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DIE 7 WILDEN von der Monschterburg.. Das sind wir: Lisi Rudelführerin, Ernährerin, Fahrerin und leitende Zweibeinerin. Eine angegraute etwas unkonventionelle, bisschen verrückte, mutige, abenteuerlustige, neugierige, suchende, Tier-und Naturverbundene Frau. Auf ihrem neuen, guten Weg - dem Leben und Reisen auf Vier Räder. -Zuhause ist... wo Frau glücklich ist .. wo die Monschterburg steht - Irgendwo auf Entdeckungsreise durch Europa. -Nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern dem Neuen mit Freuden entgegen blicken! JANOSCH: mein Oldie, Golden Retriever, Therapiehund in Rente, vorläufiger Beifahrer, Co Pilot und Alarmanlage und FREUND ANDRA: Bullmastiff Hündin, mein Kuschelmonster, das ausser Kuscheln, Schmusen, Schlabbern, Schlafen und Schnarchen auch gut Bewachen kann! JUNE: die WoMo Tigerin... ein Hund im Katzenpelz, die ihr Hunderudel über Alles liebt. R.I.P 2.12.2017

Monschterburg an Familie und Freunde…

Es ist an der Zeit, mich endlich wieder mal zu melden.
Nichts weltbewegendes ist inzwischen passiert, aber immer viel los auf dem Weg nach Deutschland. Auch hier haben wir viel schönes gesehen und tolle Bergstrecken gefahren.
Mit Jan, der mit Rucksack nach Kroatien trampt , haben wir drei schöne Tage in Slowenien, Italien und Österreich verbracht.Mächtige Berge, gewaltige Wasserfälle, wilde, klare… eiskalte Flüsse und riesige, leckere Burger gesehen.
Bei Villach trennten sich unsere Wege wieder.. Jan ist inzwischen in Kroatien und wir in Deutschland.



In Österreich haben wir noch Uschi und John besucht, es gab viel zu plaudern .
Nächstes Ziel war der Besuch bei Irene an der schönen Amber, vorher fanden wir aber noch einen tollen Übernachtungsplatz am idyllischen Tüttensee, einem Meteoritenkrater. Trotz der Frische genossen wir ein Morgenbad… herrlich!
Bei Irene standen wir wieder gemütlich, spazierten gemeinsam an der Amber und ins Städtchen. In der Gartenwirtschaft um die Ecke gabs leckeres Essen.
Margret und Lottchen besuchten Irene und ich freute mich auch sie wieder mal zu sehen. Wir sassen alle zusammen in unseren kleinen Wagenburg .
Die Biber am Amberufer arbeiten fleissig und hinterlassen deutlich ihre Spuren.

Es waren schöne Tag, nur ungern brachen wir auf, doch zieht es uns auch in die jeweiligen Heimat.
Nächste Station war Heidelberg wo Sigi ihre Sachen packte um für die nächsten paar Wochen in Heidelberg zu bleiben. Familien-und Freundebesuche sind angesagt und was es so Alles zu erledigen gibt.
Auf dem Parkplatz vom Märchenparadies, auf dem Königsstuhl standen wir noch eine Nacht, mussten auch wieder mal das Tractive benutzen. Rulo der inzwischen gerne seine Freiheit geniesst, hatte sich wohl in dem grossen Wald mit den vielen Spazierwegen verlaufen. Blöde nur war der Akku seines GPS Gerätes ziemlich leer und unser Internet Empfang sehr bescheiden. Am Morgen bei Tageslicht wollen wir ihn orten und suchen, was sich schwieriger herausstellte, da viele der Waldwege abgesperrt oder verboten waren und wir nur zwischenurch genug Empfang für Live Tracking hatten. Dann spielte uns ein kurzes aber heftiges Gewitter den nächsten Streich, Rulo bekam Panik und Sigi Nässe bis auf die Haut. Da unsere Handy zudem nicht miteinander kommunizieren wollten, konnte ich Sigi auch nicht auf dem Laufenden halten über den neusten Stand meiner Ortungsversuche.
Inzwischen war Rulo ganz in der Nähe wo die Monschterburg parkte, ich öffnete Auto- und „Haus“ Türe… und meine Erwartungen erfüllten sich… Rulo sprang nass, müde und erleichtert rein…

Inzwischen war ich bei Daniel Eichhorn, auf dem Werkgelände in Schifferstadt, praktisch doch leider nicht so gemütlich wie auf seiner ehemaligen, wild-romantischen Wiese.
Die Monschterburg kriegte ein drittes Solarpanel und eine super LiFeYPO4 200Ah Batterie inkl. BMS von der Firma i-Tecc, mit sehr freundlichem Kundensevice und prompter Lieferung. Top!🤗👍 Damit sind wir nun gut ausgerüstet auch bei längerem Stehen und schlecht Wetter!


Weil der vermeintliche Magnetring/Wegfahrsperre welcher uns seit Griechenland Ärger machte und der unbefriedigende, nicht hilfsbereite Service einiger offiziellen Fiatgaragen nichts brachte, versuchte ich es noch bei Fiat in Speyer, wurde dann auf einen Termin in drei Wochen vertröstet 😡😪.
Dank Daniel und dem Azubi springt der Motor der Monschterburg nun wieder mit der ersten Schlüsseldrehung an. … kurz ausgelesen und mit erstem Klick gehört.. es ist der Anlasser. Am Morgen früh gleich bestellt, in 3Std. geliefert und in null,nix montiert. Herzlichen Dank für euren tollen Einsatz!🤗👍
Ich weiss warum ich lieber in kleinere Werkstätten, mit Mechanikern mit Gefühl, Herz, Freude und Verstand für ihre Materie , gehe!
Es ist beruhigend mit funktionierendem Fahrzeug unterwegs zu sein!

Im Konvoi fuhren dann mein “ Joghurtbecher“ zwischen den grossen Brüdern zum Treffen im Pfälzer Wald… hier lagern wir auf einer schönen Wiese am Waldrand, grillen am grossen Holzfeuergrill unterm Pavillon … eine bunt gemischte Schar Menschen und Hunde von 6 Wochen bis über 60 ig.🤣👍
Dieter kannte ich ja schon länger, vom Rhein und Ueli aus der Schweiz, den wir in Portugal kennen lernten, traf ich hier … auch er war über Daniel hier gelandet 😀.

Vom Kultur-und Konsumschock, dem übermässigen Angebot in den Supermärkten und der stressigen Hektik im Strassenverkehr hab ich mich langsam wieder erholt und mich angepasst.
Vermissen aber schon wieder den wunderschönen Peloponnes, mit den freundlichen, hilfsbereiten Menschen, der vielfältigen, bunten, romantischen, wilden Landschaften, traumhaften Stränden, einsamen Buchten, der Ruhe, Gelassenheit und Gemütlichkeit wo es uns sehr wahrscheinlich nächsten Winter wieder hinziehen wird.

Vorher aber freue ich mich auch sehr auf meinen Besuch in der Schweiz, wo die 3-4 Wochen auch im Fluge vorbei sein werden. Freue mich meine Familie und Freunde nach gut 7 Monaten und 15000km wieder zu sehen.

Ab Juni werden wir voraussichtlich unsere neue Abenteuerreise nach Estland starten… über Polen, Litauen und Lettland. Dort soll es anscheinend auch ein Womo Traumland sein… wir sind gespannt!

June’s Castello steht immer noch verwaist und leer… wir vermissen unser Womobüsi immer noch… sie war einzigartig! Aber wer weiss… es ist Frühling… vielleicht springt uns unterwegs ein kleines Katzenkind ins Herz.

bis bald … grüsst euch die Strohwitwen verwaiste Monschterburgbesatzung
Lisi, Janosch und Andra

Übrigens… es ist schön wieder auf engstem Raum, im überfüllten Womo, zu Zweit als gut eingespieltes Team mit unserem Hunderudel zu reisen, zu leben und Erleben…wir haben einiges gelernt, verstanden und uns teilweise (zum Guten) verändert .

Und schon sind wir in Kroatien..

Mit herzlichem Abschied von Elma, Alen, Vater und von Gerhard, verlassen wir Blagaj. Noch eine Weile der schönen Buna nach und überall mit Hochwasser.
Bald sind wir an der Grenze nach Kroatien, bei Metković, bei den Bosniern 1 Minute und bei den Kroaten 10 Minuten um unsere Papiere zu kontrollieren.
Auf der Strecke fuhren wir 4 „Bäumchen“ von Park4Night an, das erste auf dem Berg wär gut für eine Nacht gewesen, wir hatten noch viel Zeit und fuhren weiter, das zweite fanden wir nicht, drehten in einem Olivenhain (diesmal ohne Sumpf oder andere Hindernisse😜) um wieder auf die Strasse zu kommen, nach dem 3., das uns gefiel, fuhren wir aber doch noch das 4. an… wär unter Umständen auch gut gewesen, doch weil Sonntag war hatte es schon viele Leute am Strand… na ja wir sind halt verwöhnt und liebens einsam, schon wegen unseren Vierbeiner-Monstern.
So mussten wir nicht lang überlegen und fuhren die paar km zum 3. zurück. Eine Landzunge mit kleinem Yacht- und Fischerboothafen, auf einer Seite der Fluss und die andere Seite eine Meeresbucht. Ausser paar Fischern am Ufer und paar Yachtkapitänen, die den sonnigen Sonntagabend auf dem Wasser genossen, war der Platz leer. Die Hunde genossen wieder mal ihre Freiheit und das Bad im ruhigen Wasser.
Am Morgenspaziergang wateten wir durchs seichte Wasser aufs kleine Inselchen.


Dann Weiterfahrt nach Ploče, Versuch, unseren Kaffekapselvorrat auf zu füllen, seit Griechenland waren die nicht mehr zu kaufen. Leider ohne Erfolg. In Markarska erblickten wir einen Kaufland und wurden dort fündig, wenn auch fast doppelt so teuer wie in Greece😡.
Es war ein richtiger Konsum- und Kulturschock, wieder in Städte mit so vielen Einkaufsmöglichkeiten mit so riesigen Angeboten zu kommen.
Dafür erwartete uns der Küstenstrasse entlang, bis Brela, eine Pinie nach der andern, übervoll mit Prozessionsspinnernestern.
Oh Schreck… wir steckten die Idee am Strand zu bleiben und wollten zum Stausee Jezera Prološko Blato flüchten, da fanden wir im Herbst ja einen netten Platz. Bei der Fahrt den Berg hinauf trafen wir zwei Schweizer Motorradfahrer, Vater und Sohn. Nach kurzer, netter Unterhaltung zogen wir weiter.
Dann sahen wir vom Berg, weit hinunter, den See. Auf einem Aussichtsparkplatz hielten wir Ausschau… das wird wohl nichts mit Übernachten: wo wir im Herbst standen war ringsum nur Wasser, dort wo die Fischer mit dem Auto das trockene Steilufer runter fuhren… alles überflutet. Dafür konnten wir aber auch in den Kratersee (ein blaues Auge) runterblicken. Also fahren wir gar nicht mehr runter und fahren zurück, bei Rumin über eine schöne Brücke, auch da überall überflutetes Land bis zu den Häusern, beim nächsten See, Perucko Jezero Potravlje, an einem Strändchen leider wieder Pinien, doch am Strässchen zum See und einem wohl verlassenen Gehöft war es für eine Nacht gut zu stehen, in der Dunkelheit sah frau den umher liegenden Müll ja nicht und am Morgen blickten wir beim Frühstück auf den vollen See und die darin stehenden Bäume.


Heute hatten wir über 200 km zu fahren über eine super gut ausgebaute Bergstrecke. Am Zwischenhalt erfreuten sich die Hunde, besonders Janosch, denn auf 759 M.ü.Meer hatte es teilweise immer noch Schneefelder.


100 km Fahrt von einer Stadt zur andern und dazwischen keine Einkaufsmöglichkeiten, vielleicht versteckt ein Tante Emma Lädelchen, doch nichts ersichtliches.
Die Menschen, die da wohnen, sind wirklich ab der Welt.
Bei Korenica endlich ein kleiner Kiosk, wo ich parken kann. Und endlich kann ich für 79.99 Kuna (10.78€) eine Tourist Data SIM Karte kaufen … für eine Woche unbegrenzt 20 GB schnell und danach reduziert. Die Karte bekam ich ohne lästige Formalitäten und Ausweis vorzeigen, ich musste nichts installieren oder registrieren… einfach Karte rein und es funkt🤗👍. Da kann sich Vodafone mal eine grosse Scheibe von abschneiden, Touristenfreundlich und sehr schnelles starkes Internet von VIP !
Und nun sind wir auf dem Free Camp, ganz alleine.. vielleicht Nachts mit Besuch von Wildschweinen, den Wühlspuren nach sind viele auf der riesigen, grünen Wiese, die mit grossen Bäumen, blühenden Sträuchern und vereinzelt spriessenden Blümchen bewachsen ist. Es hat ein WC Häuschen, Lavabo und Aussendusche (die wegen Wasserrohrbruch im Winter nicht in Betrieb sind), eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheit (Baumstamm) und ein Rezeptionshäuschen, welches geschlossen und leer ist mit einem Briefschlitz in der Wand für freiwillige Spenden, ansonsten ist der Platz einfach grosszügig und kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine tolle Idee von dem Besitzer und wie wir auf Fotos gesehen haben, wird die Wiese in der Saison gerne und oft genutzt, sollte es öfters geben! Danke unbekannterweise, wir werden gerne unseren Obolus in den Schlitz stecken!
Das wärmende Feuerchen haben wir schon genossen und unser Abendessen auf dem Stamm sitzend verspeist.

Traurig und nachdenklich stimmten uns auf der Strecke immer wieder die vielen vom Krieg zerstörten Häuser und Gehöfte.
Ich werde das nie verstehen können, was für einen Sinn so nutzlose Kriege haben sollen, ausser Politikern und Wirtschafts Mafias bringt das doch niemandem Nutzen, sondern nur Leid. Da sind total zerfallene Häuser, solche die noch teilweise zu retten und zu sanieren waren, oder „nur“ neu gedeckt, Löcher ausgemauert oder Fenster ersetzt werden müssten. Daneben neu gebaute, teils noch nicht fertig und doch schon bewohnt, das Geld zum Weiterbau muss erst verdient sein!
Nur die Kirchen, egal welcher Religion, sind immer gut erhalten, gepflegt und meist protzig… wäre es nicht eher an denen, den Armen wo ihr Heim verloren haben zu helfen!?

Es wird späteren Abend, auf der Strasse in der Nähe wird es ruhig, fast kein Verkehr mehr! Dafür melden die vielen Singvögel in den Bäumen… der Frühling ist da🤗👍💐ein wunderbares Gezwitscher und Gepiepse!

Montenegro bis Bosnien Herzegowina

Die nächste Nacht verbrachten wir beim Strand von Buljarica, da stand ich letztes Jahr mit Uschi und John.
Ein vom Krieg zerstörter und verlassener Camping, nur noch paar Ruinen aber ein schöner Strand und ein nettes, gutes Restaurant.
Dann fuhren wir weiter über Budva und Kotor, eigentlich wollte ich da mit Sigi einen Altstadtbummel machen, doch hier ist der Touristenstrom schon viel zu gross, Parkmöglichkeiten für Womos fast nicht zu finden und ein riesiges Kreuzfahrtschiff lag vor Anker. ..und alle (2000?) Passagiere auf Besichtigungstour!
Leider auch nicht, wie in Griechenland, hilfsbereite Polizei, sondern nur ein Polizist, der uns genervt drauf hinweist, unser Fahrzeug sei zu gross für die Strasse, und wir sollen zurück und weg fahren.
So machten wir uns wieder auf die Fahrt zur Bosnischen Grenze. Tante Navi ist ja wohl lernfähig, sie weiss dass wir kleine Bergsträsschen lieben…. und schickt uns ein steiles, ziemlich verschlissenes Strässchen den Berg rauf. Machte aber wie immer Spass und die Aussicht war super… paar gemütlich, am Strassenrand lagernde Rindviecher schauten uns erstaunt an.
Vor der Grenze dann wieder eine lange Schotterstrecke/Baustelle, auf der uns eine Planierraupe entgegenkam und uns platt walzen wollte, da wir nicht ausweichen konnten, und ein LKW so arg im Weg stand, dass sein Spiegel leiden musste. Dafür hat uns dann ein Bagger 5 min lang den glatten Weg nochmal planiert… alles nicht so ganz zu verstehen, aber lustig.
Auf 1050 M.ü.Meer übernachteten wir bei einem Picknickparkplatz am Klinje See, schön kühl.. am Morgen 1 Grad.
Nach dem Frühstück brachen wir auf, unser Ziel war das Autocamp Blagaj, bei Alen, Elma und ihrem Vater.
Bis dahin aber führten uns die recht guten Strassen über die schönen Berge, im Hintergrund immer noch tief verschneite Bergspitzen und sogar am Strassenrand hatte es ab und zu noch Schneereste.
Durch den härteren Winter als gewohnt hat die Schneeschmelze und der viele Regen die kleinen Flüsse anschwellen lassen und riesige Flächen Land überschwemmt. Das Flüsschen, welches sich lieblich durch die Ebenen zwischen den Bergen hindurch schlängelt, ist zu einem breiten Strom angewachsen und wir staunten nicht schlecht, als wir Kuhherden mitten im Fluss mit Wasser bis zur Brust, stehen und genüsslich das leuchtend grüne Gras fressen sahen. Wie Wasserbüffel, welche wir eigentlich in Kampanien (Italien), dem traditionellen Mozzarella di Buffalo Zampano Gebiet, zu sehen gedachten und zu selten zu sehen bekamen. (Leider, sie waren oft massenweise auf schmutzigen Ausläufen und Ställen gehalten).
Hier sahen die Kühe ganz zufrieden und glücklich aus. Immer wieder ein Berg hinauf und hinunter durch mit Krüppeleichen/Steineichen und Sträuchern bewaldetes Gelände, viele Steine… hübsch gepflegte Häuser und Gärten und leider auch viele Kriegsruinen und leider auch öfter wieder am Strassenrand oder Abhängen wilde Müllhalden… schade!
Unterwegs kaufen wir bei drei Frauen, die dick eingepackt in Pullover, Winterjacke und Schal, am Strassenrand auf Stühlen sitzend, strickend und auf Kundschaft wartend, ihre Produkte des Winters…. Pullover, Westen, Schals, Mützen und Socken zwischen Bäumen auf gespannter Wäscheleine zum Verkauf anpriesen.
Natürlich wollte jede von ihnen etwas verkaufen, wir beschränkten unseren Einkauf aber auf drei paar warme (kratzende) Naturschafwollsocken.

Bald schon erblickten wir die Festung Stjepan Grad und somit waren wir fast am Ziel.
Die Campbesitzer Familie begrüsste uns wieder herzlichst und freute sich über unseren Besuch.
Natürlich wurden wir gleich wieder mit Willkommensdrink verwöhnt und Abends zur Geburtstagsfeier des momentan einzigen anderen Gastes, Gerhard, eingeladen.
Wie jedesmal wenn wir hier waren, durften unser Gläser nie leer werden, es gab Grillfleisch, Würste und Salat.
Elma hat unser Riesenpaket Dreckwäsche mitgenommen und wenn heute das Wetter gnädig bleibt, sollte diese auch trocknen.
Gestern wurden wir nämlich mit Regen gestraft. Aber heute scheint zum Glück die Sonne wieder heiss.

Übrigens, Micky geht es nun wieder besser. Zwar schiebt er Heisshunger und muss Diät halten, kriegt sein Futter genau abgemessen, nur wenig Trockenfutter, dafür Frischfleisch und Joghurt, Hüttenkäse oder ähnliches.
Der Wecker klingelt Morgens und Abends regelmässig zum Blutzuckerwerte messen und Insulin spritzen… er ist ein braver Patient und hält geduldig hin, nur müssen wir dauernd auf der Hut sein, damit er den Andern kein Fressen klaut. Durst hat er immer noch, doch hält er meist wieder eine Nacht durch ohne Pippi gehen und ohne Panne :-))
Auch seine Werte sind nicht mehr sooo beängstigend hoch.

Für Janosch möchten wir ein Kinder Nachtlicht kaufen, waren dafür sogar in einem grossen Toys Laden und in Elektrogeschäften, wobei mir nur eine leuchtende, blinkende und musizierende Uhr angeboten wurde…. nicht ganz sinnvoll für meinen gehörlosen Oldie. Der Arme fühlt sich nämlich glaub nachts im Dunkeln verlassen und unsicher, ohne die gewohnten Geräusche um ihn rum zu hören.
Und auch das Halsband mit Vibration werde ich ihm bestellen, um ihn auf mich aufmerksam zu machen und damit ich ihn abrufen kann.

Wir haben hier mal genug Zeit und Musse, angestanden Arbeiten zu verrichten, Sigi hat die Womogarage aufgeräumt und geputzt, ich den Plattfuss an meinem E-Bike geflickt und hier und da eine lockere Schraube angezogen.


Dank mal Free Wifi vom Camp und Strom aus der Dose laufen unsere elektronischen Geräte auf Hochtouren, es wird getippt, gespielt und gesurft.
Ich bin am Suchen und bestellen… Die Energieversorgung unserer Monschterburg ist etwas schwach und ich möchte auf LiFePo4 (Lithium) Batterien umsteigen und ein zusätzliches Solarpanel aufs Dach montieren.
Wer die Wahl hat, hat die Qual… und da ich von Stromerei nicht viel verstehe, überflutet mich das Angebot im www.

Da wir ja momentan in Nicht-EU-Ländern reisen, können wir nicht telefonieren, das kommt übermässig teuer, Simkarte für den Wlanrouter kaufen wir erst wieder in Kroatien und das Internet mit der Satschüssel ist immer noch grässlich langsam und nicht stabil genug, um vernünftig was damit zu machen.
Das war wirklich ein teurer Fehlkauf und „Lernblätz“ als Womo Anfänger!

Liebe Grüsse in die Heimat… bis bald

… in Montenegro

Nach zwei Nächten verlassen wir den idyllischen Platz und fahren weiter, an Vlorë vorbei. Albanische Autobahn, laut Navi dürfen Womo’s nur 70 fahren… reicht auch.. auch hier hats Hubbel und Löcher und schaukelt ohne Wind!
Wir kommen in den Stau und fahren paar andern nach, welche die Autobahn verlassen und über Schleichweg den Stau umgehen.
Um wieder auf die Autobahn zu kommen fuhren die andern bei einer Schranke durch auf die Autobahntankstelle, also wir hinterher. Da schliesst der junge Mann vor unserer Nase die Schranke, als wir durch wollen meint er… bezahlen.. 8 € ! Der tickt wohl nicht richtig, Touris abzocken.. ne nicht mit uns!
So drehen wir um und versuchen es die nächste Strasse.. und wieder nichts.. Strasse gesperrt.. Brücke futsch! Dann versuchen wirs über die Autobahnüberführung … vielleicht von der andern Seite? Nein wir müssen nochmals zurück und können dann wieder auf die Strasse.
Später erwischen wir Schotterstrasse, aber so was von rumppelig mit riesigen Löchern.
Als wir dann endlich müde und hungrig bei der Lagune Patokut ankamen suchten wir uns ein Plätzchen, war aber fast alles überschwemmt, so stellten wir uns auf einen Restaurantparkplatz, machten eine Pipirunde mit den Hunden und setzten uns dann gemütlich, mit Blick auf die Lagune ins Restaurant. Wir waren ausser paar Männern mit Bier die einzigen Gäste. Der junge Kellner (Wirt?) bediente uns zuvorkommend, die zwei Frauen (Köchin und Haushälterin?) freuten sich an unseren Hunden.
Nach dem Essen wollten sie unbedingt ein Foto mit uns zusammen und es gab einiges zu lachen.
Das kleine Bächlein über den Parkplatz konnten wir vorher noch gut überspringen, jetzt war es voller und viel breiter und in der Nacht mit dem fürchterlichen Sturm und Regen schwoll das Bächlein zum See an.
Janosch, der den Sturm und Regentrommeln auf dem Dach ja nicht hörte… aber eben spürte, schob wieder mal Panik und brauchte unsere Nähe und Streicheleinheiten.
Wieder mal eine Nacht mit zu wenig Schlaf!
Zudem sah ich einen Funkenregen beim Strommast bei der Strasse, danach waren die Lichter alle aus.
Dann um 5 Uhr 15 weckte uns ein lautes Gebrumme… die Pumpe wurde angeschmissen, um den überfluteten Platz abzupumpen.
An Schlaf war nicht mehr zu denken, wir fuhren ohne Frühstück los, bis wir am Ende des nächsten Dörfchens einen geeigneten Platz fanden, um erst die Hunde rasch raus zu lassen und um unser Frühstück zu essen.
Plötzlich klopfte es ans Fenster, die Frau, welche ich vorher freundlich mit „guten Morgen“ begrüsste, kam zurück, streckte uns lachend eine Serviette gefüllt mit Caramels, zwei Orangen und zwei selbstgefärbten roten Ostereiern entgegen.
Wie so eine liebe Geste eine etwas unzufriedene Stimmung sofort wieder aufhellen kann. Unser Unmut über Wetter, Lärm und Schlafmanko war verflogen und wir starteten die weitere Fahrt lachend.
Und dann waren wir schon wieder auf einer Rumpelpiste, schlimmer als Schotter, total verlöcherter Teer. Ca. 30 km mit Tempo 8-18 km/h oft Gegenverkehr, Tiere und feierlich gekleidete Kirchgänger, die lange Fussmärsche für die Ostermesse auf sich nehmen. Und immer wieder Überschwemmungen, Ställe, die schwimmen oder gar zerfallen sind.
Endlich zeigte das Navi nur noch 18 km zum eventuellen Ziel… dann eine lange Brücke/Strasse beim See/Lagune … Eisenpfahl zur Begrenzung und zu schmal😡😳. Was nun? Ein Einheimischer deutete uns rundum zu fahren… dann waren es plötzlich 49 km !
Irgendwie kam uns die Gegend plötzlich bekannt vor… hier waren wir bei der Fahrt nach Griechenland doch schon mal… Velipojë.. der Ort mit dem dichten Pinienwald.. mit den grässlichen Hotelklötzen! Beim ersten Mal hat es uns da schon angewidert und diesmal war es nicht besser, zudem auch alles unter Wasser, keine Zufahrt zum Strand möglich. Auf dem Weg dahin, wo letztes Mal auf der anderen Seite des Baches Ziegenställe standen und Weiden. ..Wasser, Wasser, Wasser … alle Ställe zerstört, die Schotterpiste inzwischen teilweise fertig geteert.
Wir entschliessen uns, heute noch bis Montenegro zu fahren.
An der Grenze mussten wir wie letztes Mal fast eine Stunde im Stau stehen.
Die Strasse nach Bar war zeitweise gesperrt, dafür fanden wir ein nettes Strässchen das auch in diese Richtung führte. Diese Gegend war wieder ähnlich wie Griechenland, mit steinigem Land aber sehr schön. NUR … diese Autofahrer!…Wie vermissen wir die Gelassenheit und Ruhe der Griechen, da regte sich keiner auf, es wurde nicht gedrängelt oder ungeduldig gehupt!

Ein Platz auf park4night entpuppte sich als Fischer Restaurant Dorf… für diese Jahreszeit ganz schön viel Betrieb war dort, sicher gut zum Essen! Man hätte auch gut zum Übernachten dort stehen können, nur mit den Hunden war es uns zu eng. Auch hier war alles ringsum überschwemmt, sah aus wie Mangroven Wälder.
Jede Menge Fischrestaurants am Fluss und einheimische Besucher.

Nach paar Fehlversuchen, wir hatten schon bald die Hoffnung verloren, fahren wir einen Weg zum Surferstrand, zwar auch durch paar grössere Wasserstellen, doch das kennt unsere Monschterburg ja.
Die letzten paar Hundert Meter waren mit neuem Schotter bedeckt und es gab einen Platz zum Wenden. Da stellten wir uns hin, idealer Platz, und unsere Nachbarn… nur quakende Frösche.
Die Hunde geniessen wieder mal die totale Freiheit.
Nach dem leckeren Abendessen, das Sigi schnell zauberte, wanderten wir mit den Badelatschen über die überflutete Strasse zum Strand… ein riesiger, erstaunlich sauberer Strand, paar Holzhäuschen und Wohnwagen vom Surferclub erwarteten uns.
Einen Mann entdeckten wir, er wohnt dort… war aber nicht gross gesprächig.

Bis jetzt ist es fast ruhig um uns… das Froschkonzert und paar undefinierbare Tierlaute… kein Sturm, Wind oder Regen… wir hoffen auf einen gesunden, tiefen Schlaf🤗👍😀!

Bis bald😘

Neues Kapitel: Albanien

Nun haben wir genug gesehen von Korfu und wollen aufs Festland zurück.
Wir wollten ja auch Itineo’s zum Abschied winken.
Ihre Fähre nach Venedig legte um 01 Uhr Dienstags ab.
Fast hätten wir es nicht geschafft. Am Sonntag waren die Fähren wegen schlechtem Wetter gestrichen. Also fuhren wir nochmals nach Gouvia zurück. Am andern Morgen bezeiten versuchten wir nochmals unser Glück. 11.45 hätten wir eingecheckt. Fahrkarten hatten wir dafür. Im letzten Moment wird die Überfahrt wiederum gecancelt, einige Lastwagen, die schon auf der Fähre waren, mussten wieder raus. Wir buchen um auf 16.00 Uhr.
Wir nutzten die Zeit und suchten eine Fiatgarage auf.. das Zündschloss spinnt und spielt mit uns Roulett.
Die konnten uns auf die Schnelle nicht helfen, hatten auch kein Ersatzteil an Lager, also nochmal zum Strand. Der war verbaut und wir fuhren zurück in den Hafen. So konnten wir uns wenigstens zwei Stündchen aufs Ohr legen und den verlorenen Schlaf von der gestrigen Gewitternacht nachholen.
Um 15.20 Uhr hatten wir dann mehr Glück und es hiess sogleich einfahren, wir als erste. Danach wurden wir von 10 LKW’s eingequetscht, allesamt mit Sandkippern unterwegs. Die werden wohl Sand für die Badestrände auf Korfu holen… dort ist nun nämlich der Frühling ausgebrochen und die damit verbundene Bau-, Aufrä
m-, Verschönerungs- und Putzwut ausgebrochen. Alle Unwetterschäden, Überschwemmungen, kaputte Strassen und angeschwemmter Abfall müssen in Ordnung gebracht werden… die Einheimischen zeigen sich nun viel mehr draussen, die Vorgärten werden gepflegt, Stühle vors Haus gestellt und oft wird von der älteren Bevölkerung draussen ein Schwätzchen abgehalten. Der Winterschlaf ist vorbei!

Wieder in Igoumenitsa angekommen werden wir von Tina und Klaus erwartet… nun gehts endlich zum lang ersehnten Mojito🤣… Tina hat ein Lokal gegoogelt, das Thirsty Dog, wo es den besten Mojito der Stadt geben sollte. Es war nicht zuviel versprochen, der Drink war super und auch das Essen fein zubereitet und sogar das freie Wifi war gut. Wir genossen einen gemütlichen Abend zusammen bis die Zwei dann für ihre Überfahrt einchecken mussten.
Eigentlich wollten wir ja grad auf dem Parkplatz an der Strasse übernachten, jedoch kläfften alle Hunde in den Nachbarhäusern (unsere brachte das nicht aus der Ruhe, die waren ganz brav! ) und auch der Stadt- und Strassenlärm war unerträglich. So fuhren wir doch noch die paar km zum Paralia Drepano raus, ans hinterste Teil… Endstation. Eine herrlich ruhige Nacht und am Morgen ein traumhafter Blick übers Meer, wo die vielen Fähren fuhren, und auf der anderen Seite die Lagune mit Flamingos, die rumstolzierten. Nochmals an massenweise Orangenfeldern vorbei, wo fleissig geerntet wurde.
Bei Mavromatio verliessen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge Griechenland. Wir haben unser Herz halt dort und besonders auf Peloponnes verloren. Nun freuen wir uns aber trotzdem über neue Entdeckungen und Erlebnisse auf der Weiterfahrt.
Albanien: bei Burint erblicken wir das Venitian Triangle Castle, über den Fluss führt eine etwas antik (vielleicht dem Castell angepasste?) Fähre/Floss. Wir zweifelten erst, ob das Ding unsere Monschterburg auch heil rüber bringen wird, doch glaubte ich auf FB schon abenteuerliche Flosse mit Womos gesehen zu haben und wir wagten die Fahrt. ..kurz und schmerzlos geglückt!🤣🤗👍
Drüben war sogar die Gartenwirtschaft geöffnet und wir speisten lecker.
Dann führte uns die Strasse weiter nach Sarandë (Das Lloret de Mar Albaniens, Brrr).
Ein Abstecher von dort ins Landesinnere, eine Strasse schlängelte sich zwischen Fluss und Kanal hinauf, dann über eine Brücke und die Schlucht hinauf.
Das Blue Eye oder Siri y Kaltër bei Bistricë, eine Karstquelle, welche 6 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fördert, ist leuchtend blau. Hier ist auch noch alles geschlossen, ein Teil der Anlage überschwemmt. Zwei Womos haben schon parkiert und wir fanden auch noch ein Plätzchen mit Blick auf den Fluss, neben paar Holz(ferien?)häuschen.
Die „Wach“Hunde kläfften die längste Zeit….und am Morgen früh begannen sie von Neuem, dazu fuhr ein Auto mit Arbeitern auf den Platz, die dann grässliche Kratzgeräusche verursachten, um den Platz vom Schwemmgut zu reinigen.
Nichts mehr mit Schlaf oder gemütlichem Frühstück, schnell machten wir alles fahrtauglich und ab, etwa 2 km später parkierten wir und machten unser Frühstück und auch die Hunde konnten in Ruhe fressen.

Weiter, wieder zum Meer, an den Strand von Bunec, den wollten wir uns nur mal ansehen, denn zum Übernachten sei er die nächste Zeit nichts. Zwei Mädels von einer FB Seite, welche wir kurz bei Sarandë besuchten, haben uns erzählt, das dort ein Festival von Rainbow Gathering Leuten sei.
Einige junge Frauen und Männer sassen auch wirklich hier, sie winkten uns zu sich und wir hatten eine nette Gesprächsrunde mit Ihnen. Sigi vermisste dann auch gleich ihren Sohn Jan, der ja auch wie die meisten von den jungen Leuten mit Rucksack rumreist. Der eine Junge hatte auch ein grosses „Loch im Bauch“ und wir schauten, was wir von unserem Kühl- und Küchenschrank entbehren konnten. Zudem hat die Sonne gute Arbeit geleistet und unserer Nespressomaschine genügend Strom gespendet, um die ganze Runde mit Kaffee zu versorgen.
Wir wollten jedoch weiter, um die Hunde frei laufen zu lassen war es dort nicht so geeignet, da in der Zeit, in der wir dort waren, gleich zwei Ziegen- und Schafherden durchgetrieben wurden, und wir wollten was Einsameres suchen.
Lange fanden wir nichts überzeugendes, die einsamen Strände werden im Affentempo mit Feriensiedlungen und Hotelklötzen zubetoniert und Abfallhalden dekorieren oft die Gegend. Die Strasse, die neben der wahnsinnig eindrücklichen Schlucht zum Parkplatz fürs Monastir Theodorit auf dem Hügel und dem Strand von Gjipe, weit unten, führte, fuhren wir runter bis sie endete, hier nützte dann auch unsere Abenteuerlust nichts mehr, wir mussten kapitulieren, der Monschterburg Feierabend gewähren und unsere Füsse in Anspruch nehmen, um den lohnenden Abstieg, über den steilen steinigen Weg, zu schaffen. Es wollte nicht enden, aber die Bucht mit „Bio Camping“ … eine grüne Oase gegen die Schluchtmündung, die Aussicht auf das Felsgestein der Schlucht und den traumhaften Strand, entschädigte uns.
Zur Stärkung tranken wir eine kühle Cola beim Camping Besitzer, Sigi wagte wie fast immer paar Züge in den arg kalten türkisfarbenen Fluten des Meeres, bevor wir wieder den steilen Berg rauf keuchten.
Wo sind die Zeiten geblieben, wo ich noch unseren Ziegen, Kühen und Schafen über Stock und Stein nachrannte🤣?
Na ja geschafft haben wir’s ja.
Es standen noch zwei Womos auf dem Parkplatz, die Bewohner waren aber nicht zu erblicken, Fenster und Türen fest verrammelt 😜.
Wir schliefen schon, als uns ein Blaulicht und Motorengeräusch aufschreckte, unter dem Vorhang durch erspähten wir ein Polizeiauto, das über den Parkplatz kurvte, Polizisten, die mit den Scheinwerfern rumleuchteten, paar Schritte umher liefen… keine Ahnung was die wollten. Wir machten uns etwas Gedanken… ob wohl mit den Deutschen aus dem NachbarWomo was passiert ist, dass wir sie nie zu Gesicht bekamen?
Am Morgen war lange immer noch keine Regung in den andern Womos zu merken, erst als wir weg fuhren, sah Sigi ein Schatten einer Person hinter dem Fenster.
Wir werden wohl nie erfahren was diese Polizeiaktion sollte.

Die Fahrt heute führte uns über den Mount Çika Pass (1000M.ü.M), mit einer Mega Aussicht über Land und Meer und rauf auf das verschneite Bergpanorama am leuchtend blauen Himmel. Über Orikum, Radhime, Vlora.. dort war das Einkaufen schwierig, keine Parkplätze bei Supermärkten vorhanden, so kauften wir bei kleinem Minimarket und Bäckerladen ein. Für wenig Geld .. gute Sachen.
Eine Schar Kinder mit einigen ihrer Mütter standen draussen, Eines der Mädchen wollte wissen, ob wir Deutsch sprechen und dolmetschte dann all die vielen Fragen, welche die Kinder dann hatten. Sie wollten alles um die Hunde wissen, die Hunde streicheln und bestaunten das Womo. Das Mädchen merkte sogar, dass ich ein anderes, etwas komisches Deutsch rede… Aha weil ich aus der Schweiz komme!
Nun holperten wir über kaputte Strassen, im Zickzack um die Löcher und Hügel. Etliche Km Schotter zur Lagune und Buchten, die eine wie die Ochsenbauchbucht auf Peloponnes.
Auf einer grossen Wiese über der Sandsteinfelsenküste fanden wir einen herrlichen Übernachtungsplatz.
Am Abend besuchten uns zweimal vorbeiziehende, freundlich winkende Hirten mit ihren Ziegen- und Schafherden. Toll wie diese Herdenhütehunde ruhig arbeiten, unseren Hunden mal kurz den Takt angegeben haben und danach auf Abstand die Tiere in Schach hielten und gleichzeitig aus den Augenwinkeln unsere Hunde beobachteten, ob die auch anständig ihrer Herde fern bleiben.

Auf der einen Seite ist der Vollmond langsam aufgegangen während gegenüber die glühende Sonne im Meer versinkt.

Wir haben die Monschterburg richtig in den Wind gestellt und hoffen, er wechselt die Richtung nicht zu oft, damit weder Gepfiffen noch Geschaukelt wird!
Guet Nacht!

Kerkyra…zauberhaftes Insel Flair… und vierbeiniges Sorgenkind

Dienstag 20. März/Mittwoch 21.3.18
Der Wunsch von einer ruhigen Nacht wurde von „Petrus“ nicht beachtet, ein heftiges Gewitter direkt über uns liess uns „Hundeberuhigungsdienst“ machen. So sassen wir zwei müden Frauen auf dem engen Platz am Fussboden, je einen zitternden Oldy Dog im Arm. Und Micky wollte auch dreimal raus und trotzdem waren die Unterlagen auf den Sitzen morgens feucht…
Als sich das Donnern und Blitzen endlich verzog, blieb uns nur noch ein kurzer Schlaf… um 9.30 Uhr mussten wir wieder in Kerkyra bei der Tierärztin sein.
Danach wollten wir uns die Strände, welche Margret, eine liebe Womo Freundin, empfohlen hatte, erkunden, dabei auch in Agios Matthaios, einem netten, urigen Dörfchen mit einer speziellen und ausgesprochen guten Metzgerei einkaufen gehen. Auch die hatte Margret uns empfohlen… und es hat sich gelohnt, uns mit der Monschterburg zweimal durch die engen Strässchen zwischen den Häusern durch zu quetschen! So leckeres Fleisch zu äusserst günstigen Preisen, in dickem Fleischpapier wie zu Grossmutter‘s Zeiten eingepackt, hatten wir schon lange nicht mehr!
Die Fahrt durch die ewig langen, bezaubernden „Märchen“-Olivenwälder faszinierte uns, wir konnten nicht genug davon kriegen, alle diese uralten Bäumen lebten und hatten Gesichter. Die Strasse hoch über der Küste, rauf und runter, schmal, löchrig und in alle Richtungen gewellt hätte jeder Achterbahn Konkurrenz gemacht und allpott standen Uraltmodelle von Lastern und Autos am Strassenrand. Welche noch benutzt wurden war nicht sicher ersichtlich, jedenfalls hatten sie noch Luft in den Reifen!
Wieder sahen wir viele Erdrutsche und Abbrüche an den Strassen und wenn wir es dann mal zu einem Strand runter schafften, war sicher die Strasse überflutet oder es waren sogar ganze Betonplatten ins Meer gestürzt. Oft ging Sigi zu Fuss los um zu schauen, ob ich eine Durchfahrt wagen kann, weil ein eventuelles Rückwärtsfahren müssen problematisch wäre.
Es wird uns oft erstaunt nachgeblickt, mit fragenden Augen… was macht denn hier so ein Wohnmobil auf der Strasse, Leute winken uns freudig zu und bei kritischen Situationen wird fleissig beim Rangieren mitgeholfen… so 2 cm neben dem Abgrund und dem geparkten Fahrzeug vorbei oder unter schräg zur Strasse wachsenden Bäumen oder Ästen durch.
Und wenn wir dann doch mal ein einigermassen gerades Flecklein zum Stehen gefunden hätten, mussten genau dort statt den geliebten Eukaliptus-, Tamarinden-, Oliven-, Palmen- und sonstigen Bäumen… die gefürchteten Pinien stehen und diese sind immer noch fast alle mit den schei… Prozessionsspinner Raupen Nestern befallen!
Dann hatte es auch einige wenige Plätze, welche für unser Auge so fürchterlich waren… für einige vielleicht ein bisschen verrückt, aber wir ziehen Ruinen den architektonischen Missgeburten von Hotelblocks und Ferienüberbauungen vor. So fuhren wir Ende des Nachmittags zurück, um einen neuen Strandplatz aufzusuchen.
Inzwischen hatte Sigi aber ein Mail mit weiteren Labor Resultaten von Micky erhalten und auf Abend einen weiteren Besuchstermin bei der Ärztin. Also ab in die Stadt. Micky fand das gar nicht gut und wollte erst gar nicht zur Tür rein, obwohl die junge Tierärztin sehr nett ist.
Die Resultate bestätigten Insulinpflichtiges Diabetes Typ 1, er soll Ruhe haben, weil er Ketone im Urin hat (diese geniesst er gerade auf Sigis Beinen ;-), weiterhin viel trinken und genug fressen. Wenn das bestellte Insulin angekommen ist, wird die Tierärztin uns die weiteren Massnahmen, das Überprüfen der Werte und das Spritzen des Insulins erklären.
So wurde es dann gestern wieder mal dunkel, bis wir den Schlafplatz beim Venetian Arsenal / Shipyard, Gouvia erreichten. Die Bucht, wie ein See anzusehen, fast spiegelglatt und ruhig mit paar kleinen Booten. Daneben die neue Werft und Hafen mit Yachten. Gestern zogen Sportruderboote zügig vorbei. In der Wiese auf der anderen Seite des Platzes, hinter Eisengittern, befindet sich das antike venezianische Arsenal. Die Ruinen mit ihren Bögen, Mauern
und Säulen überlebten fast intakt, nur ohne Dächer. Das war in Gouvia eine Werft der Venezianer, die während ihrer Herrschaft erbaut wurde. 1798 wurde diese Verwendung offiziell eingestellt, diente später Admiral Uschnakow als Militärlager und 1917-1918 als Stützpunkt der Franzosen.
Heute das Revier von 5 lustigen, netten Strassenhunden 👍🤗.

Das Wetter hat schon April… zwischen Sturmwind und Regen knallt auch die Sonne.
Wir geniessen die schöne Insel auf jede Fall, auch wenn es für unsere Lebens- und Reiseweise nicht optimal ist.
Die Menschen sind auch hier sehr nett, kontaktfreudig und hilfsbereit, die Häuser oft liebevoll gepflegt und geschmückt, aufgeräumt und sauber.
Bis auf das, dass die vielen Abfallkontainer zum Bersten voll sind (wofür die Einwohner ja nichts können!), sind die Strassenränder, Strände, Wiesen, Wälder und Bergabhänge erfreulich sauber gehalten!

Noch zum Blog: einen ❤️lichen Dank an meinen Sohn Huwi 👍🤗
Die von einigen vermisste Abonnementsfunktion per E-Mail hat er repariert.

Bis demnächst …

Wir entdecken die neue Insel.. die Herzen hängen aber noch an Peloponnes!

Die Nacht nass und stürmisch und auch der ganze Morgen war grau und zeitweise stark regnerisch, die Strassen mit tiefen Pfützen. Wir fuhren nach Korfu Stadt zurück, Micky musste in die Tierklinik zur Untersuchung. Seit ca. 2 Wochen wird er ständig müder, sein sonst so starker Bewegungsdrang hat sich gelegt und er sieht auch traurig und lustlos drein. Zudem hat er ständig starken Durst und säuft literweise (Wasser😜), das natürlich auch wieder raus will und er alle paar Stunden nachts raus muss.
Es wurde Blut genommen, erste Laboruntersuchungen haben den Verdacht auf Diabetes bestätigt, weitere Bluttests und Urinprobe werden morgen gemacht.

Dann fuhren wir wieder der Küste nach gegen Nordwesten. Viele kleine Dörfer, enge Gassen und steile Strassen. Oft sehr touristisch… im Sommer…jetzt leer, wie ausgestorben. Fast alle Tavernen, viele Geschäfte geschlossen, Hotel, Appartements und Ferienhäuser leer.
Dafür gewaltige Aussichten über herrliche Strände und Buchten, leider auch oft mit Womo nicht erreichbar.
Im Sommer wird Ramba Zamba sein und die Gassen voll belebt. Wir glauben für Womourlaub eher weniger geeignet, besonders wenn man gerne frei steht.
Nun gegen Abend haben wir doch endlich ein geeignetes Plätzchen gefunden, an einem kleinen Fischerhafen, wo wir als einziges Freizeitboot eine „Berner“ Jacht erblickten 😀.
Da stehen wir nun auf dem sturmgeschädigten Platz mit Schwemmsand, Treibgut und Pfützen, alles noch wintersaisonmässig verwahrlost… und trotzdem hat es seinen Reiz und Charme!
Sogar im Regen sieht vieles nett aus, die Häuser sind gepflegter und hübsch dekoriert, auch wenn für unser Farb- bzw. Architekturgeschmack oft daneben!
Mal sehen was wir noch so finden werden.
Jedenfalls die kleine Taverne über dem Hafen war offen. Das ältere Wirtepaar (Wohl Eltern der jungen Wirte) der Taverna The 3 Brothers,in Astrakeri, haben uns als einzige Gäste sehr freundlich und köstlich bekocht, mit hausgemachten Leckereien verwöhnt.
Nun wünschen wir euch Kalinichta… pfused guet!

Neues Kapitel… Korfu

Nochmals etwas mehr Meer und… mehr Griechenland, bevor wir die Reise Richtung Heimat antreten.


Gestern erreichten wir Igoumenitsa.
Nachdem wir auf dem Hafen 3 Stunden gewartet haben, ob wir auf die Fähre nach Korfu können, da sie nicht wissen, ob sie wegen dem Sturm auslaufen dürfen, wurden wir dann kurzerhand abgespeist, die Fähre sei voll!
Bei der Anfrage am Schalter der anderen Fährgesellschaft erfuhren wir dann, sogar auf deutsch und sehr zuvorkommend, dass sie leider mit ihren kleineren, offenen Fähren bei Sturm nicht auslaufen dürfen. Die nette Dame machte uns dann ein sehr gutes Angebot für die nächstmögliche Abfahrtszeit oder eine Zeit nach unserer Wahl.
So suchten wir ein gutes Schlafplätzchen, welches zwar idyllisch, aber infolge von Sturm und Gewitter und somit unruhigen Hunden nicht besonders erholsam war 😡.

Pünktlich um 7.30 Uhr standen wir wieder vor dem Ticketschalter der Fährgesellschaft mit den Schiffen „EΛENH“, „ΑΓΙΑ ΕΙΡΗΝΗ“ und „NANTH“ („ELENI“, „AGIA IRINI“ und „NANTI“). Am frühen Morgen hat es nochmal kurz gewittert und geregnet… ob die wohl heute fahren?
Der Mann am Schalter war auch sehr nett, hat uns freuen reundlich informiert und gesagt, dass die Fähre nächstens von Corfu ankommen sollte. Auch er freute sich, dass wir bei dieser Linie buchen und gab uns den grosszügigen Rabatt, den uns die Dame gestern versprochen hatte.
Diese Line und ihre Flotte ist zwar etwas kleiner und weniger schnell als die Andere… dafür aber viel hilfsbereiter und freundlicher 👍🤗❤️⛴, auch das Personal, welches gekonnt und gelassen ruhig, für die Einfahrt im Retourgang, einwies, war klasse 😀.
Der Steuermann machte seinen Job meisterhaft und obwohl die See noch aufgewühlt war, ritt er die Wellen fast erschütterungsfrei.
Über Korfu lichtete sich der Himmel und je näher wir kamen schien die Sonne kräftiger.
Die ganze Fahrt über blieben wir draussen und trotz Wind war es erträglich und ein Erlebnis.
Ein tolles Panorama empfing uns, dann fuhren wir die Strecke der Küste nach. Eine ganz andere Gegend als bisher.
Die Häuser waren in besseren Zuständen, selten mal eine Bauruine, angefangen und nicht fertig gestelltes Haus, der Umschwung aufgeräumter und sauberer.
Man sieht, dass hier wahrscheinlich weniger Geldmangel besteht. .. Mehr Tourismus!
Es herrscht schon viel mehr Betrieb!
Auf der Suche nach einem netten Übernachtungsplatz gerieten wir ein paar Mal auf zu kleine Wege durch Olivenbaumbestände, die hier viel höher und weniger buschig gewachsen sind als wir es gewohnt sind und in Blumenmeeren stehen, auf satten grünen Wiesen.
Ein Olivenbaum wurde uns zum Verhängnis, hängte am Dach an und der morsche Ast fiel drauf.
Mit vereinigten Kräften und Klettereien konnten wir ihn von der Dachfensterhaube, wo er sich verkeilt hatte, raus- und runter ziehen. Glück gehabt, nix passiert!
Nun sind wir am 2,5 km langen Strand Chalikounas mit wunderschöner Düne gelandet. Auf einer Seite des Weges das Meer und an der anderen der See, Limni Korission.
Die paar Sonntagsausflügler sind wieder weg… wir bleiben hier und geniessen den bequemen Platz bei der geschlossenen Strandbar… die Hundis haben Schatten und wir herrliche Sonne… und Kaffee mit Sigis feinstem Orangenkuchen 🤗👍😍.

Wir verlassen Peloponnes…

Wir klappern immer wieder kleine Stichstrassen zum Strand ab, oft müssen wir wenden, weil die Wege unter Wasser standen.
Dann kam die Story mit dem Wasserfahrt Abenteuer, welche ja einige schon von meinen FB-Berichten kennen.
Im Navi war die Strasse durch den See vermerkt, tja und hier wollten wir durch… am Anfang gings ja noch und wir entschliessen es zu wagen, auch hatte es anfangs so nach ca. 100 Metern Erhöhungen über dem Wasser, wahrscheinlich Betonrohre fürs Wasser. Nach drei solchen Teilstrecken, wo wir dann jedesmal anhielten, aufschnauften und dem Motor etwas Erholung gönnten, holte ich tief Atem… und dann „Augen zu und durch“!
Nach etwa 2/3 der Strecke wurde das Wasser dann wirklich zu tief, wenden, weiterfahren oder gar hier übernachten, denn es dunkelte ja bald?? Gute Frage… schwerer Entscheid. Mit vereinigten Kräften gelang es uns, in Schwerstarbeit zu wenden, Sigi stand im Wasser, fühlte mit dem Fuss, wo der Strassenbelag aufhörte und wies mich Zentimeterweise an, unzählige Male hin und zurück, bis wir wieder in die andere Richtung standen und dann gings nochmals durchs Hochwasser zurück. Uff geschafft und aufgeschnauft… yes we can!🤣
Bei Kalogria auf einem grossen Strandparkplatz und geschlossener Taverne fanden wir einen Übernachtungsplatz, mit den Hunden am Strand spazieren ging, doch auf der Seite gegens Land mussten wir wieder wegen den Pinien aufpassen.
Beim Weiterfahren am nächsten Morgen eine schöne Strecke, die mich etwas an die Masuren in Polen erinnerte, so viel Wasser und Strassen dadurch.
Eine schöne Bucht erblickten wir von oben, die Strasse jedoch steil, und von oben sah sie teilweise auch schlammig vermatscht aus… heute wollen wir es mal nicht übertreiben!
Diesmal fahren wir bei Patras über die Andirrio Brücke, eine Schrägseilbrücke, welche mit einer Gesamtlänge von 2883 Metern die Meeresenge Rio-Andirrio überspannt.
Und dann verlassen wir Peloponnes, 4 Monate war hier unser Zuhause, es war wunderschön und wir werden bestimmt wieder kommen!
Jassas… Efcharisto! Schön wars!

Wieder auf dem Festland, ein bisschen vermissen wir Peloponnes schon, einfach etwas besonderes.
Bald finden wir aber doch noch eine tolle Bucht, am Ende einer Strasse unterhalb mächtiger Felswand. Eine kleine Wiese und dahinter Lagune. Lange Zeit ganz alleine weit und breit.. und dann plötzlich aus dem Nichts … erscheint eine weidende Kuhherde, mit süssen Kälbchen, auch die Mutterkühe waren ganz klein.
Eine Weile haben sie genüsslich geweidet, die Monschterburg mit Rulo vornedran auf ihrer Weide hat sie gar nicht irritiert und dann zogen sie einfach weiter der Strasse nach Richtung Dorf.
Am Morgen spazierte ich etwas mit den Hunden unter der Felswand, plötzlich hörte ich aus den Felsen ein komisches, warnendes Zischen und Schnalzen. Irgendwas bewegte sich auf einem Vorsprung, leider hatte ich den Feldstecher nicht dabei. Ich versuchte es mit dem IPhone zu fotografieren und zoomte so gut es ging.
Irgendwie sieht es aus wie ein sitzendes Känguru oder vielleicht ein Alpaka?? Es könnte auch eine Kreuzung Ziege x Steinbock sein!

Auf der Fahrt bei Mesolongi entdeckten wir in einem Salzsee Flamingos.
Lustige Absperrungen und Warnungen von Strassenschäden und Flickblätzen haben sie hier auch… einfach irgend welche Plastikteile, Blumentöpfe, Büchsen oder Flaschen werden mit Steinen auf die Stelle gelegt… es empfiehlt sich, in der Nacht besser keine kleinen Berg- und Nebensträsschen zu fahren.
Dann über die schwimmende Brücke zwischen Festland und Lefkada, wir mussten gerade eine Weile warten, weil sie für passierende Boote weggefahren war.
Die Suche nach einem netten Übernachtungsplatz erwies sich wieder mal abenteuerlich.
Eine steile Serpentinenstrasse führte zur Küste hinunter… sollte! Nach vielen Kilometern Kurven.. war 500m vorm Strand einfach nur noch ein gähnendes Loch zu sehen. Ein grosses Stück Belag und Untergrund war weggebrochen, die Strasse mit Kies und Sand verschüttet.
Soll ich nun retour da hochfahren oder besser versuchen zu wenden? Wir entschieden uns fürs Wenden und mit Sigis Anweisungen schafften wir das wieder mal Zentimeter genau, am steilen Abgrund.
Schade, da unten hätte uns ein Traumstrand mit Karibikgrünem Wasser erwartet. Ob das bis Sommer geflickt werden kann?
Beim nächsten Versuch wurden wir dafür mit einem mega tollen Strand und Felsenklippe belohnt. Die Parkplätze, für den Massentourismus ausgerichtet, Menschen- und Autoleer, so konnten wir in vorderster Reihe mit wunderschöner Aussicht stehen.
Genau richtig für Sigis Geburtstag. Wir bekamen noch Bulli Besuch von Simone mit Valentina, dem süssen Mopsmädchen, und genossen den Kaffee und Kuchen bei herrlichem Sonnenschein. Am nächsten Tag mussten wir doch noch die knapp 80 Stufen runter steigen und in das … sehr kühle, 14 grädige, Türkisbad steigen.
Das war denn schon das Highlight der Insel, wir waren schon etwas enttäuscht. Hatten wir doch wieder das Pech, bei der nächsten Strandsuche, nach holpriger Fahrt plötzlich vor dem Aus zu stehen. Sigi kundschaftete sicherheitshalber zu Fuss den Weg aus und stand kurz vor Schluss an einem verschlossenen blauen Gittertor.
Wir entschlossen uns, zum Wasserfall zu fahren, als wir dort ankamen vermisste Sigi ihr Portemonnaie, welches sie in der Jackentasche stecken hatte, als wir beim Kaffee mit Simone in Vasiliki sassen. Meine Versprechungen, dass Griechen sehr ehrlich, hilfsbereit und stolz seien, beruhigten sie wenig. So kehrten wir schnellstens zurück… der nette Kellner erkannte sie gleich, unterbrach seine Arbeit am Buffett und streckte strahlend den Geldbeutel Sigi entgegen.
Jaaa, hier in Griechenland fühlt frau sich noch sicher!

Die Nacht verbrachten wir doch noch auf dem Wasserfall Parkplatz bei Nidri.
Am Morgen stiegen wir dann los, den kleinen Weg, die Schlucht hoch. Teilweise war der Weg auch weggerissen und überspült. Hier wurde ich angenehm überrascht, es hat sich gelohnt, der Wasserfall führte genug Wasser und es war überwältigend.
Das Wasser klar und gar nicht so eisig… wir nahmen ein erfrischendes Bad.

Wir entschlossen uns aber, die Insel wieder zu verlassen. Wir wollten uns nochmal mit Itineo’s treffen, bevor sie auf die Fähre für die Rückreise müssen.
Zwei Nächte genossen wir zusammen bei Aktio Vonitsa, am Kitesurferstrand.
Beim Spazieren am Strand von der Lagune und Meer fanden wir Riesenmuscheln, bis zu 40 cm lang. Laut Google sind dies geschützte Steckmuscheln, welche im Meeresgrund stecken. Da sie als Delikatesse gelten, werden sie anscheinend, verbotenerweise, doch gepflückt (abgeschnitten). Da die schönen Schalen auch nicht gesammelt und ausgeführt werden dürfen, haben wir sie auf dem Tresen der Strandbar liegen gelassen… nachdem wir sie natürlich fotografiert haben.
Mit Itineos haben wir zusammen gesessen, gegessen und viel gelacht.

Heute sind wir dann weiter. Wir fuhren unter dem Ionischen Meer durch, durch den 7 km langen Meerestunnel von Aktio nach Preveza.
Irgendwie sind wir vom Peloponnes verwöhnt, diese abwechslungsreiche Schönheit, die karge Schroffheit der Mani, die prächtige Wildheit von Lakonien und all die netten, fröhlichen und kontaktfreudigen Menschen auf Peloponnes, haben es uns angetan.
Einige Plätze haben wir daher angefahren und sind ohne Begeisterung weiter gefahren.
Stehen jetzt für diese Nacht auf einer schmalen Landzunge, die zwischen Meer und dem Acheron Fluss liegt, im Städtchen Ammoudia.

Marktag und mehr…

Es war dann doch nicht so eine ruhigen Nacht… weil 1. Micky mehrmals raus musste, Wasser trinken wollte und Pipi musste, was in letzter Zeit immer häufiger ist und 2. der Bergbach zum Schlafen doch zu stark rauschte und die Akustik vom Womo ja bekanntlich gut ist und das Dröhnen und Gurgeln durch die Wände noch lauter klang.

Nach einem Kaffee und einem Stück Brot machten wir uns dann auf den Weg, die steile Strasse aus der Schlucht rauf war mehrfach mit kleineren und grösseren Erdrutschen, Geröll und Felsbrocken verschüttet. Wir schnauften jedenfalls auf, als wir oben ankamen.

In Kopanaki war der Bauernmarkt schon voll im Gange, Tina und Klaus waren schon da und wir drei Frauen gingen auf Einkaufstour. Das Angebot war viel schöner als die bisherigen Märkte und wir hatten tollen Spass.
Für das frische Obst und Gemüse erstanden wir auch gleich einen netten Weidenkorb, welche hier aus den vielen heimischen Kopfweiden geflochten werden.
Vor zwei Tavernen wurden Spanferkel, Hähnchen und spezielle Bratwürste gebraten.
Zu viert bestellten wir 1 kg Spanferkel und ein Poulet… lecker aber viel zu viel…
Ein magerer Strassenhund und unsere Vier freuten sich später an den Resten 🤗🐾👍🐾!

Bei Kakovatos fanden wir den nächsten Schlafplatz am Strand, da waren wir schon mal und auch die Hunde freuten sich, konnten sie doch schön lange frei rum tollen … bis die Ziegenherde vorbei kam, dann mussten sie natürlich an die Leine.

Die heutige Fahrt, oft auf kleinen unbefestigten Strassen in Strandnähe. Eine ganz andere Gegend als wir gewohnt waren. Viele kultivierte, grosse, flache Felder. Auch hier spürt man den Frühling, die Weiden mit saftig grünem Gras, zwischen den Olivenbäumen viele Blumenmeere… rote Anemonen, Margeriten, gelber Ginster am Strassenrand und rosa blühende Mandelbäume. Die Felder sind nicht mehr steinig wie sonst.
Viele Ziegen- und Schafherden ziehen weidend mit ihren Hirten und Hunden vorüber.
Die Flächen stehen noch oft unter Wasser, wie Seen sieht es aus und jede Menge Möwen und andere Vögel schwimmen drauf rum.
Wieder mal fahren wir an Lost Place Siedlungen vorbei. Diese sind am Strand in die Dünen gebaut worden, eigentlich sehr schöne Bauplätze mit Traumstrand vor dem Haus. Nur vermuten wir stark, dass diese Häuser falsch kalkuliert worden sind und sie den Bewegungen der Dünen nicht Stand halten konnten. Auch viele Bodenfundamente, die auf weitere Bauprojekte hinweisen, sind vor dem Hausbau schon am Zerfallen. In zweiter Reihe und auf der rechten Strassenseite stehen dann kilometerweit kleine Häuschen, die noch bewohnt werden.
Wieder mal benötigen wir Frischwasser, hier hat es nicht so viele öffentliche Brunnen wie in den Bergen.
Bei der kleinen Kirche am Strand von Paleochori hat es einen Wasserhahn mit Schlauchanschluss, wo wir unseren Schlauch anschliessen und Tank und Flaschen auffüllen.
Neben der Kirche ist der Platz überflutet und mit Schlamm und Treibgut übersät.
Am Strand hätte es hier paar schöne Plätze… wenn der Sturm nicht wäre. Er treibt den Sand wie Nebel umher und die Luft ist ganz grau.
Nein, so eine schaukelnde Sturmnacht wünschen wir nicht, fahren weiter nach Kastro Kyllini, die Kulisse, mit der Monschterburg vor der Burg zu stehen, hätte uns gefallen… doch ein lebensgefährlicher Platz für unsere Hundchen… zuviele Pinien überhangen mit Raupennester.
Doch nach kurzer Fahrt wurden wir fündig, ein super idealer und erst noch idyllischer Platz.. zwar ohne direkten Meerblick, dafür im Windschatten von Schilf, Büschen und grosser Düne auf einem Wiesenfleck. Genug Platz, um dem einzigen Womo hier nicht als Kuschelcamper zu nahe zu kommen 🤣!
Guet Nacht!

Lustig ist das Zigeunerleben…

Mehrmals hat es inzwischen stark geregnet, der Fluss bei der Lagune von Astros hat Hochwasser bis zur Strasse hoch.
Wir bleiben eine Nacht am vorderen Paralia Astros im Windschatten der Ruine und Berghang.

Über Bergstrassen fahren wir bei Sparta vorbei bis Mystras, stellen uns auf den Burgparkplatz, um mit den Hunden eine Runde um die Gemäuer zu laufen.
Mein Zehen behindert mich immer noch stark beim Gehen, Mist sowas!
Zum Übernachten ist der Platz arg schräg, in der Hoffnung, im nächsten Dorf bei der Taverne parken zu können, fuhren wir weiter hoch. An der fast nicht befahrenen Strasse konnten wir uns über dem Friedhof und unter der Kirche hinstellen.
Wir waren die einzigen späten Gäste, die sich in die ausgezeichnete Taverne bei dem Sauwetter verirrten, aber es hat sich gelohnt, wir wurden exzellent bekocht!
Diese Nacht prasselte der Regen nur so aufs Dach runter und in der Nacht mussten wir noch mit den Hunden auf Pipirunde durchs Dorf wegen einem Gewitter, da läuft Rulo sonst aus 🤣. Die Strasse hatte sich in einen Fluss verwandelt und wir waren eins, zwei klitschnass!


Montag nach Kalamata, Uschi und John besuchen und dann Garage für Ölwechseltermin aufsuchen. Konnten wir dann auch gleich zwei Stunden später machen lassen und auch gleich neue Öl- und Dieselfilter einsetzen lassen.
Neue Reifen wurden auch gleich bestellt.
Dann der Küste nach, zum Lost Place Camping in Agios Andreas, der Sturm hatte auch hier den Strand recht verwüstet. Hier nächtigten wir dann eine Nacht… tja ein bisschen in der Hoffnung, das süsse Kätzchen mit den leuchtend blauen Augen wieder zu sehen und vielleicht auch dieses vom Besitzer zu bekommen. Nun es sollte nicht sein, wir fuhren weiter nach Finikounda auf den Camping Thines, wo Tina und Klaus logierten.
Unsere Batterien erfreuten sich über lang vermisstes Landstromfutter, der übervolle Dreckwäschesack füllte gleich vier Waschmaschinen, die dann wie im Zigeunerlager kreuz und quer an Leinen ums Womo hängten. Der Wind half wacker mit, die erst regenweich gespülte Wäsche zu trocknen.
Donnerstag, pünktlich um den Pneuwechseltermin einzuhalten, waren wir abfahrbereit… bis auf den eben entdeckten Plattfuss hinten. Was nun… Klaus fragte mich nach Kompressor.. weder das und auch Reserverad war nicht an Bord, also holte er seinen Kompressor… ah so, du meinst dieses Ding, ja das hab ich auch.. noch nie ausgepackt, ist doch ein Reparaturset !? Also versuchten wir es mit meinem, nix geschah, auch mit Klaus seinem wollte das Loch nicht zu und die Luft nicht drin bleiben. Der überaus freundliche Campingplatzbesitzer und Klaus demontierten dann mit vereinten Kräften und improvisiertem Werkzeug und Wagenheber das Rad, der Campingchef fuhr das Rad und mich in die nächste Werkstatt, wo der nette Mann gemütlich einen Flicken in den Reifen klebte und meinte … schön langsam fahren, dann hält’s bis Kalamata. Glück im Unglück, hätte ja auch auf der Fahrt passieren können. Der Übeltäter… ein 5 cm langer Nagel in der Seitenwand hat ein Schlitz rein gerissen.
Übrigens die „Neuen Schuhe“ gefallen der Monschterburg und es lässt sich angenehm damit fahren. (Michelin Agilis Winter)
Nun besuchen wir nochmal Uschi und John und verabschieden uns von Ihnen bei einem leckeren Essen in der benachbarten Taverne. Sie fahren am Montag nach Österreich zurück. Wir schlafen nochmals beim Strand von Messini.
Richtung Pylos am nächsten Tag weiter mit Regen, Nebel und Bergstrassen. Bei Kazarma Richtung Polylimnio Waterfalls, ein Parkplatz, neu gebautes Holzhaus/Taverne und keine Menschenseele, wer wollte auch zu dieser Jahreszeit hier runter laufen, ganz geheuer war es ja wirklich nicht, wurde doch auf Steinschlag hingewiesen und es lagen auch genug Felsbrocken und Steine auf dem Weg. Das Flüsschen, vom vielen Regen stark angeschwollen, rauschte dröhnend vorbei und wir mussten aufpassen, dass die Hunde nicht rein gingen. Ein Stück kletterten wir noch den holprigen Weg entlang und Sigi versuchte, noch weiter zum nächsten Wasserfall zu kommen. Musste dann aber auch aufgeben, das Wasser wurde zu tief.
Auf diesem Parkplatz für die Nacht zu bleiben schien mir zu früh, leider war danach auf der Fahrt über die Bergstrecke kein geeigneter Platz mehr zu finden. So erreichten wir Kalo Nero erst Abends, es war inzwischen schön warm und angenehm. Der grosse Platz am Strand war leer und ruhig für eine Nacht… bis auf ein Auto mit zwei komischen Typen, die sich ausgerechnet paar Meter neben uns stellen mussten zum Übernachten im PW 😡. Hatten dann auch noch lange den Motor laufen zum Wärmen!
Nun wollten wir (wie wir rausgefunden hatten und ich letztes Mal beim Vorbeifahren sah) Tibor‘s Puppen Museum besichtigen.
Leider nur von Aussen, es war verschlossen und ein trauriger Anblick. Ein Erd- und Schlammrutsch hatte das liebevoll aufgebaute Museum, das mit allem Möglichen, was das Ehepaar irgendwo fand, erschaffen wurde, zerstört. Schade!

So fuhren wir weiter über Figaleia nach Parivolia, die Neda Wasserfälle sahen wir leider nicht, war uns doch zu weit zum wandern. Die Dorfsträsschen wie immer total eng und oft zugeparkt.
Die Strassen oft überschwemmt mit Schlamm, Geröll, Steinen und Felsbrocken. Die Unwetter haben ihre Spuren hinterlassen!
In der Schlucht unten ein milchig grüner Fluss, reissen wild.. wie in den Schweizer Bergen. Da gehen wir mal mit den Hunden eine Runde. Wagen uns erst mit dem Womo den Weg hinab, bis ein Plätzchen zum Verweilen lädt. Es ist herrlich sonnig warm, den Hunden und uns gefällts super, wir bleiben diese Nacht!
Machens uns gemütlich, Sigi kocht ein fürstliches Mahl. Herrliche Stille nur Vogelgezwitscher und das Rauschen vom Bach. Wieder mal einzige Aussenbeleuchtung… Vollmond und Sterne🤗

Morgen gehts nach Kopanaki zum Bauernmarkt… hoffentlich… der sollte, wie wir hörten, jeden Sonntag sein!
Da treffen wir auch wieder auf Itineo‘s 👍

Nochmals an June‘s Strand…❤️🐾😢

In Fokiano, wo wir uns aufs tolle Essen in der Taverne freuten, erwarteten und nur eine riesige Menge von verliebten Fröschen. Die Beschallung tönte fast rund um die Uhr und auch die Vögel Pfiffen ihre Melodien. Der Frühling kommt, es ist nicht zu überhören.

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Ich hab schon viele Frösche und Kröten quaken gehört, doch diese Melodien waren für uns neu. In ganz verschieden Klängen die Paarungsrufe, von einem Ende der Lagune zum Anderen. Manchmal richtig mystische Klänge, teilweise wie Panflöte, dann wieder Gezirpe, nur kein „Quak“! Tja halt griechisch!

Zu unserem Schrecken ballerten auch paar Jäger in der Gegend rum. Rulo schob natürlich wieder Panik, fand dann aber sein „ Häuschen“ genug sicher zum Schlafen, jedoch musste er und auch die Andern an der Leine bleiben.
Der Wirt von der super Taverne ist leider noch nicht aus dem „Winterschlaf“ erwacht, also zogen wir heute nach 2 Nächten weiter.
Neben der Strasse in den Olivenhainen waren mehrere Stellen aufgewühlt und Löcher gegraben, gerade fragte ich mich ob dies von Wildschweinen stammt und die Ballerei den Übeltätern galt… und schon sahen wir Männer und ein Jäger mit Flinte.
Dann auf dem steilen Hang nach Oben, entdeckten wir, ein Hirte mit seiner sehr grossen Ziegenherde die Felsen hoch klettern.

Langsam kennt unsere Monschterburg die Strecke. Kurz vor dem Ziel schauen wir uns kurz fragend an, beide wieder mal mit den selben Gedanken… bleiben wir doch nochmal an „June‘s Strand“!??
Wie immer war der hintere Weg mit Wasserstellen bedeckt, die letzte grosse Gunte hat diesmal fast den Motor abgewürgt, bräuchte vielleicht auch einen Schnorchel, wie die Offroader 🤣.
Dann sind wir da, ein prüfender Blick über den Platz, jaaa es ist Alles noch so wie es war. Der Zettel mit June‘s Vermissten Anzeige hängt, zwar etwas verwaschen aber noch leserlich, am Eukaliptusbaum, der Steinteppich des jungen Paares mit Bulli ist auch noch intakt und die Gedenksteine für June , haben sich etwas vermehrt.


Die Hunde springen zufrieden aus dem Womo, wohlwissend wo sie sind. Sie ziehen auch gleich mal aufgeregt los um die Umgebung ab zu schnüffeln, kommen aber bald brav zurück und spielen eine Runde Ball. Später bringt uns Rulo wieder mal ein „Geschenk“… ganz zart hält er eine Schildkröte in der Schnauze, legt sie auch brav Sigi vor die Füsse zum Tausch für Hundebiskuit 🤗.

Wie unsere Reise weiter geht…?… erfährt ihr im nächsten Beitrag!

Paar Kratzer mehr…

Am 10.02.18 ging uns das Wasser aus, so mussten wir wohl oder übel mal kurz ins Dorf hoch fahren. Bei der Kapelle am Wasserhahn unseren Schlauch anschliessen und Tank, Kanister und Flaschen auffüllen. Im Dorf im Minimarket die paar wichtigen Lebensmittel einkaufen und wieder zurück an unser gemütliches Plätzchen am Sauriereierstrand.
Itineo’s haben sich zum Besuch mit leckerem Süsszeugs angemeldet.
Aus der ruhigen Bucht wurde ein brodelnder Wasserkessel. Die Wellen haben sich mit dem Wind gedreht und schlugen hoch ans Ufer.
Wo Sigi erst noch über die zerbrochenen Betonplatten zum Baden ins Meer stieg, preschten nun die wilden Wellen drüber. Ein „Kapitän“loses Ruderboot, wahrscheinlich von der Nachbarbucht, schaukelte und tauchte… mal Kiel aufwärts mal abwärts im Strudel der Wellen. Mal wurde es ans Ufer gespült, dann holte das Meer seine Beute zurück.
Beim letzten Morgen-Hundespaziergang stolperte ich über die Steine, schlug so blöde auf einem Stein mit dem Fuss auf und hab mich dann schmerzend, humpelnd zum Womo geschleppt. Erst befürchteten wir, der grosse Zeh sei gebrochen, er schwoll dick an und verfärbte sich blau, violett. So humpelte ich paar Tage mit Stöcken in der Gegend rum, für weitere Exkursionen musste ich Sigi mit den Hunden alleine ziehen lassen.

Inzwischen, nach 5 Nächten, zogen wir weiter Richtung Süden. Wir wollten noch paar unentdeckte Buchten suchen. Bei Merzapos war die Strasse mit Sturm-Schwemmholz und Bambusröhricht, vom letzten Unwetter, versperrt, die paar Schritte liessen wir die Monschterburg stehen und besichtigten den kleinen Strand, verzichteten dann aber auf die Räumarbeiten von Hand, es war noch früh und wir wollten noch mehr erforschen.
Alles über kleine, fast menschenleere Strassen durch hübsche Manidörfchen. Wir staunen immer wieder über sooo viele Steine… Steine auf Feldern, Steine in Olivenhainen, Steine in Gärten und… Häuser aus Steinen! Die kargen, trotzigen Turmhäuser faszinieren uns und sie sind trotz ihrer Kargheit einfach schön.
Oft kann man auch fast nicht erkennen, ob es sich um ein neues oder altes Gebäude handelt, teilweise sind die mit gehauenen Natursteinbrocken gemauerten Häuser mit Dachabschlüssen gebaut, wie bei einer halbverfallenen Ruine oder mit Zinnen.

Hinter Gerolimeras finden wir einen Schlafplatz auf einem kleinen Park/Wendeplatz bei einem alten Steinkirchlein und Strändchen.
Am Morgen kommt überraschender Besuch von Tina und Klaus, die ihren Übernachtungsplatz mit Aussicht in luftiger Höhe oberhalb der alten Manidörfchen gefunden hatten.

Wir fahren weiter zum Strand Kamares, ein Besuch der Tavernen scheiterte an geschlossenen Türen.
Auf der anderen Strassenseite der Strandstrasse, hinter Gebüschen, bot sich ein Platz zum Übernachten, doch für uns bloss eine Notlösung. Weil sich hier wohl keine Touristen im Winter verirren, fahren die Einheimischen diese Strandstrasse im Renntempo und wir müssen die Hunde anleinen.

Nun haben wir dann alle kleinsten Stichsträsschen und Feldwege zu den Stränden und Buchten abgefahren, öfters zum Umkehren gezwungen, weil die Wege eindeutig zu matschig, eng oder unbefahrbar wurden.
Beschlossen, eine Nacht beim altbekannten „Baggerstrand“ bei Kokkinias zu verweilen, da ist wenigstens wieder mal ein Hundeparadies.
Rulo kriegte sein Zelt aufgestellt und war zufrieden…. bis wir Morgens verschlafen aus dem Fenster schauten.
Unsere Monschterburg war eine Insel, dahinter „schwamm“ Rulo’s Häuschen!
Die nächtlichen Regengüsse hatten den trockenen Parkplatz in einen matschigen See verwandelt.
Dafür mussten wir leider feststellen, dass die Wasserhähne inzwischen abgestellt worden sind oder vielleicht durch die vielen Unwetter beschädigt wurden.

Nun wir wollten sowieso Xilis erkunden, davon hatten wir von Steffi schon gehört… auch dass es wahrscheinlich für „Weisswände“ nicht befahrbar sei.
Nun unsere Monschterburg ist ja nicht strahlend weiss, nebst den Bemalungen zieren ja auch genügend Matschspritzer, Sand und Kratzspuren das Womo!
Also versuchten wir unser Glück trotz Warnung… und fast hätten wir es wieder geschafft, erst das letzte Stück mussten wir kapitulieren. Bis hier kletterte die getreue Monschterburg über Stock und Stein, Geröll, Sand und Matsch… an peitschenden Ästen und Dornenzweigen vorbei und über ausgewaschene Furchen.
… und dann gings zu steil hinunter. Sigi stieg aus um zu erkunden ob wir es wagen…
Dann kam gerade der Ziegenbauer vom grösseren Ziegenstall weiter unten mit seinem Motorrad vorbei, staunte über das ungewohnte Vehikel auf seinem Weg und deutete uns, umzudrehen, hier runter sei für dieses Gefährt unmöglich, zu rutschig sei der Schotter auf dem steilen Pfad.
Tja so kehrten wir um, es hat sich trotzdem gelohnt dahin zu fahren.. einfach wunderbar diese Landschaften!
Und nun da sich die Monschterburg gerade so schön mit holperigem Weg eingelaufen hat, fahren wir an unsere mega, eindeutige Traumbucht vom Paralia Demonias, am nördlichsten Ende. Ringsum nur lauter Natur… keine Stromleitung, kein Laternenmast, kein Fahrzeug… nur WIR… und wer erräts?….
JA .. Itineo’s hatten die Fahrt auch gewagt und sind mit feinem (Omnia)Käsekuchen bei uns eingefahren, Sigi hat meinen Lieblingslebkuchen gebacken und wir hatten einen sonnigen Kaffee und Kuchen Nachmittag genossen.


Später hat Sigi leckere Süsskartoffeln aus dem Backofen mit Pilzen und Salat aufgetischt und damit wir nach Sonnenuntergang noch länger den gemütlichen Abend geniessen konnten entfachten wir ein Lagerfeuerchen. Bestaunten die glitzernden Sterne bis die nächtliche Kälte doch zu sehr in die Knochen kroch.

Die letzten zwei Tage sind wir auch wieder in dem herrlich türkisblauen, kristallklaren Wasser schwimmen gegangen. Die Buchtchen bilden auch lustige „Kinder“Badewannen.
Heute sind Tina und Klaus weiter gefahren. Wir bleiben noch bis Morgen hier, es hat eben begonnen zu regnen.
Es hat hier leider auch sehr schlechtes Internet. Heute ist hoher Feiertag (Kathara Deftera), der reine Montag. Es werden sechseckige Papierdrachen fliegen gelassen und alle Geschäfte sind geschlossen.
Morgen fahren wir nach Richea, auch eine abgeschiedenen Bucht… müssen jedoch vorher noch Einkaufen und Wasser bunkern. Denn auf der Strecke zu unserem nächsten Ziel wird es dann keine Einkaufsmöglichkeiten mehr geben.
Dort bei Fokianó hat es auch wieder weder Internet noch Telefon aber…. eine super Taverne mit nettem Wirt/Koch… falls er denn wirklich ab 20.2.18 wieder geöffnet hat!

Auf FB oder von Bekannten wird öfters gefragt: habt ihr keine Angst so alleine auf freien Plätzen zu stehen?
Und wie schützt ihr euch?

Nun Angst ? Nein und wenn wir uns doch mal nicht wohl fühlen an einem Ort, so fahren wir ganz einfach weiter!

Sicherheitsvorkehrungen, welche zum Verkauf angepriesen werden, haben wir nicht, Schlösser können alle geknackt werden, Fenster zerstört, wenn wirklich einer rein will ist das möglich. Es geht nur noch mehr kaputt.
Einen Gaswarner haben wir nicht und glauben auch nicht an die Schauermärchen mit Narkosegas.
Unsere (Monschter) Hunde schrecken ab und verteidigen uns.

Und… da habe ich eben von einer Freundin diese „Rat“Tafel geschickt bekommen:

Bis bald.. wir grüssen euch herzlich!

Der Wind pfeift uns um die Ohren…

Der Wind pfeift uns um die Ohren…Der nächste SP am Strand, ein schönes, neben Busch und Schilf, auf festem Sand verstecktes Plätzchen. Am langen, einsamen Navarinostrand. Leider waren die Strandduschen alle trocken, kaputte Schläuche schauten aus dem Sand. Zum Glück entdeckte Sigi den Haupthahn und wir konnten somit bei der Strandbar Wasser zapfen. Das Wetter leider stürmisch, doch wir standen gut im Wind. Zwei Windsurfer konnten wir beobachten, paar Jogger und sonst traumhaft einsam. Weiterfahrt… für in die Berge ist es uns ganz einfach noch zu kalt, viele haben noch eine schön weisse Schneehaube. Also bleiben wir doch lieber hier unten, wo der Frühling so herrlich am Werden ist. Unterwegs sind die Bauern und Gartenbesitzer fleissig am Werken, es werden Bäume und Sträucher geschnitten und aufgeräumt, Feuer mit Ästen rauchten vor sich hin. Die Wiesen werden saftig grün, Bäume stehen in prächtiger Blüte, Büsche blühen und Blumen spriessen leuchtend hervor. Zwischen Messini und Kalamata übernachten wir am Strand, direkt neben einer Stranddusche MIT Wasser 🤗. Am nächsten Morgen fahren wir über Kalamata, besuchen wieder Uschi und John. Nun zieht es uns wieder in die schöne Mani. Wieder einmal mehr staunen wir über das Steine übersäte Land und wie die Bauern dem schroffen Land trotzdem ihre Ernte abtrotzen! Sigi fährt heute, mein Magen/Darm rebelliert irgendwie und ich fühle mich nicht fahrtauglich. Seulement o bleiben wir auch nicht am Platz bei Agio Nikolaos, wo wir eigentlich in der Taverne essen wollten. Irgendwie fanden wir auch danach kein passendes Plätzchen und fuhren weiter bis nach Ithilo. Auch da stand ich letzten Winter schon, gestern aber begann es zu stürmen… und wie. Rulos Zelt und die Fahrrad Abdeckung flatterten dauernd und der Wind schaukelte unser Zuhause durch. Der Schlaf war sehr bescheiden und die Nacht zu lang und duonkel! Wir brauchen dringend einen ruhigeren, windgeschützten und menschenleeren Strand um paar Tage zu bleiben. Inzwischen macht sich auch Sigis Magen bemerkbar. So sind wir nur 17 km gefahren, am Sauriereierstrand stehen wir nun geschützt von Felswand und Gebüsch, alleine auf dem Platz. Die Hunde geniessen wieder mal Freiheit (Rulo liegt zufrieden auf der Decke vor der Tür🤣) und auf dem Herd brodelt leise unsere Schonkost vor sich hin. Mal sehen wie lange wir hier mal „Sitzleder“ haben… nun wenigstens eine Bucht mit Internet/Mobil Empfang 🤣. Bis dann…

Von Ost nach West …

Immer wieder sind wir am neue Plätzchen suchen, flüchten vorm Wetter und Wind und finden auch immer tolle Buchten und Strände. Die Zufahrtstrassen meistens abenteuerlich, jedenfalls für ein “ normales “ Womo, Allrad und mehr Bodenfreiheit wär manchmal schon vorteilhaft.
Nach Galatas, bei Vidi, entdecken wir wieder ein Wrack, das wäre ein schöner, einsamer Strand aber voll versifft, überall Müll verteilt, dabei paar Ruinen Häuschen und mittendrin eine Schweinefamilie. Nein hier gefällt es uns nirgends, wir fahren weiter nach Methana. Finden dabei eine Gemüseoma, die uns supertolles Obst und Gemüse verkauft und uns griechisches erzählt, mit Händen und Füssen.


Die schon besuchte Halbinsel wollen wir nochmals abfahren und ev. das Thermen-Schwefel-Badebecken ausprobieren.
Tina und Klaus haben uns den Standort gut beschrieben.. zwar gefunden, doch nicht anmächeliger und genau so kalt wie das uns schon bekannte.
Da lohnte es sich nicht mal, die Badehosen anzuziehen, nass wären wir in dieser Pfütze kaum geworden.
Auf der Strecke über den Berg entdeckten wir ein weiteres Bad, ein kleines Strässchen mit 30 km/h Begrenzung und Hinweistafel Loutra Pausania führte uns zum Parkplatz. Eine Treppe lud zum Badehäuschen hin… na ja, vielleicht hat es früher mal bessere Zeiten gesehen, jetzt war es vergittert und trocken. Das Wenden war wieder abenteuerlich.
So genossen wir einfach die Fahrt durch die immer wieder überwältigende und faszinierende Landschaft, die sich schon wieder prächtig, frühlingshaft verändert.
Es wird schon wieder farbiger, saftig grünes Gras, Büsche, Bäume und Blumen blühen vermehrt… leider sind aber auch die Pinienbäume stärker mit den üblen Prozessions Spinner Raupen Nestern befallen. Das macht uns die Stellplatzsuche oft komplizierter, wollen wir unsere Hunde doch nicht der Gefahr aussetzen.
So wird es wieder einmal dunkel, bis wir endlich einen netten Übernachtungsplatz finden, unser Navi führt uns über „fast überhängende“ steile, enge Wege von der Hauptstrasse zur Küste runter. Zu einer Kapelle, einem kleinen Parkplatz unter und zwischen Olivenbäumen. Ich will etwas die Lage ausrichten und streife einen grösseren Ast, wir bleiben lieber stehen und warten das Tageslicht ab, um aus dieser Lage weg zu fahren. Eine herrlich ruhige, dunkle Nacht! Am Morgen ein Hundespaziergang durch den Olivenhain, zum Glück haben wir den Weg rechts doch nicht ausprobiert. Wir stolpern über kreuz und quer liegende Olivenäste und Erdrutsch Geröll, grosse Steine und ausgespülte Rinnen sind im Weg. Am Schluss ein ebenes Plätzchen, schön ruhig und Wind geschützt… leider nicht mit Womo zu erreichen.

Nach dem Frühstück fahren wir, die uns inzwischen gut bekannte Strecke, nach Korinthos, besuchen den Bauernmarkt und geben endlich unsere zwei grossen Ikeasäcke mit Schmutzwäsche in der Wäscherei ab.
Das mit der Wäsche ist leider auf Peloponnes noch nicht so gut gelöst wie in Spanien und Portugal, wo es bei den meisten Intermarché Supermärkten professionelle, Selbstbedienungswaschmaschinen und Trockner gibt.
Dann fahren wir zum Camper Stop in Archea Korinthos, um die Itineos zu besuchen.
Abends gehen wir mit den Beiden in der Taverne fein essen.
Wir fahren danach zum Burgparkplatz von Akrokorinth hoch, geniessen die tolle Aussicht, den Sternenhimmel und das Lichtermeer der umliegenden Städte.
Am Sonntagnachmittag laden wir Tina und Klaus zu Kaffee und (Leb) Kuchen ein, den Sigi wieder mal aus unserem Backofen gezaubert hat.
Schön war es mit den Zwei zu plaudern… freuen uns bis zum nächsten Mal, wenn sich unsere Strassen kreuzen!
Montagvormittag können wir unsere saubere Wäsche abholen, nun duftet das ganze Womo nach fremdem Waschmittel und wir können wieder in saubere Betten kuscheln 🤣.
Nach Kalamata nehmen wir nun zum ersten Mal die Autobahn, 22€ kostet der Spass, erspart uns aber viele km und Stunden auf bergigen Strassen.
Da soll sich nur nochmal einer beschweren über die Schweizer Autobahnvignette!

In Kalamata besuchen wir Uschi und John auf dem Marina SP.
Jedoch dort übernachten macht uns nicht an, viel zu laut ist es in der Stadt, nachts gibt es im Jachtclub ohrenbetäubende Discomusik und gleich neben dem Zaun sind Romas stationiert.
Wir ziehen “ unseren“ netten Platz bei Messini vor und fahren weiter.
Die Enttäuschung ist gross, von weitem erblicken wir überall Wäsche, zum Trocknen aufgehängt. Über das Netz vom Tennisplatz, den Zäunen und allem Möglichen. Alles ist überstellt mit weiteren Romas. Schade, dieser Platz wird lange nicht mehr benützbar sein, TTT (Trocken Trenn Toiletten) oder Chemie WC, kennen sie wohl nicht und die Benützung der genügend bereit stehenden Abfallkontainer! 😡
Sigi sucht uns paar weitere Stichsträsschen zu Strandparkplätzen raus. Wieder mal treffen wir auf eine Beerdigung im Örtchen, der grosse Schulbus kommt fast nicht durch die vollgeparkte Strasse, Milimeterarbeit!
Vor der Kirche ist für mich der Rückwärtsgang angesagt, keine Wendemöglichkeit, dafür zirkeln um Überhängend Balkone, Hausecken, Autos und Menschen.
Beim nächsten Versuch, holperige Löcherstrasse , Olivenbäume und dann…. verschwindet die Strasse in einem reissenden Fluss. Ich will da durch, doch Sigi versucht ihr Glück erst mal zu Fuss und entscheidet wir fahren zurück, der Fluss zieht zu stark und lässt die Strasse unter dem Wasser nicht sehen, es gurgelt und sprudelt.
Nein, unsere Monschterburg ist kein Amphibienfahrzeug!
Bei Petalidi am Fischerhafen und Strand fanden wir dann doch einen guten Platz für diese Nacht.

Der Platz bei AgiosAndreas wäre dann andertags auch ganz nett gewesen, ein Lost Place Campingplatz wäre sogar zur Verfügung gestanden. Wir entschieden uns aber noch weiter zu fahren. So spazierten wir mit den Hunden noch ein Stück dem Strand nach und besichtigten beim Rückweg die Überreste des Campingplatzes. Eigentlich wäre das sicher mal ein selten netter Platz gewesen, nun leider zerfallen.
Freundlicherweise steht das Gittertor aber weit offen und steht anscheinend Womofahrern zur Übernachtung bereit.

Nun fahren wir zu der tollen Bucht am Kalamakistrand, wo wir im November schon mal standen.
Sogar Wasser gibt es oben bei der kleinen Kapelle und ein traumhafter Sandstrand. Von oben herab erblickten wir erstaunt einen viel grösseren, total flachen, sauberen Strand, es sah aus wie frisch gesiebter Sand.
Im Vergleich mit den Fotos vom November, sahen wir, dass das Meer um einige Meter zurück gegangen war und viel mehr Sand frei machte.
Es wäre der ideale Platz zum länger bleiben, wenn nicht der Internet- und Handyempfang fehlen würde.
Den Tollen Mondaufgang des Blue Moon’s und den prächtigen Sonnenaufgang konnte die Kamera unserer Handys leider nicht so eindrucksvoll und wirklich aufnehmen wie unsere Augen, wird aber in unserer Erinnerung bleiben.
Heute sind wir dann noch über die Steine und Felsen der Küste nach geklettert.
Da gabs skurile Felsgebilde die uns total begeisterten und immer neues entdecken liess.

Als wir dann zusammen gepackt hatten und abfahrt bereit waren, fehlte uns Rulo, der genoss die Tage hier mit viel Freiheit und hatte irgendwie den Anschluss beim Heimweg verpasst.
Dummerweise funktioniert der Tracker ohne Internet nicht, aber Sigi fand ihn dann doch.. er hatte neue Freunde gefunden… lag mit ihnen gemütlich schlafend, nur durch den Zaun getrennt beim Bauernhaus 🤣. Und liess sich brav anleinen.

Heute Nachmittag sind wir nun bei Finikundas auf einem Strandparkplatz „gestrandet“.
Hier haben wir:
Viel Sand, ruhig plätschernde Wellen, INTERNET UND TELEFON und mhhhh leckeres Zmittag/Znacht… Spaghetti Carbonara Sigi Spezial genossen.

Wir hoffen auf eine ruhige Nacht und fahren morgen weiter… bis bald🤗

Lagerleben … Lagerfeuer

Vier Nächte sind genug.. uns hat es weiter gezogen.. neues entdecken, es gibt noch so viel tolle Plätzchen.
Und den haben wir gefunden.
Eine riesige Strandfläche, teilweise Feuchtgebiet und eher für ein Allrad geeignet. Doch das schafft unser treuer Ducato schon.
Sigi ist etwas voran gelaufen und hat die gute Fahrrinne gesucht.
Zuhinterst die Belohnung, ein tolles Plätzchen neben einer schönen Tamariske, mit prima Ast für meinen Hängesessel.
Am Nachmittag kommt Besuch… ein Hirte mit seiner Riesenherde zieht vorüber.. die Ziegen stutzen und starren uns verblüfft an, dann treibt der Hirte die Tiere vorbei und winkt fröhlich.
Wir gehen schwimmen, das Wasser wird immer kälter, obwohl es hier herrlich warm und windstill ist.

Heute geniessen wir einen ruhigen, fast menschenleeren Tag. Sigi sucht den Strand nach Feuerholz ab. Am Abend fachen wir in der mit Steinen errichteten Feuerstelle unser Grillfeuer an. Wir haben riesige Rindersteaks gekauft.
…. und die waren Mega lecker!
Ach haben wir es doch schön, so frei und idyllisch zu stehen.
Immer wieder meinen wir, der Platz ist der schönste, eine Steigerung gibts nicht… und dann kommt der nächste!

Hier hat es übrigens auch so eine Lost Place Hotelanlage, die werden wir uns morgen mal vornehmen.

Leider ohne Hunde, dort hat es wieder mal Pinien und total voll mit Raupen Nestern!

Bis bald.. wir berichten weiter..!

Leben…wo Geister Ferien machen

Nun haben wir gestern die Traumbucht und den Albtraum Ruin erkundet.
Uns gefällts hier prima und es ist spannend.


Auf der einen Buchtseite stehen paar Villen, jetzt im Winter natürlich unbewohnt. Einige neugebaute, ungenutzte Strassen … wahrscheinlich für mal geplante, nicht verwirklichte Bauten, führen durchs mit Büschen überwucherte Land. Einige angefangene Bauruinen stehen trostlos herum. Viele Tafeln mit „for Sale“ sind aufgestellt, die grosse Tafel mit Situations/Projektplan total vergilbt, ausgeblichen und unleserlich.
In der Bucht selber, ein hübsch angelegter Badestrand mit Olivenbaum bepflanzter Wiese, Steinmäuerchen und Spazierweg. Stillgelegte Wasserleitungen und Elektroleitungen schauen zum Boden raus.

Die andere Seite… einstmals eine paradiesische Hotelanlage mit unzähligen terrassierten und in die Natur eingeflochtenen Appartements, Terrassen mit Pool, Bars, Boutiquen, etc. …
Es muss mal wirklich klasse gewesen sein, vorstellen kann man sich das noch gut und auf YouTube sind sogar noch Videos von den guten Zeiten zu sehen.
Aus welchen Gründen das Alles zu dem Zerfall gekommen ist ??? Da kann frau nur rätseln.
Alle Räume sind ausgeräumt, Armaturen in den Badezimmern, Elektroinstallationen sind weggerissen, wenige abmontierte Fensterwandelemente stehen noch intakt an der Wand, die meisten aber sind zerschlagen, Duschwannen, WCs liegen noch fast wie neu rum, Ziegel-, Bausteine, Mauerwerk, Deko, Bettgestelle, paar versiffte Matratzen, Holz … einfach alles übersät den Boden.
Die Sicht auf wunderschöne Klippen der Badebucht.
Immer noch fröhlich blühende Büsche und Blumen, schöne Grünpflanzen, zeugen trotzig von einer einst liebevoll angelegten Gartenanlage.
Graffiti zieren nun die Wände und bringen etwas Farbe und Aufheiterung rein.


Wir entdecken immer mehr und immer weitere Appartementkomplexe kommen hinter den Bäumen und Sträuchern zum Vorschein.
Auch einen etwas eingewachsenen der Sportplatz gibts.

Aber kein Lebewesen, ausser paar Vögel und fliegenden Insekten. Keine Echsen, keine Maus, keine Menschen ausser einem anderen Womo-Überwinterer.

Ein verlassener Ort .. ein Ferien-Hotel-Paradies für Geister 🤣

Auch hier mit Regen …

Elafonisos war schön… Karibik Feeling… wenn’s Wetter mitgespielt hätte, ein toller Platz, aber so hatten wir die kleine Insel bald gesehen, den traumhaften Strand genossen und die Monschterburg mit Sand gefüllt;-)
Das Wasser Türkis grün, kristallklar… am zweiten Tag leider stark wellig.
Jetzt im Winter wohnen 500 Menschen dort, im Sommer aber überlaufen, die kilometerlangen, weissen Sandstrände wohl voll badender Touristen.
Für die Hunde ideal, sie konnten rennen soviel sie wollten, keine Menschenseele weit und breit am Strand, auf der ganzen Insel haben wir nur eine Womofamilie gesehen, sonst keine Touristen.

Mit der Fähre zurück nach Pounta konnte man die ganze Strecke bis auf den Grund sehen, etwas neben der Fahrrinne gibt es für Taucher ein Paradies… ein uraltes versunkenes Dorf.


Das Wetter verschlechterte sich zunehmend… wohin soll die Reise gehen?
In Leonidio soll es einen Tierarzt geben, bei unseren Hunden sind die Nachimpfungen, Wurmkuren und Bravectobehandlungen fällig. Hier und überhaupt in südlichen Ländern ist dies alles wichtig gegen Mittelmeerkrankheiten, Parasiten und für die Grenzübertritte.
Leider war der Tierarzt gerade nicht in seiner Praxis im Ort, er hat auch noch eine in Astros.
Wir treffen zufällig auf Tina und Klaus, die auch gerade ein Plätzchen zum Übernachten suchen.
Auf dem Parkplatz beim Stadthausturm ist es uns etwas eng zum Stehen, über der Brücke steht ein Camper Verbotsschild. Ich fahre dem Streifenwagen nach, der Polizeiposten ist gleich da und frage ganz einfach die zwei Polizisten, ob wir heut eine Nacht hier stehen dürfen. Die nette Antwort: No Problem. Nun sind wir mal in Stadtnähe, das Wetter lädt dafür gar nicht zum gemütlichen Bummel ein, so laufen wir nur zum nächsten Imbiss, essen im Holzofen warmen Lokal eine Kleinigkeit und verkriechen uns früh in die Betten.
Der Morgenspaziergang lustig und Autofrei :-). … im Trockenen Flussbett.

Wir entschliessen uns nach Astros auf den Strandplatz zu fahren, auch ein toller Platz und mit Dusche/Wasser! Dann können wir Montags gleich hier zum Tierarzt.
Übrigens ein sehr netter Mann, wir kamen gleich dran und er hat günstig und unkompliziert unsere vier Hunde durchgeimpft und die Medikamente mitgegeben. Auch Parken ist ideal vor der Praxis.
Falls jemand mal einen Tierarzt hier braucht.. die Koordinaten: N37*24‘40.4“
O22*43‘40.4“ (* steht für Grad )

Den Tierarzt haben wir auch über den Verlust von June informiert, er würde uns gleich telefonieren, wenn er etwas erfahren würde, hat uns aber auch gesagt, dass keine Chance bestehe, wenn ein Tier verletzt werde und Blut verliert. Der Geruch lockt alle Schakale im Umkreis an und sie reissen gemeinsam das Opfer.

Unterwegs halten wir in Nafplio beim Lidl an, obwohl wir lieber an Einheimischen Gemüse- und Fruchtständen, Märkten und griechischen Supermärkten einkaufen, müssen wir zwischendurch Artikel, die wir sonst nicht bekommen, besonders das gewohnte Hundefutter und die Hundegutzeli einkaufen.
Wir fahren weiter, die verlassene Bucht der Ferienanlage Apollo Beach, wo Tina und Klaus davon schwärmten, reizte uns auch.
Vor dem Abendessen unternahmen wir die erste Entdeckungstour, freuen uns auf Morgen, Mehr… und Meer!!
Es erstaunt uns immer wieder, wie toll gelegene Ferienhäuser, Hotels oder Geschäftshäuser leer stehen und langsam dem Zerfall erliegen oder überhaupt nie fertig gestellt wurden.

Dann bis bald… bei weiteren Folgen unseres „Lotterlebens“

Drei Tage Wildnis…

Heute drei Tage.. dabei ca.30 Minuten Blickkontakt mit vorbei ziehendem Ziegenhirt mit fröhlicher Herde.
Paar Vögel auf Fischfang, das Rauschen des Meeres… nur Ruhe!

Heute Klettertour durch Mondlandschaft.. gibt wohl doch Wasser auf dem Mond;-)


Das Gestein, in prächtigen Farben und beeindruckenden Gebilden, faszinierte uns mächtig. Wir hätten dauernd drauf los knipsen können, doch leider sieht das natürliche Auge viel mehr, als die Handy Fotos hergeben.

Wir staunen nur und fragen uns wie alles entstand.
Vermutlich auch Lavagestein, sieht oft geschmolzen aus und teilweise aufgeplatzt. Die Grün, Orange, Rot, Braun und Schwarz gemischten Formationen wohl ein Farbspiel von Mineralien ?!


Wir finden so tolles, vom Meerwasser, Sand und Steinen ausgewaschenes und geschliffenes Treibholz und eine Menge wunderschöne Steine… davon darf immer ein kleiner Teil mit uns mitfahren, teilweise verwerten wir es zu Gebrauchsgegenständen oder Deko und der Rest wird würdevoll am nächsten Strand, liebevoll platziert.. ausgesetzt.

Bis bald…