ein gegenseitiger Blick und der selbe Gedanke… wir wussten, wohin es uns zieht!

Über eine neue uns unbekannte Strecke, durch kleine, enge Dörfer, bergauf und bergab tuckerten wir der Neda entgegen, da hatten wir schon mal herrlich ruhig und stockdunkel genächtigt.  Am Ufer des Flüsschens hat es vor einer Furt ein flaches Plätzchen zum Stehen. Zum Spazieren kommt man (fast) trockenen Fusses über eine Eisenbrücke zu einem Platz mit Holzbänken, Steinhaus im Bau und einer Kapelle. 

Die Strasse in die Schlucht runter war mit Steinschlag bedeckt und nach dem Gewitter in der Nacht auf Sonntag war es uns beim Hochfahren der Strasse gar nicht geheuer… wir waren froh, heil oben anzugelangen!

Das Wetter war gnädig mit uns, anfangs schien sogar die Sonne. Am Markt trafen wir auf Dagmar und Jürgen und wir verabredeten uns zum Mittagessen nach dem Marktbesuch.

Irgendwie bringen die Märkte nicht mehr so viel, ausser genügend Gemüse, Früchte, Nüsse und Samen (gesunde Ernährung), und einem 1 Euro Wasserhahn und Kaffekännchen fanden wir nichts nützliches.

Die Weiterfahrt Richtung Kalamata war zwischen regnerisch und trüb dunkler Weltuntergangsstimmung und dementsprechend leeren Dörfern und Strassen. 

Es zog uns auch nicht zum Strand, also entschlossen wir uns, ein paar mögliche Stellen zum Stehen auszukundschaften. Nichts überzeugte uns und so versuchten wir noch den letzten Platz, das Navi führte uns natürlich wieder mal die engste und steilste Strasse hoch und wir fuhren sogar über Schnee.

Ein kleiner Parkplatz, eine kleine einfache Kapelle und eine wahnsinns Aussicht belohnten uns, DA bleiben wir diese Nacht. Eine unglaubliche Ruhe, um uns Dunkelheit und weit unten die hell erleuchtete Stadt, vor dem Hafen die Lichterkulisse der Frachtschiffe. Morgens ganz früh noch zeigte sich der Blutmond mit Mondfinsternis, wieder mal bedauerte ich, nur mit iPhone zu fotografieren, solche Aufnahmen kommen einfach nicht zur Geltung!

Montags fahren wir auf die Marina um unsere Freunde zu besuchen, Tina hatte Geburtstag. Alle, auch Uschi und John, waren ausgeflogen, wir beschlossen im Marineshop paar Sachen einkaufen zu gehen, unsere Wasserpumpe ist ausgestiegen, wie lange die gebrauchte Reserve Pumpe noch tut ist unsicher, leider hatten sie die passende nicht, auch mit Kabelschuhen für 12 Volt war das Lager immer noch nicht aufgefüllt!😡 

Am Dienstag Morgen musste ich ins Labor, wir zogen Parkplatz bedingt ein Labor in Messini vor und fuhren zum Übernachten an den gewohnten Strand. 

Gestern dann wieder nach Kalamata, Tina und Klaus bereiteten ein exquisites Gesund-Geburtstags-Finger-Food-Frühstück vor und wir genossen mal die Zeit in weichen Luxussesseln im „Grossraum“ Wohlfühlmobil inkl. herrlichem Panoramablick aus den grossen Echtglasfenstern. Statt des Sekts genossen mein Gaumen, Blutzucker und die Leber den von Klaus fachmännisch ausgepressten, leckeren Orangensaft.

Der Weihnachtsdekoladen hat sein Sortiment gewechselt… in den Riesenschaufenstern erspähe ich genau so Holzklapptische und Stühle wie ich kaufen möchte… leider ists dunkel drin und an der Tür klebt ein Zettel : bis 3.2.19 geschlossen😥dafür kauf ich an der Kreuzung bei der Romafamilie einen rohen Holzstuhl mit Bastsitzfläche, natürlich mit Handeln, die wollen mir zwar unbedingt zwei grosse und einen Kinderstuhl verkaufen, wollen nicht verstehen, dass wir kein Platz und schon gar nicht genügend Gewichtskapazität im Womo haben. Das ist wiederum verständlich, haust doch die ganze Romafamilie im kleinen Handwerkerbus! Nun die haben nun 25 Euro und ich kann mich wieder hinsetzen👍🤣.

Auf dem Rückweg nach Messini halten wir bei Fiat an, dort soll sich Gerhard mit seinem Womo aufhalten, der befürchtete Motorschaden entpuppte sich zum Glück als Nagerschaden und der zernagte Schlauch konnte schnell ersetzt werden. Nun stehen wir nebeneinander am Strand. 

Die Welt (insbesonders Peloponnes) ist klein … wo wir so bei Fiat stehen, fährt ein Womo zu, zwar erkenne ich die Aufschrift Camper-News, doch bringe ich das Nicht-DE-Nummernschild nicht mit der Blogschreiberin von Camper-News in Verbindung. Da ich kein Italienisch kann, spreche ich sie auch nicht zuerst an. 

Nun sie hat unsere Monschterburg erkannt und wir haben kurz geplaudert. Ihr Fahrzeug hat auch ein Problem.

Heute Abend werden wir nochmal mit Uschi und John Essen gehen, sie feiert heute Geburtstag.  Uns dann von ihnen und den Commanders verabschieden… DENN morgen (hoffen wir) werde ich mit dem letzten Besuch beim Arzt entlassen, um dann gegebenenfalls in der Schweiz eine OP zu machen. Ihr dürft Daumen drücken!

Astros wird wieder mal unser Ziel, der Tollwut-Antikörper-Titter-Nachweis sollte inzwischen vom Athener Labor beim Tierarzt in Astros eingetroffen und abholbereit sein, bei den Hunden ist auch eine Impfauffrischung an der Reihe.

Mit stürmischen Grüssen mit wechselhaftem Wetter

Lisigi aus der Monschterburg

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